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Fussball

Julius-Hirsch-Preis an "Löwen gegen Rechts"

SID
Eine Fan-Initiative von 1860 München erhielt den Julius-Hirsch-Preis
© Getty

Die Fan-Initiative "Löwen gegen Rechts" ist am Mittwoch vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. Die Gruppe kämpft im Stadion unter anderem gegen Rassismus.

Die Fan-Initiative "Löwen gegen Rechts" ist am Mittwoch vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet worden. Die Gruppe kämpft im Stadion unter anderem gegen Rassismus.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Mittwoch im Festsaal des Alten Rathauses von Hannover den Julius-Hirsch-Preis 2009 an drei von der Fanszene getragene Initiativen aus München, Jena und Hannover, die sich nachhaltig gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit eingesetzt haben, verliehen.

10.000 Euro Preisgeld

Den erstmals vergebenen Ehrenpreis erhielt Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der Wochenzeitung Die Zeit.

Träger des fünften Julius-Hirsch-Preises ist die Initiative "Löwen gegen Rechts". Die seit mehr als 15 Jahren aktive Initiative von Fans des Zweitligisten 1860 München erhielt ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Die Gruppe engagiert sich im Stadion, im Internet und ihrem Magazin "Löwenmut" gegen Diskriminierung, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie rund um den Fußball.

Mit ihren kreativen Aktionen hat sie sich dabei in den vergangenen Jahren einen bundesweiten Ruf in der Fanszene erarbeitet.

38 Kandidaten für den Preis

Den zweiten Platz vergab die Jury an den in Jena beheimateten Verein "Hintertorperspektive", der von Anhängern des Drittligisten Carl Zeiss Jena gegründet wurde.

Das Fanprojekt Hannover wurde auf den dritten Platz gewählt.

Die Initiativen aus Jena und Hannover erhielten ein Preisgeld von 6000 bzw. 4000 Euro für ihre antirassistische Arbeit. Insgesamt 38 Gruppierungen waren den Juroren vorgeschlagen worden.

Preis in Erinnerung an Hirsch

Der Preis in Erinnerung an den in Auschwitz ermordeten jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch (1892 bis 1943) war vom DFB 2005 als eine Konsequenz aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Rolle des Verbandes in der NS-Zeit gestiftet worden.

Er zeichnet den Einsatz für Toleranz und Menschenwürde, gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus aus.

Der Jury gehören unter anderem als Vorsitzender der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily, DFB-Präsident Theo Zwanziger und Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Maria Böhmer, Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, sowie Vertreter der Kirchen und der Familie Hirsch an.

DFB ehrt Fan-Initiative

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