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Handball

Althaus erlöst deutsche Handballerinnen

SID
Garantin für den Sieg: Anja Althaus (r.)
© sid

Trotz mäßiger Leistung konnten die deutschen Handballerinnen im zweiten Gruppenspiel mit 32:31 gegen Serbien gewinnen. Anja Althaus erzielte in der letzten Minute den Siegtreffer.

Anja Althaus hat den deutschen Frauen in einem Handball-"Thriller" den vorzeitigen Einzug in die EM-Hauptrunde gesichert. Gegen Serbien warf die Kreisläuferin 25 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer zum 32:31 (17:15)-Sieg und ging nach dem Schlusspfiff in einer deutschen Jubeltraube unter.

Eine Viertelstunde zuvor war die Dänemark-Legionärin nach einer Abwehraktion noch weinend vom Feld gehumpelt.

"Kämpferische Einstellung war sensationell"

"Das war ein unglaublicher Tag, ein Wahnsinns-Spiel", meinte Bundestrainer Armin Emrich erleichtert. Mit der spielerischen Leistung seines Teams war er zwar alles andere als zufrieden, lobte aber: "Die kämpferische Einstellung war sensationell."

Überglücklich war Matchwinnerin Althaus. "Wir haben so viele Bälle vergeben - aber der wichtigste war drin", sagte die 26-Jährige, die sich den alles entscheidenden Ball in der Abwehr selbst geschnappt hatte und den Gegenstoß schließlich beherzt verwandelte.

Im letzten Vorrundenspiel gegen Kroatien am Samstag (18.15 Uhr) muss sich die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) aber weiter steigern, um beruhigt in die Hauptrunde gehen zu können.

Gegen Serbien produzierte die deutsche Mannschaft zwei Tage nach dem ebenfalls wenig ruhmreichen 25:22 zum Auftakt gegen Gastgeber Mazedonien in allen Bereichen wieder viel zu viele Fehler.

Grit Jurack mit acht und Nina Wörz mit sechs Treffern waren noch die besten Werferinnen für das deutsche Team, das Mitte der zweiten Halbzeit erst Nadine Krause und dann vorübergehend Kreisläuferin Althaus verletzt verlor. Die Hauptrunde beginnt kommenden Montag ebenfalls in Skopje.

Verspäteter Anwurf

Schon vor der Partie war wenig glatt gelaufen, dabei leistete sich allerdings der Gastgeber einen peinlichen Ausrutscher: Nach gerade einmal zehn Minuten mussten die Teams das Aufwärmen abbrechen, da der Hallenboden nach einer Putzaktion viel zu schmierig und rutschig war.

Zur ursprünglichen Anpfiffzeit standen dann zahlreiche Helfer mit Wischern statt 14 Spielerinnen auf dem Parkett. Die wärmten sich derweil in einer kalten Nebenhalle auf, erst mit einer Dreiviertelstunde Verspätung erfolgte der Anpfiff.

Und vor den Augen von DHB-Präsident Ulrich Strombach tat sich die DHB-Auswahl äußerst schwer. Die Abwehr ließ zu viele leichte Tore zu und dahinter bekam die im ersten Spiel noch überragende Torfrau Clara Woltering diesmal kaum einen Ball zu fassen.

Im Angriff scheiterten Jurack und Co. mit teilweise unüberlegten Würfen reihenweise an Serbiens Torhüterin Katarina Tamasevic oder passten den Ball gleich direkt zum Gegner.

Spannung pur am Schluss

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Aktionen endlich mal bis zum Ende durchgespielt, die Außen besser ins Spiel gebracht und der Vorsprung so konstant gehalten.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es dann allerdings die nächste Schrecksekunde, als die frühere Welthandballerin Krause mit einer Gegenspielerin am Kopf zusammenstieß und auf Halblinks Laura Steinbach weichen musste.

Nur wenige Minuten später ging dann auch noch Althaus bei einer Abwehraktion zu Boden und musste weinend und mit Schmerzen am rechten Bein humpelnd vom Platz geführt werden.

Große Sicherheit strahlte das Emrich-Team aber zu keiner Zeit aus, und so war es der eingewechselten Sabine Englert, die eine solide Leistung im Tor zeigte, sowie Mitte der zweiten Halbzeit Nina Wörz mit einigen schönen Einzelaktionen zu verdanken, das der Vorsprung zunächst gehalten werden konnte.

Ab sechs Minuten vor dem Ende herrschte dann aber Spannung pur, als die Serbinnen zum 29:29-Ausgleich kamen und eine Minute später sogar erstmals wieder die Führung übernahmen.

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