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Fussball

FIFA: Spiele bei Tränengas im Stadion gestoppt

Von Martin Grabmann
Brasilien gewann den WM-Test Confed Cup und es blieb nach dem Finale im Stadion friedlich
© getty

Die FIFA hat sich mit einer möglichen Wiederholung der Proteste im Rahmen des Confederations Cup in Brasilien bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr beschäftigt. Der Weltverband will der Regierung dabei keine Vorschriften machen, muss aber den regelkonformen Ablauf des Spiels sicherstellen.

"Es ist nicht meine Sache, über die Sicherheit zu entscheiden, sondern Sache der Regierung", erklärte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke der "Associated Press" am Montag. Der Weltverband wolle sich nicht in die Problemlösung der Brasilianer einmischen: "Ich fordere, dass sie die Sicherheit gewährleisten, die wir zur Organisation der WM brauchen. Aber wir haben kein Recht ihnen vorzuschreiben, wie sie es machen. Es ist ihr Problem und ihre Verantwortung."

Damit schloss Valcke aus, der brasilianischen Polizei erneute Einsätze von Gummigeschossen, Blendgranaten oder Tränengas in der Nähe der Stadien zu verbieten. Bei manchen Spielen des Confederations Cup wehte sogar Tränengas in die Stadien, angeblich wurden Spieler der brasilianischen Nationalmannschaft beim Finale am Sonntag davon beeinträchtigt.

"Ventilatoren aufstellen?"

Bei der Weltmeisterschaft sollen Begegnungen sofort abgebrochen werden, wenn die Spieler durch solche Zwischenfälle behelligt werden. "Wenn die 22 Spieler auf dem Feld nicht spielen können, musst du aufhören", erklärte der Generalsekretär. Er selbst habe bei einem Spiel den Einfluss von Tränengas bemerkt. Gegenmaßnahmen seien allerdings nur bedingt möglich.

"Was willst du machen? Freiwillige um das Stadion stellen? Sollen wir große Ventilatoren aufstellen, um es wegzublasen? Es gibt ein Limit, was wir machen können. Es gibt ein Limit, was wir verlangen können. Manchmal müssen wir dem leben, mit was wir haben", so Valcke.

Nur die Organisation ist Aufgabe der FIFA

Sicherheit sei für die FIFA nur dann ein Thema, wenn die Organisation der Veranstaltung davon beeinträchtigt würde: "Wenn es die Organisation nicht beeinträchtigt, fällt es in die Zuständigkeit der Regierung."

Der Confederations Cup in Brasilien fand vom 15. bis zum 30. Juni statt und galt als Generalprobe für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Im Rahmen der Veranstaltung kam es in manchen Städten zu Protesten gegen die brasilianische Regierung und die FIFA.

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