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Fussball

WM in Katar - Ronald de Boer relativiert Todeszahlen: "Das ist völliger Blödsinn"

Von Maximilian Lotz
Ronald de Boer bestritt 67 Länderspiele für die Niederlande.

Der frühere niederländische Nationalspieler Ronald de Boer hat die Todeszahlen auf den WM-Baustellen im umstrittenen Gastgeberland Katar relativiert und damit für einen Eklat gesorgt.

In der Talkshow "Jinek" beim niederländischen Fernsehsender RTL sagte de Boer in Bezug auf die vom Guardian Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Zahlen von 6500 Toten: "Das ist wirklich völliger Blödsinn. Sie haben alle Menschen aus diesen zehn Jahren in einen Topf geworfen. Das wird den Menschen nicht gerecht. Es sterben Menschen. Egal wie traurig. Aber sie geben einem das Gefühl, dass die Leute von der Hitze des Stadions erschlagen werden."

Die WM-Vergabe nach Katar ist wegen der Menschenrechtslage vor Ort umstritten. Laut Angaben von Amnesty International sollen bis Ende vergangenen Jahres bis zu 15.000 Gastarbeiter gestorben seien. Die Umstände seien bei einem Großteil der Todesfälle ungeklärt, hieß es.

"Darauf möchte ich nicht eingehen", führte de Boer, der als WM-Botschafter tätig ist und seine Karriere nach erfolgreichen Jahren bei Ajax und dem FC Barcelona ausgerechnet in Katar hatte ausklingen lassen, in der Talksendung weiter aus: "Da gibt ein Wort das andere. Es wird alles in einen Topf geworfen. Von der Lehrerin über die Reinigungskraft bis hin zum Bauarbeiter. Das ist der Stoff, aus dem diese Zahlen gemacht sind."

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