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Fussball

Real Madrid: Federico Valverde wird beim Supercup 2019 dank Platzverweis zum Matchwinner

Von Andreas Pfeffer
Federico Valverde wurde im Supercup 2019 durch einen Platzverweis zum Matchwinner.

Federico Valverde von Real Madrid wird im spanischen Superpokal 2019 zum Matchwinner - durch ein Foul, wozu ihn sein Kapitän aufforderte.

Es lief die 115. Spielminute des Finales um den spanischen Superpokal 2019. Tore hatten die Zuschauer vor Ort im saudi-arabischen Dschidda bis dahin noch nicht gesehen - viel deutete auf ein entscheidendes Elfmeterschießen zwischen den Stadtrivalen Real und Atletico Madrid hin.

Doch dann lief Atletico-Angreifer Alvaro Morata nach einem Pass in die Tiefe mutterseelenallein auf Real-Keeper Thibaut Courtois zu - verfolgt von drei Königlichen. Zum Abschluss und damit zum möglicherweise siegbringenden Tor kam Morata aber nicht. Federico Valverde sprintete in hohem Tempo hinter dem Spanier her und streckte Morata etwa 18 Meter vor dem Real-Tor brutal zu Boden - erst mit dem linken, danach noch mit dem rechten Fuß. Die klare Konsequenz: Rot für den Mittelfeldspieler aus Uruguay.

Es kam, wie es kommen musste: Atletico nutzte die gute Freistoßchance nicht, das Spiel ging ins Elfmeterschießen, welches Real mit 4:1 gewann. Als den Schlüssel zum Erfolg sahen die meisten Experten das taktische Foul von Valverde an.

Dem damals 21 Jahre alten Uruguayer war seine im Nachhinein von vielen gelobte Tat, für die er unglaublicherweise zum "Man of the Match" gewählt wurde, unangenehm. "Das war etwas, was man eigentlich nicht tun sollte, aber es war das Einzige, was ich tun konnte. Ich bin auch nicht stolz darauf und habe mich bei Morata entschuldigt", sagte Valverde.

Zuspruch erhielt er von niemand geringerem als Atletico-Trainer Diego Simeone, der zu seiner aktiven Zeit selbst für seine harte Spielweise bekannt war. "Es war die wichtigste Aktion des Spiels, Valverde hat das Finale für Real gewonnen. Ich habe ihm gesagt, dass das jeder getan hätte. Ich hätte es auch getan", sagte der Argentinier. Als Valverde den Platz verließ, klopfte ihm Simeone damals tröstend auf die Schulter.

Ramos zu Valverde: "Töte ihn"

Doch auch die ehrlichen Worte Simeones und die Wahl zum "Man of the Match" konnten Valverdes Stimmung nicht verbessern: "Ich werde die Worte, die Diego Simeone zu mir gesagt hat, immer in Ehren halten. Ich freue mich über den Sieg, aber nicht über den Tritt, den ich einem anderen Spieler verpasst habe. Ich wünschte, ich hätte ihn nur am Trikot gehalten."

Etwas später beschrieb Valverde die Situation, als er hinter dem enteilten Morata her sprintete genauer. "Ich habe aus der Distanz eine Stimme gehört, die mir zurief: 'Kill him' - es war Sergio Ramos", gestand Valverde.

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