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Handball

Kretzschmar will "Ende mit Schrecken"

Von SPOX
Stefan Kretzschmar machte für Deutschland 218 Spiele
© getty

Der HSV Hamburg sorgt seit Jahren durch seine Misswirtschaft für Negativschlagzeilen. Nun haben die Hamburger sogar Insolvenz angemeldet. Stefan Kretzschmar fordert ein Ende der Posse um den HSV. Auch, weil das Verhalten der HBL gegenüber anderen Vereinen unfair sei.

Am 16. Dezember hat der HSV Insolvenz angemeldet. Die Spieler, Trainer und Geschäftsstellen-Mitarbeiter warten seit zwei Monaten auf Gehalt, im Verein soll es ein Fünf-Millionen-Euro-Loch geben.

"Da hätte man mit jedem anderen Klub kurzen Prozess gemacht", sagte Stefan Kretzschmar in der Sport Bild: "Daher muss ich leider sagen: Lieber in Hamburg ein Ende mit Schrecken machen, als weiterhin derart ungesund zu wirtschaften."

"HBL macht sich unglaubwürdig"

Der 42-Jährige findet es "unglaublich", was beim HSV passiert. Dabei hält Kretzsche den Standort Hamburg für immens wichtig für die ganze Liga.

"Aber wenn jedes Jahr immer und immer wieder ein Auge zugedrückt wird, dann ist das ungerecht gegenüber anderen Vereinen. Dann macht sich die Leitung der HBL unglaubwürdig", erklärte der 218-malige deutsche Nationalspieler.

Ist der Mäzen der Schuldige?

Für viele Menschen ist Mäzen Andreas Rudolph der Hauptschuldige an der Situation, obwohl er in zehn Jahren mindestens 25 Millionen Euro in den Verein gepumpt haben soll. Kretzschmar ist sich da nicht so sicher.

"Ohne Andreas hätte es den Handball, den Champions-League-Titel, die Meisterschaft in Hamburg nie gegeben. Er war der Initiator von allem. Wer es versäumt hat, in Hamburg eine Parallelstruktur aufzubauen, Sponsoren zu überzeugen und zu halten, ob Andreas Rudolph diesbezüglich auch ein Hemmnis war, all das kann ich nicht beurteilen", so der gebürtige Leipziger.

Der HSV Hamburg im Überblick

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