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Fussball

Lionel Messi will Barca verlassen: Wohin wechselt der Superstar? Drei Optionen, drei Fragen

Von Oliver Maywurm
Wohin geht Lionel Messi nach seinem Abschied vom FC Barcelona?

Wechselt Lionel Messi zu Inter Mailand?

Lionel Messi: Was spricht für einen Wechsel zu Inter Mailand?

Inter hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erholt, kämpfte vergangene Saison mal wieder ernsthaft um die Meisterschaft. Teil dieses Projekts zu sein, könnte Messi reizen.

Vor allem wegen der Aussicht, möglicherweise Serienmeister Juventus Turin und seinen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo vom italienischen Thron zu stoßen. Und: Auch Inter gäbe Messi die Chance, in einer neuen Liga zu zeigen, dass er auch dort Tore am Fließband schießen kann.

Zudem ist Mailand eine attraktive Stadt, die Barcelona sicherlich ähnlicher wäre als zum Beispiel Manchester. "Er mag Italien sehr, Leo hat italienische Wurzeln", sagte Journalist Francesc Aguilar mal bei Radio Sportiva. Messis Mutter Celia Maria ist italienischer Abstammung, daher kommt auch sein zweiter Nachname Cuccitini.

Mit den steuerlichen Vorteilen in Italien brachte sein früherer Berater Josep Maria Minguella bei Cadena COPE noch einen weiteren möglichen Pluspunkt für einen Wechsel ins Gespräch. Und: Dass mit Javier Zanetti ein argentinischer Landsmann Inters Vize-Präsident ist, ist ebenfalls nicht zu verkennen. "Ein argentinischer Spieler hat wegen Zanetti bei einem Wechsel zu Inter beinahe das Gefühl, nach Hause zu kommen", sagte Jose Morais, in der Saison 2009/10 Co-Trainer bei Inter, einst gegenüber Stats Perform.

Lionel Messi zu Inter Mailand? Wie würde er in die Mannschaft passen?

Bei Inter stellte sich das Integrieren von Messi ob des etablierten und beinahe heiligen 3-5-2-Systems von Trainer Antonio Conte vermutlich am schwierigsten dar.

Viel hinge davon ab, ob Lautaro Martinez nun bei den Nerazzurri bleibt oder - vielleicht ja im Tausch mit Messi - nach Barcelona wechselt. Sollte er gehen, könnte Messi im Sturmduo mit Romelu Lukaku den Part des spielenden Angreifers übernehmen, der um den Belgier herum viel Freiraum hat. Ob das allerdings die klügste Einsatzmöglichkeit für einen Lionel Messi ist, sei mal dahingestellt.

Bleibt Martinez, könnte Messi den Zehner hinter den beiden Spitzen geben. Dafür müsste Conte dann aber seine gewohnte Formation aufweichen.

Lionel Messi: Was spricht gegen einen Wechsel zu Inter Mailand?

Lionel Messis ganz großer Traum, noch ein fünftes Mal die Champions League zu gewinnen, dürfte mit Inter in naher Zukunft nur schwer zu realisieren sein. In dieser Hinsicht bieten ihm PSG oder Manchester City mit Sicherheit die deutlich bessere Perspektive.

Wahrscheinlich nicht optimal für Messi ist indes der Trainer: Antonio Conte schätzt Messi zwar sehr, ist aber nicht unbedingt dafür bekannt, individuellen Ausnahmekönnern ein adäquates Zuhause zu geben. Vielmehr muss bei Conte vor allem eines gewährleistet sein: Jeder, wirklich jeder, ordnet sich dem Kollektiv unter, damit sein System funktioniert.

Außerdem gibt es bei Inter nicht derart enge Bezugspersonen, wie er sie in Paris mit Neymar oder Di Maria und in Manchester mit Guardiola oder Agüero vorfände. Neben Landsmann Martinez hat er aus dem aktuellen Inter-Kader nur zu Ex-Barca-Teamkollege Alexis Sanchez eine nähere Verbindung.

Und auch bei Inter gilt natürlich: Wie bei City und PSG spricht der finanzielle Aspekt eigentlich gegen eine Verpflichtung Messis, dessen Brutto-Gehalt bei Barca rund 71 Millionen Euro pro Jahr betragen soll.

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