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Fussball

Felipe Melo von Selecao-Fans bedroht

SID
Felipe Melo (l.) bestritt bisher 21 Spiele für die Selecao
© Getty

Brasiliens Felipe Melo ist nach dem Viertelfinal-Aus von Fans der Selecao attackiert worden. Nach seinem Eigentor zum 1:1 flog der Mittelfeldspieler später auch noch vom Platz.

Brasiliens Pechvogel Felipe Melo ist direkt im Anschluss an das Viertelfinal-Aus bei der WM gegen die Niederlande (1:2) von Fans der Selecao attackiert worden.

Der Mittelfeldspieler, der per Eigentor den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich verursacht hatte (68.) und nur fünf Minuten später wegen Nachtretens gegen Arjen Robben vom Platz gestellt worden war, musste sich auf dem Weg in den Spielertunnel übelste Beschimpfungen anhören. Die Polizei konnte die aufgebrachten Anhänger gerade noch abdrängen.

Doch der 26-jährige Felipe Melo vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin wollte trotz seines Eigentores und der Roten Karte die Schuld an der Niederlage nicht alleine tragen.

Melo hält Platzverweis für ungerechtfertigt

"Ich bin nicht der Alleinschuldige, wir sind eine Gruppe. Ich habe meinen Anteil an der Schuld, wie jeder andere auch. Wir haben zusammen versagt", sagte Melo.

Selbst den berechtigten Platzverweis nach seinem Tritt gegen Robben bezeichnete Felipe Melo als ungerechtfertigt: "Bei der Aktion hat der Schiedsrichter gemeint, dass es eine Rote Karte war. Aber ich habe ihn nicht ins Gesicht geschlagen oder auf ihn gespuckt. Ich musste auf den Ball treten, um ihn aus Robbens Füßen zu schlagen."

Ronaldo wettert per Twitter

Trotz aller Ausflüchte kann sich Melo aber einen gemütlichen Urlaub in seiner brasilianischen Heimat wohl vorerst abschminken. "Felipe Melo sollte seine Ferien besser nicht in Brasilien verbringen", schrieb WM-Rekordtorschütze Ronaldo auf seinem Twitter-Account.

Für die Selecao bedeutete die Unbeherrschtheit des Mittelfeldspielers im Viertelfinale gegen die Niederlande den Todesstoß. "Es sollte nicht sein. Felipe Melo zerstört das brasilianische Fest", schrieb O Globo: "Es war die Chronik eines angekündigten Todes."

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