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Fussball

Australien fordert hohe Entschädigung

Von Stefan Petri
FFA-Präsident Frank Lowy und Lucas Neill (r.) hätten die WM 2022 gerne in Australien ausgerichtet
© getty

Der australische Fußballverband FFA hat vom Weltverband FIFA die Kosten für die WM-Bewerbung für 2022 zurückgefordert. Grund: Die voraussichtliche Verschiebung des Turniers in die Wintermonate. Australien habe sich dagegen für ein Turnier im üblichen Zeitfenster im Sommer beworben.

Durch die hohen Temperaturen macht eine Weltmeisterschaft im Wüstenstaat Katar im Sommer wenig Sinn - das hat mittlerweile auch die FIFA eingesehen. Experten warnten aber offenbar nicht zu Unrecht vor einer Klagewelle, sollte der Weltverband den Termin in Eigenregie verschieben: Australien macht Ernst und hat nun die Kosten für die eigene WM-Bewerbung zurückgefordert.

Man habe sich unter den Voraussetzungen beworben, dass die WM wie üblich im Sommer gespielt werde, erklärte die FFA. Die FIFA solle "die Nationen, die viele Millionen und das nationale Prestige für ein Sommerturnier investiert hatten, auf eine gerechte und faire Art und Weise entschädigen", wenn die WM wirklich im Winter ausgetragen wird. Die Bewerbung der Aussies soll 30 Millionen Euro gekostet haben.

Konflikt mit anderen Ligen

"Australien hat in den Bewerbungsprozess viel investiert, die ganze Nation stand dahinter", erklärte der FFA-Vorsitzende Frank Lowy. " Man habe sich lange zurückgehalten, um nicht als schlechter Verlierer dazustehen - die Spekulationen um eine Verlegung hätten nun aber dazu geführt, an die Öffentlichkeit zu treten.

"Unsere Saison wird im australischen Sommer ausgetragen, um einem Konflikt mit anderen Ligen aus dem Weg zu gehen", so Lowy. In Australien erfreuen sich mit Australien Rugby und Aussie Rules Football Sportarten großer Beliebtheit, die im Winter die vorhandenen Stadien nutzen. "Wenn die WM nun mitten in unserer A-League-Saison ausgetragen wird, würde das unsere Meisterschaft beeinflussen, und zwar nicht nur 2022, sondern auch in den Spielzeiten davor und danach. Vereine, Investoren, TV-Sender, Spieler und Fans wären betroffen."

Lowy appellierte an den "Fair-Play-"Gedanken der FIFA. Zudem solle man mit einer Entscheidung über die Verlegung warten, bis die Ethik-Kommission ihre Untersuchungen abgeschlossen habe. Das Exekutivkomitee der FIFA tagt am 3. Oktober.

Die WM-Quali in Australien im Überblick

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