Handball-EM, DHB-Abschlusszeugnis: Viel Luft nach oben - Duo sticht heraus

 
Das DHB-Team hat die EM 2020 auf dem fünften Platz beendet. Welche Spieler haben überzeugt, von wem hätte man mehr erwartet? Das Abschlusszeugnis von SPOX.
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Das DHB-Team hat die EM 2020 auf dem fünften Platz beendet. Welche Spieler haben überzeugt, von wem hätte man mehr erwartet? Das Abschlusszeugnis von SPOX.
Andreas Wolff: Der Torhüter spielte mit 51 Paraden und 30 Prozent abgewehrter Würfe das statistisch schlechteste Turnier seiner DHB-Karriere. Hatte enorme Schwankungen in seinen Leistungen und war nicht der erhoffte Rückhalt. Note: 4,5.
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Andreas Wolff: Der Torhüter spielte mit 51 Paraden und 30 Prozent abgewehrter Würfe das statistisch schlechteste Turnier seiner DHB-Karriere. Hatte enorme Schwankungen in seinen Leistungen und war nicht der erhoffte Rückhalt. Note: 4,5.
Johannes Bitter: Sein Comeback hat sich ausgezahlt. Bitter war meist dann zur Stelle, wenn Wolff schwächelte. Mauserte sich im Verlaufe des Turniers von der Nummer 2 zur Nummer 1. Seine Gesamtquote: 43 Paraden und 35 Prozent gehaltene Bälle. Note: 2.
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Johannes Bitter: Sein Comeback hat sich ausgezahlt. Bitter war meist dann zur Stelle, wenn Wolff schwächelte. Mauserte sich im Verlaufe des Turniers von der Nummer 2 zur Nummer 1. Seine Gesamtquote: 43 Paraden und 35 Prozent gehaltene Bälle. Note: 2.
Uwe Gensheimer: Das Problem des Kapitäns bei dieser EM: Er ließ zu viele Chancen liegen. Erzielte 30 Tore bei einer für einen Außenspieler mauen Quote von 67 Prozent. Verwandelte außerdem lediglich vier von acht Siebenmetern. Note: 4,5.
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Uwe Gensheimer: Das Problem des Kapitäns bei dieser EM: Er ließ zu viele Chancen liegen. Erzielte 30 Tore bei einer für einen Außenspieler mauen Quote von 67 Prozent. Verwandelte außerdem lediglich vier von acht Siebenmetern. Note: 4,5.
Patrick Zieker: Blieb bei seinen fast 30 Minuten Einsatzzeit gegen Spanien wirkungslos, präsentierte sich aber unter dem Strich bei seinem ersten Turnier einigermaßen ordentlich. Erzielte neun Tore bei 13 Würfen (69 Prozent). Note: 3,5.
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Patrick Zieker: Blieb bei seinen fast 30 Minuten Einsatzzeit gegen Spanien wirkungslos, präsentierte sich aber unter dem Strich bei seinem ersten Turnier einigermaßen ordentlich. Erzielte neun Tore bei 13 Würfen (69 Prozent). Note: 3,5.
Fabian Böhm: Konnte nicht an seine starke Heim-WM 2019 anknüpfen und ärgerte sich darüber selbst am meisten. Gegen Spanien noch einer der besseren Akteure, ging gegen Kroatien nichts. Seine Gesamtausbeute: 13 von 23 (57 Prozent). Note: 4,5.
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Fabian Böhm: Konnte nicht an seine starke Heim-WM 2019 anknüpfen und ärgerte sich darüber selbst am meisten. Gegen Spanien noch einer der besseren Akteure, ging gegen Kroatien nichts. Seine Gesamtausbeute: 13 von 23 (57 Prozent). Note: 4,5.
Julius Kühn: War in der Vorrunde noch einer der besten deutschen Spieler, baute dann aber massiv ab. War vor allem in der zweiten Hälfte gegen Kroatien völlig von der Rolle. Erzielte 27 Tore und verbuchte eine Gesamtquote von 63 Prozent. Note: 4,5.
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Julius Kühn: War in der Vorrunde noch einer der besten deutschen Spieler, baute dann aber massiv ab. War vor allem in der zweiten Hälfte gegen Kroatien völlig von der Rolle. Erzielte 27 Tore und verbuchte eine Gesamtquote von 63 Prozent. Note: 4,5.
Philipp Weber: War klar einer der Gewinner der EM. Weber brachte durch starke Einzelaktionen Schwung in den statischen Rückraum. Überzeugte vor allem gegen Kroatien. Verbuchte insgesamt 20 Tore (69 Prozent) und 18 Assists. Note: 2.
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Philipp Weber: War klar einer der Gewinner der EM. Weber brachte durch starke Einzelaktionen Schwung in den statischen Rückraum. Überzeugte vor allem gegen Kroatien. Verbuchte insgesamt 20 Tore (69 Prozent) und 18 Assists. Note: 2.
Paul Drux: Überzeugte als Spielmacher eher selten. Schaffte es kaum, seine Mitspieler in Szene zu setzen. Allerdings zeigte Drux in der Abwehr immer wieder starke Leistungen. Seine Ausbeute: Neun Tore (56 Prozent). Note: 4.
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Paul Drux: Überzeugte als Spielmacher eher selten. Schaffte es kaum, seine Mitspieler in Szene zu setzen. Allerdings zeigte Drux in der Abwehr immer wieder starke Leistungen. Seine Ausbeute: Neun Tore (56 Prozent). Note: 4.
Marian Michalczik: Setzte in der Vorrunde keine Akzente und musste zur Hauptrunde für Golla aus dem Kader weichen, ehe er gegen Tschechien und Portugal zurückkehrte und seine Sache besser machte. Hat Luft nach oben (3 Tore, 43 Prozent). Note: 3,5.
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Marian Michalczik: Setzte in der Vorrunde keine Akzente und musste zur Hauptrunde für Golla aus dem Kader weichen, ehe er gegen Tschechien und Portugal zurückkehrte und seine Sache besser machte. Hat Luft nach oben (3 Tore, 43 Prozent). Note: 3,5.
Kai Häfner: Agierte vor allem in entscheidenden Situationen zu hektisch und nahm so teils unnötig schwierige Würfe. Dies erklärt seine maue Quote von 48 Prozent bei 21 Toren. War aber mit Abstand bester deutscher Vorlagengeber (26 Assists). Note: 4.
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Kai Häfner: Agierte vor allem in entscheidenden Situationen zu hektisch und nahm so teils unnötig schwierige Würfe. Dies erklärt seine maue Quote von 48 Prozent bei 21 Toren. War aber mit Abstand bester deutscher Vorlagengeber (26 Assists). Note: 4.
David Schmidt: Der Debütant ist auf dem Niveau einer EM zumindest aktuell noch nicht ganz zu Hause, wie einige unglückliche Entscheidungen zeigen. Versenkte nur 8 von 17 Würfen (47 Prozent). Note: 4.
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David Schmidt: Der Debütant ist auf dem Niveau einer EM zumindest aktuell noch nicht ganz zu Hause, wie einige unglückliche Entscheidungen zeigen. Versenkte nur 8 von 17 Würfen (47 Prozent). Note: 4.
Tobias Reichmann: Musste sich im Laufe des Turniers auf Rechtsaußen hinter Kastening einreihen, erwies sich aber trotzdem als zuverlässiger Siebenmeterschütze (18 von 21). Traf insgesamt 24 von 30 Würfen (80 Prozent). Note: 3,5.
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Tobias Reichmann: Musste sich im Laufe des Turniers auf Rechtsaußen hinter Kastening einreihen, erwies sich aber trotzdem als zuverlässiger Siebenmeterschütze (18 von 21). Traf insgesamt 24 von 30 Würfen (80 Prozent). Note: 3,5.
Timo Kastening: Der Neuling überzeugte mit seiner Lockerheit und Kaltschnäuzigkeit. Versenkte 27 seiner 34 Würfe (79 Prozent) und war gemeinsam mit Kühn bester deutscher Werfer. Überzeugte zudem in der Abwehr durch einige Steals. Note: 1,5.
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Timo Kastening: Der Neuling überzeugte mit seiner Lockerheit und Kaltschnäuzigkeit. Versenkte 27 seiner 34 Würfe (79 Prozent) und war gemeinsam mit Kühn bester deutscher Werfer. Überzeugte zudem in der Abwehr durch einige Steals. Note: 1,5.
Jannik Kohlbacher: Spielte insgesamt nicht die ganz große Rolle. Zeigte immer wieder in der Abwehr Schwächen. Auch sein Fehlwurf gegen Kroatien Sekunden vor Schluss aus bester Position bleibt in Erinnerung. Seine Quote: 19 Tore, 73 Prozent. Note: 4.
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Jannik Kohlbacher: Spielte insgesamt nicht die ganz große Rolle. Zeigte immer wieder in der Abwehr Schwächen. Auch sein Fehlwurf gegen Kroatien Sekunden vor Schluss aus bester Position bleibt in Erinnerung. Seine Quote: 19 Tore, 73 Prozent. Note: 4.
Hendrik Pekeler: In der Vorrunde noch mit Problemen, stabilisierte Pekeler die Abwehr immer mehr und übernahm klar die Chefrolle. War auch im Angriff die erste Option am Kreis und zeigte dabei überhaupt keine Nerven (15 von 15). Note: 1,5.
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Hendrik Pekeler: In der Vorrunde noch mit Problemen, stabilisierte Pekeler die Abwehr immer mehr und übernahm klar die Chefrolle. War auch im Angriff die erste Option am Kreis und zeigte dabei überhaupt keine Nerven (15 von 15). Note: 1,5.
Patrick Wiencek: Plagte sich wie auch Pekeler teils mit Verletzungsproblemen durch die EM, war wahrscheinlich auch deshalb relativ weit von seiner Glanzform entfernt. Konnte deshalb seiner Rolle als "Aggressive Leader" nur teils gerecht werden. Note: 4.
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Patrick Wiencek: Plagte sich wie auch Pekeler teils mit Verletzungsproblemen durch die EM, war wahrscheinlich auch deshalb relativ weit von seiner Glanzform entfernt. Konnte deshalb seiner Rolle als "Aggressive Leader" nur teils gerecht werden. Note: 4.
Johannes Golla: Rückte zur Hauptrunde ins Team, fiel dann aufgrund von Übelkeit ausgerechnet gegen Kroatien aus. Machte seine Sache im Mittelblock aber unter dem Strich mehr als ordentlich und setzte auch offensiv Akzente (10 von 12). Note: 2,5.
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Johannes Golla: Rückte zur Hauptrunde ins Team, fiel dann aufgrund von Übelkeit ausgerechnet gegen Kroatien aus. Machte seine Sache im Mittelblock aber unter dem Strich mehr als ordentlich und setzte auch offensiv Akzente (10 von 12). Note: 2,5.
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