Handball

HBL - Wiedererstarktes Flensburg besiegt die Füchse - Hannover kassiert erste Niederlage

SID
Die SG Flensburg-Handewitt setzte sich vor heimischer Kulisse gegen die Füchse durch.
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Während Meister SG Flensburg-Handewitt den doppelten Rückschlag gegen die TSV Hannover-Burgdorf gut verdaut hat, sind die Niedersachsen nach ihrem Höhenflug jäh in der Realität gelandet. Flensburg bezwang im Spitzenspiel der Bundesliga die Füchse Berlin vor heimischer Kulisse mit 27:23 (12:9) und kletterte in der Tabelle mit 11:5 Punkten an den Hauptstädtern (10:6) vorbei auf Rang drei.

Hannover kassierte dagegen im achten Spiel bei der formstarken MT Melsungen mit 25:31 (15:17) die erste Saisonniederlage, bleibt aber mit 14:2 Punkten Tabellenführer. Das Team von Carlos Ortega hatte zuletzt in Liga und Pokal gegen Flensburg gewonnen.

"Melsungen hat das richtig gut gemacht mit viel Tempo. Wir hatten zwei anstrengende Spiele gegen Flensburg, es war clever von Melsungen, dieses Tempo zu gehen", analysierte Hannovers Co-Trainer Iker Romero. "Wir haben nicht so einen großen Kader. In der ersten Halbzeit konnten wir noch mitgehen, in der zweiten Halbzeit waren wir denken ich ein wenig müde. Wir müssen natürlich den Kopf weiter oben behalten."

Rekordmeister THW Kiel feierte beim Tabellen-16. TBV Lemgo Lippe einen 30:27 (17:12)-Arbeitssieg und bleibt mit zwei Spielen weniger und 10:2 Punkten als Fünfter auf Tuchfühlung zur Spitze.

In Mannheim wahrten die Rhein Neckar Löwen auch dank 13 Treffern von Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer ihre weiße Weste in heimischer Halle. Die Badener bezwangen die zuletzt stark aufspielende HSG Wetzlar mit 29:26 (15:9) und bleiben mit 12:4 Punkten Tabellenzweiter.

Maik Machulla: "Das war heute wieder mehr SG"

In Berlin entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich Flensburg erst am Ende der ersten Halbzeit mit drei Toren absetzte. In der zweiten Hälfte baute die SG ihren Vorsprung vor 6204 Zuschauern schnell auf fünf Tore aus und feierte am Ende einen ungefährdeten Erfolg.

Vor der Partie hatte Flensburg bekannt gegeben, dass der Vertrag mit Kreisläufer Johannes Golla vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert wurde. Der Jung-Nationalspieler "bedankte" sich mit drei Treffern für das Vertrauen.

Erfolgreichster Werfer beim Sieger war Magnus Röd mit fünf Toren, bei den Berlinern traf Hans Lindberg (4/1) am besten. In Melsungen war Nationalspieler Kai Häfner mit seinen sieben Treffern vom Tabellenführer aus Hannover nicht zu stoppen.

"Wir haben vorne geduldiger gespielt und den Ball besser laufen lassen. Wir haben viel leidenschaftlicher verteidigt. Natürlich hilft uns auch, dass Buric die Bälle so hält. Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten und ist mit einer großen Leidenschaft angetreten. Das war heute wieder mehr SG als die beiden Spiele gegen Hannover", sagte Flensburg-Coach Maik Machulla.

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