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2. Bundesliga: Dynamo Dresden taumelt nach Pleite in Kiel Richtung Abstieg - Arminia Bielefeld ist Zweitligameister

SID
Nach 1999 zum zweiten Mal Meister der 2. Bundesliga: Arminia Bielefeld.

Für Dynamo Dresden gehen die Lichter in der 2. Bundesliga allmählich aus. Der Tabellenletzte verlor am Donnerstag auch bei Holstein Kiel mit 0:2 (0:1) und hat nun kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt. Arminia Bielefeld fixierte hingegen nach dem Bundesliga-Aufstieg auch die Zweitliga-Meisterschaft.

Bielefeld blieb gegen Darmstadt zum 14. Mal in Serie ungeschlagen, die letzte Niederlage kassierte die Arminia kurz vor Weihnachten beim FC St. Pauli (0:3). Manuel Prietl (52.) sorgte für den Sieg, die Ostwestfalen holen damit seit Einführung des eingleisigen Unterbaus zum zweiten Mal nach 1999 den Titel.

"Es ist unfassbar, was wir in diesem Jahr erreicht haben, ich bin überwältigt", sagte Prietl bei Sky. Der Sieg nach den Aufstiegsfeierlichkeiten zeige, "was für eine Mentalität wir haben und was wir für eine besondere Truppe sind. Jetzt freuen wir uns in der Bundesliga auf jedes Spiel. Wir wollen drinbleiben, und dafür müssen wir weiter hart arbeiten."

Der Rückstand auf Relegationsrang 16 und den Karlsruher SC beträgt für Dynamo hingegen bei noch zwei ausstehenden Spielen fünf Punkte. Zudem weist der KSC das deutlich bessere Torverhältnis auf. Selbst zwei Siege aus den verbleibenden Spielen beim SV Sandhausen und gegen den VfL Osnabrück könnten daher zu wenig sein für Dresden.

In Kiel brachte Emmanuel Iyoha (45.+1) die Gastgeber beinahe mit dem Pausenpfiff in Führung. Kurz zuvor hatte Dresdens Jannik Müller wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen (39.) und schwächte die ohnehin gebeutelte Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski weiter. Lion Lauberbach (80.) sorgte in der Schlussphase für die Entscheidung.

Dynamo hatte den Kampf gegen den Abstieg nach der Corona-Pause unter extrem schweren Bedingungen aufgenommen: Wegen positiver Fälle und einer Mannschafts-Quarantäne vor dem Restart bestritt Dresden in Kiel bereits das siebte Spiel binnen 19 Tagen. Bei nur einem Sieg verlor das Team fünfmal. Der Frust entlud sich besonders bei Dynamo-Profi Chris Löwe. "Wir reißen uns alle drei Tage den Arsch auf und baden das aus", schimpfte er bei Sky über den für Dresden seit dem Restart besonders engen Spielplan.

Dabei präsentierte sich Dresden auch am Donnerstag zunächst durchaus auf Augenhöhe, der Platzverweis änderte dies aber: Innerhalb von nur fünf Minuten kassierte Müller die beiden Verwarnungen. Trainer Kauczinski sah wegen Reklamierens anschließend ebenfalls Gelb.

2. Bundesliga: Die Tabelle

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.Arminia Bielefeld3259:273264
2.VfB Stuttgart3255:381755
3.Hamburger SV3260:392154
4.1. FC Heidenheim3243:321152
5.SV Darmstadt 983242:41146
6.VfL Bochum3251:47445
6.Hannover 963251:47445
8.SpVgg Greuther Fürth3243:41243
9.Holstein Kiel3251:51042
10.SSV Jahn Regensburg3248:53-542
11.FC Erzgebirge Aue3242:46-441
12.SV Sandhausen3238:43-540
13.FC Sankt Pauli3237:44-738
14.VfL Osnabrück3240:45-536
15.1. FC Nürnberg3244:51-736
16.Karlsruher SC3240:52-1233
17.SV Wehen Wiesbaden3239:59-2031
18.SG Dynamo Dresden3229:56-2728

 

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