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Fussball

Diesmal geht's rauf!

Von Benny Semmler
Das ist der "Takyi-Style": Pornobrille, Schickimicki-Schal, Lederjacke. Nur der iPod fehlt
© Getty

Er ist der Mister Assist in Fürth. Schon sechs Mal bereitete Charles Takyi ein Tor vor. Nach seiner Erkältung wil der 24-Jährige am Sonntag gegen Koblenz ( (So. 14.00 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere) wieder angreifen und für die Kollegen auflegen. Unter der Woche sprach SPOX mit dem coolen "Sir" Charles.

SPOX: Sie haben bei Deutschlands Kultverein St. Pauli gespielt. Jetzt sind Sie in Fürth. Warum?

Charles Takyi: Das war natürlich keine leichte Entscheidung, und ich kann verstehen, dass viele gedacht haben: Was macht der denn da? Hamburg ist schließlich auch eine großartige Stadt.

SPOX: Das Fürther Nachtleben kann es also nicht gewesen sein.

Takyi: Das ist richtig. Aber ich wollte mich weiterentwickeln. Persönlich und sportlich. Und ich wollte um den Aufstieg spielen. Das ging am besten außerhalb von Hamburg.

SPOX: Weil St. Pauli nicht bundesligatauglich ist?

Takyi: In zwei, drei Jahren wird St. Pauli um den Aufstieg mitspielen. Nur die Zeit hatte ich nicht. Ich will so schnell wie möglich in die erste Bundesliga.

SPOX: Einer ihrer Gründe für den Wechsel von St. Pauli nach Fürth war Bruno Labbadia. Der wollte sie unbedingt. Was haben sie nach seinem Abgang gedacht?

Takyi: Das war ein Schock! Ich steckte mitten im Umzug nach Fürth. Er hatte mich angerufen und mir seinen Wechsel zu Leverkusen mitgeteilt. Aber er sagte mir auch, dass Fürth genau das Richtige für mich ist.

SPOX: Haben Sie noch Kontakt zu Bruno Labbadia?

Takyi: Zurzeit nicht.

SPOX: Was können Sie über Ihren neuen Trainer Benno Möhlmann sagen?

Takyi: Er ist seit über 30 Jahren im Profigeschäft und kennt sich bestens mit der zweiten Liga aus. Benno Möhlmann lebt den Fußball. Er stellt uns gut auf jede Begegnung ein. Am Spielfeldrand ist er dann oft emotional. Ich habe den Eindruck, der will in jedem Spiel am liebsten noch selber mitkicken.

SPOX: Ist er genau der richtige Trainer für Fürth?

Takyi: Also ich könnte mir keinen anderen Trainer an der Außenlinie vorstellen.

SPOX: Fürth hat 45 Tore geschossen, so viel wie kein anderes Team. Lässt Benno Möhlmann die Offensive besonders trainieren?

Takyi: Ganz im Gegenteil. Die Rückwärtsbewegung ist das, was wir eigentlich permanent trainieren. Aber wenn wir angreifen, gibt es kaum taktische Zwänge. Da dürfen wir kreativ sein. Vielleicht ist das unser Erfolgsgeheimnis.

SPOX: Sie sind zwar erst seit dieser Saison in Fürth, aber dennoch scheint es ein gutes Umfeld für junge Spieler zu sein. Können Sie sagen warum?

Takyi: Hier kriegen junge Spiele die Chance zu spielen. Auch die Mischung und der Charakter der Truppe stimmen. Alle wollen sich weiterentwickeln. Insofern kann ich jedem jungen Spieler den Weg nach Fürth empfehlen.

SPOX: Sehen Sie Fürth als Sprungbrett in die Bundesliga? Lanig und Hilbert haben es vorgemacht.

Takyi: Das wäre klasse. Und klar, das soll auch mein Weg sein. Ich will nach oben. Am liebsten natürlich mit Fürth.

SPOX: Auch in dieser Saison spielt die SpVgg wieder um den Aufstieg mit. Für gewöhnlich kriegt man in Fürth aber die "Aufstiegs-Flatter"...

Takyi: Ich habe davon gehört. Aber diesmal geht's rauf!

SPOX: Was stimmt Sie so zuversichtlich?

Takyi: Weil es kein dominantes Team gibt. Jede Mannschaft lässt irgendwo Punkte. Da wir aber in den letzten Wochen noch mehr als Team zusammen gewachsen sind, werden wir am Ende oben stehen.

SPOX: Wer hat Ihrer Meinung nach die besten Chancen auf den Aufstieg?

Takyi: Die Tabelle zeigt's. Ich denke, es wird ein Fünfkampf ...

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