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SID
Zagreb, Hamburg, Olic,
© Getty

Zagreb - Der Hamburger SV hat sich von eisigen Temperaturen und heißblütigen Fans nicht aus dem Tritt bringen lassen und steht in der nächsten Runde des UEFA-Pokals.

Die Hanseaten gewannen durch späte Treffer von Nigel de Jong (87. Minute) und Piotr Trochowski (Foulelfmeter/90.+2) mit 2:0 (0:0) bei Dinamo Zagreb und lösten vorzeitig das Ticket für die K.o.-Phase des Europapokals.

Im mit etwa 20.000 Zuschauern gefüllten Maksimir-Stadion zeigte der HSV nach dem Bundesliga-Dämpfer gegen Werder Bremen wieder einen souveränen Auftritt und schaffte gegen den kroatischen Meister im dritten UEFA-Pokalspiel den dritten Sieg ohne Gegentreffer.

Am 20. Dezember genügt den Hamburgern im Heimspiel gegen den FC Basel ein Remis, um den Gruppensieg in der Gruppe D perfekt zu machen.

HSV kontrolliert das Spiel

In ihrem bereits 26. Pflichtspiel der Saison zeigten die Hamburger keine Müdigkeitserscheinungen und kontrollierten die Partie über fast die komplette Spielzeit.

Im defensiven Mittelfeld kümmerten sich David Jarolim, Nigel de Jong und Vincent Kompany abwechselnd um Zagrebs Supertalent Luka Modric und ließen ihn nicht zur Entfaltung kommen.

HSV-Trainer Huub Stevens hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:2 am Samstag in Bremen auf zwei Positionen verändert. Romeo Castelen kam für Piotr Trochowski in die erste Elf, Vincent Kompany ersetzte Guy Demel. "Wir müssen uns auf einen starken Gegner einstellen", begründete Stevens die Rochaden im dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen.

Zagreb sehr passiv

Der HSV spielte konzentriert, gewährte dem Gegner wenig Räume für Offensivaktionen und setzte auch das ersten Achtungszeichen. David Jarolim (18. Minute) traf mit einem Distanzschuss nur die Querlatte - der deutsche Dinamo-Schlussmann Georg Koch stand dabei etwas zu weit vor seinem Tor.

Kurz darauf konnte der frühere Bundesliga-Keeper den Ball gerade ins Toraus befördern, als Ivica Olic (23.) in seinem alten Heimatstadion zur Führung einköpfen wollte.

Die erstaunlich passiven Gastgeber hatten wenig aussichtsreiche Szenen: Ognjen Vukojevic versuchte sich zweimal vergeblich mit Fernschüssen (28./33.). In dieser Phase machten die Dinamo-Fans ihrem schlechten Ruf alle Ehre und feuerten zahlreiche Leuchtraketen in Richtung des von Frank Rost gehüteten HSV-Tores.

Der Schlussmann ließ sich jedoch nicht beeindrucken und parierte auch einen Freistoß von Bosko Balaban (44.) sicher. Auf der Gegenseite hatte zuvor Koch einige Mühe mit einem Schuss von Kompany (38.) gehabt.

Dinamo nach der Pause mutiger

Zagreb, in der Champions-League-Qualfikation im August an Werder Bremen gescheitert, verstärkte auch zu Beginn des zweiten Abschnitts seine Offensivbemühungen noch nicht wesentlich.

Dem HSV kam die brave Spielweise des kroatischen Champions gelegen. Joris Mathijsen (60.) hatte Pech, dass sein Kopfball am Pfosten landete. Koch tat sich beim Rettungsversuch an der Schulter weh, konnte die Partie aber fortsetzen.

Erst in den letzten 20 Minuten drückte Zagreb aufs Tempo. Die nun müden Hamburger wehrten sich aber beharrlich und kamen durch die Treffer von de Jong aus kurzer Distanz und dem eingewechselten Trochowski sogar noch zum Sieg.

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