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Fussball

Stürmer ohne Ballkontakt

Von SPOX
Romelu Lukaku hatte gegen Algerien einen ziemlich schweren Stand
© getty

Dem belgischen Stürmer gelingt gegen Algerien ein Kunststück der wenig schmeichelnden Art. Mexiko und Brasilien liefern sich ein Schützenfest ohne Tor, vor allem dank Ochoa. Und: Es ist eine WM der Joker! Der 6. Tag der WM in OPTA-Zahlen.

Die Null muss stehen: Zweimal in Folge haben die Mexikaner jetzt zu Null gespielt. Ein gutes Omen. Denn: Zuletzt gelang dies bei der WM 1970, als es ohne ein einziges Gegentor ins Viertelfinale ging. Dort setzte es dann allerdings vier Buden von den Italienern.

Schützenfest ohne Tor: Es fiel kein einziges Tor zwischen Brasilien und Mexiko, den Versuch konnte man beiden Teams aber nicht absprechen. Insgesamt wurden 28 Torschüsse abgefeuert - nur bei zwei Partien gab es bisher mehr. Entscheidenden Anteil an der Nullnummer hatte in jedem Fall Guillermo Ochoa. Mexikos Keeper lieferte gleich sieben Paraden - so viele hat bisher auch noch niemand gezeigt.

Es geht doch: Erstmals hat Mexiko im vierten Anlauf ein WM-Spiel gegen Brasilien nicht verloren. Ein Tor gegen die Selecao fehlt den Mittelamerikanern allerdings immer noch - und die Gesamtbilanz gegen Südamerikaner lässt weiterhin zu Wünschen übrig. Nur eins von zwölf WM-Spielen wurde gewonnen, bei ernüchternden acht Niederlagen. Naja: Ein Anfang ist gemacht.

Für die Geschichtsbücher: Sofiane Feghouli erzielte das erste WM-Tor für Algerien seit schlappen 28 Jahren, beziehungsweise 506 Spielminuten. Sein Vorgänger hörte auf den Namen Djamel Zidane. Zudem war es der erste Elfmetertreffer überhaupt für die Wüstenfüchse.

Da geht die Luft aus: Algerien verlor allerdings auch erstmals in seiner Geschichte ein WM-Spiel, bei dem man selbst getroffen hatte. Die letzten sechs WM-Gegentore fielen alle in der zweiten Halbzeit. Damit liegen die Mannen von Coach Halilhodzic allerdings voll im Trend: Bei dieser WM wurden bereits sechs von 15 Spielen noch gedreht. 2010 waren es insgesamt nur vier Partien.

Lukakus Arbeitsnachweis: Romelu Lukaku, das weiß jeder, ist ein durchaus talentierter Stürmer. Bei seiner Leistung gegen Algerien konnte man allerdings nur den Kopf schütteln. Lukaku vollbrachte das Künststück, keinen einzigen Ballkontakt in der gegnerischen Hälfte zu haben - in 58 Minuten Spielzeit, wohlgemerkt. Kein Wunder, dass die Belgier erst nach seiner Auswechslung gefährlich wurden.

Gute Händchen überall: Dann aber auch richtig. Mit Dries Mertens und Marouane Fellaini drehten zwei Einwechselspieler die Partie, ebenso wie zuvor die Schweizer gegen Ecuador. Und auch im Nachtspiel setzte sich der Trend fort: Alexander Kerzhakov und Lee Keunho erzielten die Jokertore 9 und 10 bei dieser WM. Das entspricht einem Fünftel aller gefallenen Treffer!

Die Erfahrung macht's: Fabio Capello schickte gestern elf WM-Frischlinge auf den Rasen, alle gaben ihr WM-Debüt. So richtig erfolgreich war dies indes nicht. Von daher kam dann mit Kerzhakov dann doch noch ein alter WM-Hase in die Partie - und erzielte prompt das einzige Tor der Sbornaja. Kerzhakov teilt sich mit insgesamt 26 Toren nun den ersten Rang in der russischen Torjägerliste, gemeinsam mit Vladimir Bestchastnykh. Wer kennt den noch?

Lahmer Start: So richtig druckvoll begann die Partie nicht - es war eben mitten in der Nacht. So dauerte es eine halbe Stunde, bis der erste Schuss abgegeben wurde. Bezeichnenderweise von Sergei Ignashevitch, seines Zeichens Innenverteidiger.

Die Gruppe H im Überblick

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