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Handball

CL: Flensburg fordert Barcelona

SID
Der THW feiert seinen Sieg über MKD HC Metalurg Skopje
© getty

Auf dem Weg ins Finale der Handball-Champions-League ist dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt ein deutsches Duell erspart geblieben. In der Vorschlussrunde des Final Four in Köln (31. Mai/1. Juni) trifft der deutsche Rekordmeister Kiel auf den ungarischen Titelträger MKB Veszprem. Flensburg bekommt es mit dem Starensemble des FC Barcelona zu tun. Auch die Füchse Berlin erwartet im Finalturnier des EHF-Cups gegen den ungarischen Spitzenklub Pick Szeged kein Selbstgänger.

"Der FC Barcelona hat eines der stärksten Teams der Welt, und es ist eine sehr große Aufgabe", sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke bei der Auslosung rund einen Monat vor dem Turnier am 31. Mai/1. Juni. Bei der fünften Auflage im Rheinland könnte es erstmals ein deutsches Finale geben.

Und so richtete Schmäschke dann auch eine Kampfansage an den Rekord-Titelträger aus Katalonien, der in zwei Viertelfinal-Krimis die Rhein-Neckar Löwen ausgeschaltet hatte: "Wenn man zum Final Four fährt, dann will man dort gewinnen." Auch als Debütant beim Finalturnier. Und erst recht, wenn beim Gegner Superstars wie der frühere Welthandballer Nikola Karabatic spielen.

Kiel gibt sich kleinlaut

Gleiches gilt für den THW Kiel, der jedoch nach der Auslosung überraschend kleinlaut daherkam. "Die beiden deutschen Teams sind Außenseiter", sagte Sabine Holdorf-Schust, Leiterin der THW-Geschäftsstelle. Im letzten Jahr hatte sich der dreimalige Titelträger Kiel (2007, 2010, 2012) noch im Viertelfinale knapp gegen Veszprem durchgesetzt, bevor man am späteren Titelträger HSV Hamburg scheiterte.

Doch angesichts des Umbruchs der Kieler und der Leistungsschwankungen in den vergangenen Monaten, ist man an der Förde froh, das Spektakel überhaupt live mitzuerleben. "Jedes Team will gewinnen. Aber wir haben in diesem Jahr nicht erwartet, es überhaupt zum Final Four zu schaffen", sagte Holdorf-Schust.

Ein besonderes Duell wird es auf Kieler Seite für Ex-Nationalspieler Christian Zeitz, der sich nach der Saison Veszprem anschließt. Dort spielt bereits ein weiterer Bekannter: Momir Ilic, vom 2009 bis 2013 an der Förde aktiv, agiert nun als Rückraumspieler beim ungarischen Rekordmeister.

Die Teilnahme in Köln lohnt sich für die beiden deutschen Klubs nicht nur unter sportlichen Gesichtspunkten. Neben der fixen Antrittsprämie von 100.000 Euro werden weitere Prämien ausgeschüttet, der Sieger sichert sich 250.000 Euro. Unbezahlbar ist jedoch das Prestige des Champions.

Berlin trifft auf Pick Szeged

Dies gilt auch für den EHF-Cup, dessen Finalturnier in diesem Jahr in der deutschen Hauptstadt ausgetragen wird (17./18. Mai). Die Füchse Berlin wollen sich als Gastgeber ihren ersten internationalen Titel sichern und müssen dabei im Halbfinale den ungarischen Spitzenklub Pick Szeged aus dem Weg räumen.

Für Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning ist das Duell kein Traumlos: "Jetzt wissen wir, dass wir richtig gefordert sind." Den zweiten Finalteilnehmer ermitteln HCM Constanta (Rumänien) und der französische Pokalsieger Montpellier AHB.

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