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Fussball

Reinhold Ranftl beim FC Schalke 04 aus dem Kader gestrichen: "Mit diesem Druck kommen nicht alle klar"

Von Nino Duit
Von 24 Pflichtspielen stand Reinhold Ranftl nur bei zehn in der Startelf, dabei gelang ihm ein Assist.

Reinhold Ranftl durchlebt beim FC Schalke 04 schwierige Zeiten. Obwohl der 30-jährige Österreicher der einzige fitte rechte Außenbahnspieler ist, schaffte er es beim Auswärtsspiel gegen Fortuna Düsseldorf (1:2) nicht mal in den Kader.

Vor zwei Jahren spielte Reinhold Ranftl mit dem LASK im Sechzehntelfinale der Europa League gegen Manchester United, im vergangenen Sommer verpasste er den Sprung in den österreichischen EM-Kader nur knapp - und jetzt reicht es nicht einmal mehr für einen Kaderplatz gegen einen Abstiegskandidaten der 2. Bundesliga. Fortuna Düsseldorf rangiert auch nach dem 2:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 nur auf dem Relegationsplatz.

"Ich habe ihm erst einmal eine Pause gegeben. Wir sind der Meinung, dass das das Beste ist. Er soll erst einmal den Kopf frei kriegen und dann greift er ab Montag wieder an", erklärte Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis die Nicht-Nominierung. Und das, obwohl die anderen beiden rechten Außenbahnspieler Andreas Vindheim und Mehmet Aydin verletzt fehlten. Auf rechts im 3-5-2-System begann deshalb der nominelle Stürmer Marius Bülter, der sich jedoch nicht für weitere Einsätze auf der ungewohnten Position empfahl.

Ranftl war vor der Saison für 650.000 Euro vom LASK zum Bundesliga-Absteiger Schalke gewechselt, erfüllte die in ihn gesteckten Erwartungen bislang aber nicht. Von 24 Pflichtspielen stand er nur bei zehn in der Startelf, dabei gelang ihm ein Assist. "Reini weiß genau, dass er besser performen kann", sagte Grammozis schon bei der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Wir haben in ihm etwas gesehen, als wir ihn im Sommer verpflichtet haben. Wir waren der Meinung, dass er das Anforderungsprofil erfüllt. Aber bislang hat er noch Steigerungspotenzial."

Grund für die enttäuschenden Leistungen sei laut Grammozis die große Erwartungshaltung. "Schalke ist, was den Druck angeht, ein anderes Level", sagte Grammozis. Nach 22 Spieltagen ist Schalke Fünfter, der Rückstand auf Tabellenführer FC St. Pauli beträgt vier Punkte. "Reini hat schon gegen große Teams wie Manchester United gespielt, aber mit diesem Druck hier kommen nicht alle Jungs auf Anhieb klar."

Ganz anders sieht das bei Ranftls Landsmann Martin Fraisl aus, der im Sommer von ADO Den Haag zu Schalke gewechselt war und Stammkeeper Ralf Fährmann im Tor verdrängte. Während Ranftl (sechs Länderspiele) in der Nationalmannschaft aktuell keine Rolle spielt, könnte Fraisl demnächst sein Debüt feiern. Der 28-Jährige spekuliert sogar auf eine WM-Teilnahme, wie er im Interview mit SPOX und GOAL verriet: "Österreich hat sehr gute Chancen auf die Qualifikation. Die Playoff-Gegner Wales, Schottland und Ukraine sind schlagbar. Und wenn ich so weitermache, werde ich bis dahin bestimmt mit dabei sein."

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