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Fussball

"WM-Titel für Deutschland kein Muss"

SID
Jürgen Klinsmann misst den Erfolg der deutschen Mannschaft nicht am Titel 2014
© getty

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann will seinem Nachfolger und früheren Assistenten Joachim Löw mit Blick auf die WM 2014 in Brasilien keinen zusätzlichen Druck machen.

"Der WM-Titel ist für Deutschland kein Muss", sagte der 48-Jährige, der am Sonntag mit den USA auf das DFB-Team trifft: "Wenn es um die Favoriten geht, wird man Brasilien, Deutschland und Spanien nennen. Aber ein Muss ist der Titel nur für Brasilien. Das ist dort bei einer WM im eigenen Land einfach in der Kultur drin. Aber wir alle haben natürlich die Hoffnung, dass Deutschland ganz vorne dabei sein wird."

Die Entwicklung in seinem Heimatland bezeichnete Klinsmann als "fantastisch und toll. Sowohl bei der Nationalmannschaft, wo ich immer mitfiebere, als auch im Vereinfußball. Ein deutsches Champions-League-Finale war fantastisch, und das Spiel war super. Und ich merke überall auf der Welt, dass der deutsche Fußball einen wahnsinnig hohen Stellenwert hat." Löw habe in seinem Kader "eine Tiefe an guten, an jungen und hungrigen Spielern, um die uns alle beneiden. Natürlich auch wir hier in den USA."

Johnson dabei, Williams fraglich

Klinsmann kann auf den Hoffenheimer Bundesliga-Profi Fabian Johnson bauen. Hinter dem Einsatz von dessen Klubkollegen Daniel Williams steht jedoch noch ein kleines Fragezeichen.

Bzgl. einer Rückkehr nach Deutschland im Laufe seiner Karriere sagte er zurückhaltend: "Bei mir ist alles sehr familienorientiert. Und meine Familie fühlt sich nach dem Jahr in München wieder unheimlich wohl in Kalifornien."

Ballack war ein Klasse-Capitano

Ex-Nationalspieler Michael Ballack hat Klinsmann vor dessen Abschiedsspiel am Mittwoch in Leipzig in den höchsten Tönen gelobt. "Ich wäre wahnsinnig gerne dabei gewesen", sagte der US-Coach am Freitag in Washington, wo er am Sonntag auf Deutschland trifft: "Weil Michael derjenige war, der das Sommermärchen ganz ganz entscheidend mitgeprägt hat. Er war ein Weltklassespieler, eine tolle Persönlichkeit, meine rechte Hand und ein Klasse-Capitano."

Deshalb freut sich Klinsmann, "dass er sich mit Stil und einem Abschiedsspiel verabschiedet und nicht leise von der Bühne geht. Ich wünsche ihm einen Super-Abschied und nur das Allerbeste für seine nächsten Schritte der Karriere nach der Karriere."

Jürgen Klinsmann im Steckbrief

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