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Fussball

Atletico-Star Luis Suarez rechnet mit FC Barcelona ab

Von SPOX
Luis Suarez ist bei Atletico in absoluter Top-Form.

Atletico Madrids Stürmerstar Luis Suarez hat sich zu seinem Abschied vom FC Barcelona im vergangenen Sommer geäußert und erklärt, warum der Start in Spaniens Hauptstadt trotz sportlich guter Leistungen auch schwer fällt.

"Was mich wirklich störte: Sie (Barcas Verantwortliche, d. Red.) sagten mir, ich sei alt und könne nicht mehr auf hohem Niveau spielen, nicht mehr Teil einer großen Mannschaft sein. Das hat mir nicht gefallen", sagte Suarez im Interview mit France Football. Nach sechs Jahren in Barcelona planten die Katalanen nicht mehr mit dem 34-jährigen Uruguayer und die Verantwortlichen machten ihm klar, dass er bei einem Verbleib kaum noch eine Rolle spielen würde.

"Wenn ich seit drei oder vier Jahren nichts mehr für Barca geleistet hätte, hätte ich es verstanden", betonte Suarez. "Aber ich erzielte jede Saison meine 20 Tore, hatte immer gute Statistiken und war die Nummer zwei hinter Leo (Messi, d. Red.)." Der Nationalspieler, der für Atleti bis dato in 24 Pflichtspielen 16 Tore erzielt hat, führte aus: "Es ist eine Sache, wenn man noch ein paar Jahre Vertrag hat und der Klub einen verkaufen will. Aber Barca hat einfach nur nicht mehr auf mich gezählt. Sie wollten mich nicht mehr. Ich habe ein Alter erreicht, in dem ich einen gewissen Respekt verdient habe."

Auch, weil er Barcelona beweisen wollte, dass er sehr wohl noch auf höchstem Level liefern kann, entschied er sich letztlich für einen Wechsel zu Atletico. "Mit all meinem Stolz sagte ich mir selbst daher, dass ich ihnen zeigen werde, wie wertvoll ich noch sein kann", erklärte Suarez. "Darum hat mich die Idee, zu Atletico zu gehen, zu einem wettbewerbsfähigen Team, sehr gereizt."

Nach all den Querelen in den letzten Wochen bei Barca war ihm klar, dass er einen Tapetenwechsel brauchen würde, betonte Suarez. Der Umzug nach Madrid sei allerdings keineswegs einfach: "Am härtesten ist es, wenn du mit deiner Familie sechs Jahre lang an einem Ort gelebt hast und sich dort alle wohl fühlen. Meinen Kindern, die ihre Freunde und ihr gewohntes Umfeld in Barcelona hatten, erklären zu müssen, dass wir umziehen, war das schwierigste. Noch dazu in Pandemie-Zeiten mit all den aktuellen Schwierigkeiten, vor allem im sozialen Kontakt mit den Menschen hier in Madrid. Das macht die Dinge noch komplizierter. Meine Kinder vermissen ihre Freunde und die Familie meiner Frau in Barcelona."

Dennoch versuche er, die positiven Aspekte des Transfers in den Vordergrund zu stellen: "Ich wäre nicht mehr glücklich gewesen, wo man mich nicht mehr wollte. Hier weiß meine Familie nun, dass ich glücklich bin und das ist die Hauptsache."

Suarez hatte für Barca von 2014 bis 2020 in 283 Pflichtspielen 195 Tore erzielt. Bei Atletico hat er bis Sommer 2022 unterschrieben, am Dienstag (21 Uhr live auf DAZN) trifft er mit den Colchoneros im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League auf den FC Chelsea.

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