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Handball

Karabatic beklagt Hetzjagd

SID
Nikola Karabatic (l.) wehrt sich gegen die Betrugsvorwürfe
© Getty

Im Handballskandal von Frankreich hat sich Starspieler Nikola Karabatic erstmals zu den Betrugsvorwürfen gegen ihn und seinen Bruder Luka geäußert. Auf seiner Facebook-Seite wehrt sich der frühere Kieler und jetzige Montpellier-Spieler gegen die Vorwürfe der Spielmanipulation und beklagt eine mediale Hetzjagd gegen ihn und seinen Bruder.

"Uns des Betrugs und der Spielmanipulation zu beschuldigen und uns der Presse zum Fraß vorzuwerfen, ist unerträglich", postete der 28 Jahre alte mehrfache Olympiasieger sowie Welt- und Europameister in dem sozialen Netzwerk.

Erst am Dienstag war ein Strafverfahren gegen Karabatic, dessen jüngeren Bruder Luka, sechs aktuelle oder frühere Spieler von Montpellier AHB sowie weitere Personen eingeleitet worden. Den Spielern wird vorgeworfen, in der vergangenen Saison mit Montpellier ein Ligaspiel gegen das damals abstiegsbedrohten Cesson-Rennes absichtlich verloren zu haben. Ehefrauen, Freundinnen und andere Bekannte und Verwandte sollen Geld auf die Niederlage gesetzt und so hohe Gewinne erzielt haben.

Situation "ein Albtraum"

Die Situation sei für ihn "ein Albtraum", schrieb Karabatic. Er selbst habe keine Wetten platziert. Allerdings räumte der Rückraumspieler ein, dass seine Freundin gewettet habe. "Hat sie mich darüber informiert? Ja. Wieso hat sie gewettet? Weil sie das Team seit zwei Jahren kennt und um unsere Situation wusste. Wir waren damals bereits Meister, und Cesson-Rennes spielte gegen den Abstieg", versuchte Karabatic Argumente zu liefern, warum ein Tipp auf eine Montpellier-Niederlage damals nicht verdächtig sein musste.

Sollte den betroffenen Spielern das Vergehen nachgewiesen werden, droht den Akteuren wegen sportlichen Betrugs und Korruption eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren sowie eine Geldstrafe von 75.000 Euro.

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