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Handball

DHB-Gegner im Check: Dann könnte es schon gegen Island eng werden

Aron Palmarsson ist der Superstar im Team Islands.
© getty

Spanien (2:2-Punkte, 51:48-Tore - DHB vs. Spanien, Mi., 20.30 Uhr im LIVETICKER)

So lief die Vorrunde: Der amtierende Europameister startete mit deutlichen Siegen gegen Bahrain (33:23) und Island (32:25) sehr souverän ins Turnier, ehe der Auftritt beim wenig überzeugenden 26:22 gegen Japan (zur Pause stand es sogar 10:11) erste Zweifel über die Form der Spanier aufkommen ließ. Auch gegen Mazedonien mühte sich Spanien eine Halbzeit lang extrem ab, zeigte dann aber, was diese Mannschaft eigentlich ausmacht.

Dank einer überragenden Abwehr ein Ballverlust nach dem anderen forcieren und den Gegner mit einem Lauf im wahrsten Sinne des Wortes überrennen. Gegen Mazedonien dauerte es nach der Pause nur schlappe fünf Minuten, schon wurde per 7:1-Lauf aus einem 13:12 ein 20:13. Game over. Am Ende stand ein lockerer 32:21-Sieg zu Buche. Das war typisch Spanien. Im so wichtigen Kracher gegen Kroatien wurde das Team von Coach Jordi Ribera dann aber selbst Opfer eines Laufs. Die 19:23-Pleite sorgt dafür, dass Spanien jetzt im ersten Hauptrunden-Spiel gegen Frankreich schon mit dem Rücken zur Wand steht.

Die bisherigen Erkenntnisse: Der etatmäßig erste Rückraum der Spanier besteht aus Captain Raul Entrerrios (FC Barcelona) auf der Mitte, Alex Dujshebaev (Kielce) auf halbrechts und Joan Canellas (Szeged) auf halblinks. Klingt extrem stark, war in der Vorrunde aber größtenteils eine Enttäuschung.

Vor allem auf halblinks funktioniert wenig bis nichts. Ribera versuchte es mit Daniel Sarmiento, er versuchte es mit Daniel Dujshebaev, aber niemand zündete. Bemerkenswert: Von allen Hauptrunden-Teams hat Spanien aus 9 Metern die schlechteste Quote (gerade mal 41 Prozent). Zum Vergleich: Bei Dänemark sind es 61 Prozent.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Quote von außen trotz eines insgesamt sehr starken Ferran Sole (26 Tore, 10/10 Siebenmeter) schwach ist (18/36) und auch das gefürchtete spanische Spiel über den Kreis noch nicht in Fahrt kommen will. Star Julen Aguinagalde hat im gesamten Turnier erst 8 Tore geworfen.

Aber: Die Deckung um den Weltklasse-Innenblock mit Viran Morros und Gedeon Guardiola steht und solange bei den Spaniern die Deckung steht und sie darauf basierend ihr Tempospiel (schon 36 Fastbreak-Tore) aufziehen können, haben sie in jedem Spiel die Chance auf den Sieg. Spanien darf man nicht abschreiben. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Entrerrios und Co. in der Hauptrunde alle Spiele gewinnen und noch ins Halbfinale kommen.

Players to watch: Gonzalo Perez de Vargas/Rodrigo Corrales. Die Spanier haben eines der besten Torhüter-Duos der WM und gehen damit anders um als das deutsche Team. Es gibt keine klare Nummer eins, Rodrigo Corrales (PSG) und Gonzalo Perez de Vargas (FC Barcelona) haben in der Vorrunde abwechselnd die Spiele begonnen.

Perez de Vargas war beim Sieg gegen Mazedonien der Mann des Spiels (18 Saves) und ersetzte gegen Kroatien nach der Pause einen glücklosen Corrales. Es ist davon auszugehen, dass er auch im jetzt so entscheidenden Spiel gegen Frankreich beginnen wird. Wenn Perez de Vargas im Kasten steht, ist für jedes Team, das ohne Torwart spielt, Vorsicht geboten. Während viele Keeper bei Würfen ins leere Tor keine gute Quote haben, ist Perez de Vargas hier extrem selbstbewusst und sicher, das hat er in der Vorrunde in München gezeigt.

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