Stuttgart - Mercedes-Benz-Arena

Von SPOX
Die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart hieß bis 2008 noch Gottlieb-Daimler-Stadion
© Imago

Am 23. Juli 1933 wurde die heutige Mercedes-Benz-Arena als Adolf-Hitler-Kampfbahn für das Deutsche Turnfest eröffnet. Lange Zeit auch Austragungsort von wichtigen Leichtathletik-Wettkämpfen, wird die Mercedes-Benz-Arena derzeit zu einem reinen Fußballstadion für 60.100 Zuschauer umgebaut.

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Besondere Fussballereignisse im Stadion

Mit dem VFB Stuttgart verbindet man schon seit Jahrzehnten eine Achterbahn der Gefühle. In den letzten zwanzig Jahren schwankte der Klub aus dem Schwabenländle mehrmals zwischen überraschender Meisterschaft und drohendem Abstieg. Entsprechend war die ehemals als Neckar- oder Gottlieb-Daimer-Stadion bekannte Mercedes-Benz-Arena Schauplatz vieler großer Momente. Erinnerungswürdig: Der sensationelle 2:1-Erfolg über Manchester United in der Champions-League Saison 2003/2004 oder der mehr als überraschende Meisterschafts-Titel drei Jahre später, der mit einem 2:1-Sieg am letzten Spieltag über Energie Cottbus besiegelt werden konnte. Zudem war Stuttgart Austragungsort des Spiels um Platz 3 der Weltmeisterschaft 2006, das Deutschland nach hochklassiger Vorstellung mit 3:1 gegen Portugal für sich entscheiden konnte.

Eröffnungsspiel

Mal ein wenig Abwechslung: In der Früh- und Entstehungsphase des Stuttgarter Stadions war nicht der Fußball die tonangebende Sportart, und auch die Eröffnungsveranstaltungen wurden nicht mit Deutschlands Volkssport Nummer Eins abgerundet. Stattdessen trug die unter dem Namen Adolf-Hitler-Kampfbahn bekannte Sportstätte zur Einweihung das 15. Deutsche Turnfest vom 26. bis 31. Juli 1933 aus.

Sonstige Veranstaltungen

Wie schon zuvor beschrieben, gastierten vor allem Turn- und Leichtathletik-Veranstaltungen viele Male in Stuttgart, darunter auch die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993. Zudem fand das Eurobowl-Finale im American Football zwischen 1994 und 1997 immer in der damals noch als Gottlieb-Daimer-Stadion bekannten Sportstätte statt.

Bauhistorie

Umbauten an der Stuttgarter Sportstätte waren seit der Eröffnung 1933 immer sehr eng mit Großveranstaltungen verknüpft. Die Fußball- und Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Jahre 1974 und 1993 hatten einen Neubau der Haupttribüne und die Installation des heute noch genutzten Membran-Daches zur Folge. Seit 2008 wird nun das nächste, große Bauvorhaben umgesetzt: Die bisher als Sportstadion bekannte Heimstätte des VfB Stuttgart soll nun vollends zum reinen Fußballstadion umfunktioniert werden. Der Württembergische Leichtathletikverband protestierte zwar gegen diesen Schritt, die Arbeiten zur endgültigen Umstrukturierung der Arena begannen trotzdem - am 18. Mai 2009 mit dem offiziellen Baggerbiss. Ende 2011 soll das neue Fußballstadion dann endgültig fertig gestellt sein.

Stadioneigenschaften

Momentan kann die volle Kapazität des Stadions nicht ausgeschöpft werden. Bis zum Beginn der Bauarbeiten im Mai 2009 konnte die Mercedes-Benz-Arena fast 56.000 Zuschauer beherbergen. Bei internationalen Auftritten des VfB Stuttgart oder der Nationalmannschaft verblieben immer noch knapp 53.000 nutzbare Sitzplätze. Im Zuge des Umbaus soll sich die Kapazität auf über 60.000 Zuschauerplätze erhöhen.

Gastronomie

Gutbürgerliche, schwäbische Küche - also Maultaschen oder Spätzle, mit allen Beilagen, die man sich vorstellen oder auch nicht vorstellen kann - dürfte es in den Kiosken im Stadion nicht unbedingt geben. Dafür sind die im ganzen Ländle beliebten Teigwaren dann doch etwas unpassend als Fingerfood. Für die hungrige Stadion-Kundschaft wird wohl eher auf die Fastfood-Dauerbrenner zurück gegriffen - Bratwurst und Pommes haben einfach in jedem Stadion Hochkonjunktur.

Standort-Besonderheiten

Wie eng die Stuttgarter Arena mit einem bekannten Automobil-Hersteller aus der Region verknüpft ist, erkennt man auch an der Lage des Stadions im östlichen Teil der Stadt - direkt neben dem Mercedes-Werk Untertürkheim, am Ufer des Neckar. Zahlreiche Bus- und Bahn-Linien halten in diesem kleinen sportlichen und wirtschaftlichen Ballungszentrum, was die Anreise über öffentliche Verkehrsmittel sinnvoll macht. Für Autofahrer ist der Weg zur nächst gelegenen Parkplatz nämlich relativ weit.

 

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