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Handball

Kiel verspielt Sieg gegen Barcelona

SID
Auch Thierry Omeyer konnte das Unentschieden gegen Barcelona nicht verhindern
© Getty

Der THW Kiel vergab sieben Sekunden vor Schluss den sicher geglaubten Sieg. Beim deutschen Handball-Pokalsieger HSV Hamburg nahm man die erste Niederlage in der Champions League mit 30:33 bei MKB Veszprem KC gelassen. Dank des wenig selektiven Modus ist der Achtelfinal-Einzug der Hanseaten nicht ernshaft in Gefahr.

Der THW Kiel hat im zweiten Gruppenspiel in der Handball-Champions-League einen Rückschlag hinnehmen müssen. In der Neuauflage des Endspiels der vergangenen Saison kamen die Zebras trotz langer Führung in eigener Halle nicht über ein 28:28 (14:10) gegen den FC Barcelona hinaus.

Rechtsaußen Albert Rocas gelang sieben Sekunden vor dem Ende der Ausgleich für den 17-maligen spanischen Meister, der fast während des gesamten Spielverlaufs zurückgelegen hatte.

Der THW leistete sich im Angriff zu viele Fehler und scheiterte immer wieder am starken Barca-Torhüter Danijel Saric. Auch sein Gegenüber Thierry Omeyer überzeugte vor allem in Hälfte eins mit 18 Paraden.

In der Tabelle der Gruppe A liegt der deutsche Rekordmeister mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen, dem zum Auftakt ein Überraschungssieg in Barcelona gelungen war.

HSV hakt Niederlage ab

Der kurze Ärger war beim HSV Hamburg längst verraucht, als der deutsche Pokalsieger am Sonntag vormittag in die Hansestadt zurückkehrte.

Die 30:33 (13:15)-Niederlage beim ungarischen Meister MKB Veszprem KC am zweiten Spieltag der Champions League war zu diesem Zeitpunkt bereits als eher unbedeutender Betriebsunfall abgehakt.

Vorfreude auf das Rückspiel

Denn da sich die vier besten Mannschaften der vier aufgeblasenen Vorrundengruppen für das Achtelfinale der Handball-Königsklasse qualifizieren, muss sich der deutsche Vize-Meister um sein Weiterkommen nicht ernsthaft sorgen.

"Ich freue mich schon jetzt auf das Rückspiel", formulierte HSV-Trainer Martin Schwalb seine Kampfansage an die Magyaren, die mit der Unterstützung von knapp 5000 Zuschauern 60 Minuten lang Druck auf die Gäste ausübten und den Norddeutschen keine einzige Führung gestatteten. Was dem HSV diesmal fehlte, war ein Torjäger wie der Serbe Marko Vujin, der gleich 13 Treffer für die Ungarn erzielte.

Die Hamburger mussten schon deshalb die Niederlage nicht so tragisch nehmen, weil sie zum Auftakt das Schlüsselspiel beim französischen Titelträger Montpellier HV mit dem ehemaligen Kieler Superstar Nicolas Karabatic mit 30:26 für sich entschieden hatten.

Niederlage wird besonnen aufgefasst

Auch HSV-Kapitän Guillaume Gille wollte die Niederlage nicht überbewerten: "Wir sind eben in den entscheidenden Situationen zu oft am ungarischen Torwart gescheitert." Ins nächste Heimspiel am 14. Oktober gegen IK Sävehof aus Schweden geht der HSV als klarer Favorit.

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde in der Gruppe D die SG Flensburg-Handewitt. Beim seinem 150. internationalen Auftritt ließ der deutsche Ex-Meister Rumäniens Titelträger HCM Constanza mit einem ungefährdeten 29:22 (15:7)-Sieg keine Chance.

Zwar machten die Schleswig-Holsteiner damit ihre 19:27-Auftaktniederlage in Spanien bei Ciudad Real wieder wett, doch vollständig zufrieden war Coach Per Carlen dennoch nicht: "Eigentlich hätten wir 40 Tore erzielen müssen."

Rhein-Necker Löwen gewinnen umkämpftes Spiel

Dies gelang zwar auch den Rhein-Neckar Löwen nicht, aber durch ihren harterkämpften 32:28 (14:12)-Erfolg beim slowenischen Meister RK Celje übernahmen sie in der Gruppe A die Tabellenführung von Titelverteidiger THW Kiel.

Ohne Minuspunkt, denn am vergangenen Wochenende war den Mannheimern ein unerwarteteter 31:30-Sieg beim FC Barcelona gelungen.

"4:0 Punkte bedeuten einen starken Start in die Champions League. Aber wir bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden", sagte Trainer Gudmundur Gudmundsson. Allein zwölf Tore steuerte Nationalspieler Uwe Gensheimer bei.

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