Fussball

2. Liga: VfB Stuttgart legt Einspruch gegen 1:2-Niederlage gegen Wehen Wiesbaden ein

SID
Der VfB Stuttgart musste sich Wehen Wiesbaden geschlagen geben.

Sven Mislintat witterte bereits nach dem Spiel einen "Skandal" - jetzt geht Zweitligist VfB Stuttgart juristisch gegen die Wertung der bitteren 1:2 (0:1)-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden vor.

Grund für den Einspruch beim DFB sei, "dass das Verhalten des Schiedsrichters bei der Entstehung des Siegtreffers für den SV Wehen Wiesbaden nach unserer Überzeugung einen Regelverstoß darstellt, der einen unmittelbaren Einfluss auf das Endergebnis des Spiels hatte", sagte Sportdirektor Mislintat am Mittwoch.

Das DFB-Sportgericht werde "nun zunächst Stellungnahmen von den Verfahrensbeteiligten einholen. Zu gegebener Zeit wird dann über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden", teilte der DFB am Mittwoch mit.

Wehen hatte durch Philip Tietz in der Nachspielzeit per Handelfmeter (90.+7) den Siegtreffer erzielt. In der fraglichen Szene war VfB-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui der Ball im eigenen Strafraum an die Hand gesprungen. Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte das Spiel zunächst weiterlaufen lassen, wurde aber von Video-Assistent Robert Kampka auf das vermeintliche Vergehen hingewiesen.

Der VfB sei vom Schiedsrichtergespann "ganz klar benachteiligt" worden. "Diese Situation während des Spiels überhaupt herauszuholen und zu bewerten, ist für uns nicht nachvollziehbar", hatte Mislintat schon vor dem Einspruch betont und "extreme Willkür" vermutet. Wenn der Video Assistant Referee (VAR) auf diese Art eingreife, "muss man die Anwendung neu diskutieren".

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: Team hat Job "nicht erledigt"

Auch VfB-Angreifer Mario Gomez äußerte nach der Pleite Zweifel: "Wenn im Luftkampf, wo die beiden Spieler zum Ball gehen, der Ball von zehn Zentimetern an die Hand springt, dann ist das kein Handspiel." Aber: "Am Ende des Tages stehst du da und schaust blöd."

Das trifft die Situation bei den ambitionierten Schwaben, die punktgleich mit dem Hamburger SV Dritter sind, ganz gut. Vor allem die eklatante Auswärtsschwäche bereitet dem Absteiger Kopfzerbrechen. Von 13 Spielen in der Fremde gewann der VfB nur drei, bei fünf Niederlagen und fünf Remis - und am Sonntag (13.30 Uhr) steht bei Holstein Kiel das nächste Auswärtsspiel an.

Die Mannschaft müsse "widerstandsfähiger sein", sich "besser wehren und unterstützen", forderte Mislintat. Das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo habe in Wehen seinen Job "nicht erledigt". Diesen Job will der VfB mit seinem Einspruch beim DFB gegen die Spielwertung nun am grünen Tisch noch erledigen.

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