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Fussball

Frankreich liegt Ribery zu Füßen

SID
Franck Ribery war im WM-Quali-Spiel gegen Litauen der Matchwinner
© Getty

Die französischen Fußball-Fans liegen Franck Ribery zu Füßen und "L'Equipe" brachte es auf den Punkt: "Merci Francky" titelte die Sporttageszeitung.

Nach dem schwer erkämpften 1:0 (0:0)-Erfolg der Equipe Tricolore gegen Litauen, den Bayern Münchens Starspieler mit seinem Tor (75.) unter Dach und Fach gebracht hatte, liegt ihm ganz Frankreich zu Füßen.

Bereits vier Tage zuvor in Kaunas hatte Ribery beim 1:0-Erfolg des Weltmeisters von 1998 das Siegtor gegen die Balten erzielt. "Wir müssen eine große Mannschaft werden und Furcht einflößen. Dann werden wir Erfolg haben", erklärte das Bayern-Ass nach seinem neuerlichen Coup.

Ribery auch in Frankreich Publikumsliebling

Er hat im Alleingang Frankreich (10 Punkte) auf Platz zwei und damit wieder auf Schlagdistanz in der Gruppe 7 an Tabellenführer Serbien (12) herangebracht. In Frankreich mausert sich Ribery wie schon in München zum absoluten Publikumsliebling.

Der frühere Bayern-Profi, der französische Welt- und Europameister Bixente Lizarazu, erklärt das Phänomen so: "Franck erscheint in der französischen Nationalmannschaft, was die Publikumsgunst betrifft, wie ein UFO. Seine Spontaneität und Großzügigkeit geben den Fans etwas. Die neue Generation spricht nur in Worthülsen und öffnet sich nicht. Da ist Franck anders."

Ribery hatte schon vor den beiden Spielen keinen Zweifel gelassen: "Ich will zur WM nach Südafrika." Und er beließ es nicht bei Worten. Während seine Mitspieler in beiden Partien über Mittelmaß nicht hinauskamen, war Ribery, der inzwischen sieben Tore in der Nationalmannschaft erzielt hat (36 Einsätze), zweimal der Matchwinner.

Ribery bald Kapitän?

Die französische Nachrichtenagentur "AFP" überlegt bereits laut: "Wenn er so weitermacht, muss man darüber nachdenken, ihn bald zum Kapitän zu machen." Der heißt derzeit noch Thierry Henry und stand wieder im Schatten des Münchners.

Der französische Rekord-Torjäger Henry räumt ein: "Franck hat uns den Sieg in Kaunas und jetzt in Paris gesichert. Er spielt eine außerordentliche Saison, in der ihm alles gelingt. Umso besser für uns."

Bleibt noch ein Wunsch, den der nach wie vor umstrittene Trainer Raymond Domenech seinem wichtigsten Spieler nur hin und wieder erfüllt. Ribery möchte wie in München auf der linken Seite spielen, aber für seinen Geschmack zu häufig schiebt Domenech ihn aus taktischen Gründen nach rechts.

Frankreichs Gruppe 7 im Überblick

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