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Golf

"Herr Siem, alles okay bei Ihnen?"

Marcel Siem und Caddie Guy Tilston hatten diese Saison schon jede Menge Frust-Momente
© getty

5. Die Emotionen: Warum macht es so viel Spaß, Marcel Siem beim Golfen zuzuschauen? Weil man so wunderbar mitfiebern und auch mitleiden kann. Wenn er nach jedem verschobenen Putt den Kopf schüttelt und ein Gesicht macht nach dem Motto 'Boah, wie mich das alles nervt!', dann kennt man das selbst aus den eigenen Runden nur zu gut. Es gibt aber auch die Schattenseiten der Emotionen.

"Ich habe mal in Lärchenhof einen Schläger über dem Knie zerbrochen, aber nicht realisiert, dass eine Schulklasse mitgelaufen ist. Als ich gesehen habe, wie sich die Kids erschrocken haben, bin ich sofort hingelaufen, habe mich entschuldigt und ihnen gesagt, 'macht das niemals'. Die Situation hat mir damals echt die Augen geöffnet, dass ich es nicht übertreiben darf. Das ging gar nicht."

4. Die besten Flights: Siem hat in seiner Karriere schon mit fast allen Stars in einem Flight gespielt, bei der US Open heißen seine Playing Partners in den ersten beiden Runden Alexander Levy und Brian Harman.

"Mir ist es inzwischen eigentlich egal, mit wem ich spiele. Klar gibt es ein paar Freaks, die einem nicht so passen, aber das erzähle ich dann mal bei einem Bierchen. Etwas ganz Besonderes war es für mich zu Beginn meiner Karriere, als ich in Eichenried als junger Kerl immer mit Leuten wie Ernie Els, Retief Goosen oder Vijay Singh spielen durfte, das waren unglaubliche Erfahrungen damals."

3. Die McIlroy/Spieth-Debatte: Neben der Frage, ob Tiger Woods vielleicht doch nochmal irgendwann eine Kugel trifft, beherrscht bei der US Open ein Thema die Schlagzeilen. Rory vs. Jordan. McIlroy vs. Spieth. Das Duell für die nächsten 20 Jahre?

Was sagt eigentlich der Kollege Siem dazu? "Jordan Spieth ist ein unglaublicher Putter, er hat einen sehr einfachen Schwung und hatte jetzt natürlich einen riesigen Lauf. Aber wenn ich ehrlich bin, dann ist Rory für mich eine Nummer kreativer und insgesamt besser. Ich glaube nicht, dass Spieth Rory auf Dauer das Wasser reichen kann, aber er wird sich bestimmt in den Top 10 etablieren, allein aufgrund seiner Putting-Stärke und seines kurzen Spiels."

2. Der Ryder Cup in Deutschland? Der Ryder Cup 2022 muss nach Deutschland. Der Ryder Cup 2022 muss nach Deutschland. Der Ryder Cup 2022 muss nach Deutschland. Das ist hoffentlich jedem klar. Es muss sich endlich was tun im deutschen Golfsport.

Oder wie Siem so schön sagt. "Die Leute müssen endlich mal checken, wie geil Golf ist. Wenn wir den Ryder Cup wirklich holen können und die Emotionen dann hoffentlich auf das deutsche Volk überspringen, entsteht vielleicht ein Hype."

1. Die Träume des Marcel S.: Siem ist jetzt 35 Jahre alt, hat einiges gewonnen in seiner Karriere, aber man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass da noch mehr kommen müsste. Und dieses Gefühl hat er auch selbst...

"Ich möchte auf jeden Fall auf der US PGA Tour spielen, bevor ich die Schläger in die Ecke stelle. Die herrlichen Golfplätze, das einfache Reisen, dazu fühle ich mich in Florida pudelwohl - das will ich schaffen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch weiter bei den großen Turnieren in Europa dabei bin, ich stehe zur European Tour. Dazu will ich beim Ryder Cup dabei sein und natürlich ein Major gewinnen, das ist das A und O im Golf." Siem als Major-Sieger? Vielleicht passiert es ja schon in dieser Woche in Chambers Bay. Okay, ist vielleicht nicht gerade realistisch, aber wenn Lucas Glover und Michael Campbell (sorry, guys) die US Open gewinnen können, dann kann das Marcel Siem theoretisch schon lange!

10-6: Große Siege und jede Menge Frust

5-1: Emotionen, Träume und Rory vs. Jordan

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