Fussball

Spanischer Supercup: Deshalb werden die Spiele nicht im TV und Livestream übertragen

Von SPOX
Im vergangenen Jahr siegte der FC Barcelona und holte sich den Titel.
© getty

Heue Abend findet die erste von drei Partien des spanischen Supercups statt. Eine Möglichkeit, die Spiele im TV und Livestream zu verfolgen, wird es aber nicht geben. Warum das so ist, erklärt Euch SPOX.

Supercopa: Warum wird das Turnier nicht im TV und Livestream gezeigt?

Die Vergabe des Turniers an Saudi-Arabien löste eine Protestwelle aus, der sich auch viele TV-Sender und Streamingdienste anschlossen und kurzerhand ankündigten, die Spiele nicht übertragen zu wollen. Unter diesen ist auch der spanische offentlich-rechtliche TV-Sender TVE, der die Supercopa in den vergangenen Jahren stets ausgestrahlt hatte.

Als Begründung wurde angegeben, dass in Saudi-Arabien die Menschenrechte nicht respektiert werden. "Wir glauben, dass wir nicht für die Rechte auf einen Supercup bieten dürfen, der in einem Land ausgetragen wird, in dem die Menschenrechte nicht geachtet werden", sagte ein Sprecher des Senders.

Dementsprechend wird auch in Deutschland kein TV-Sender oder Streamingdienst eine der Begegnungen zeigen.

Spanien: Die Supercopa de Espana im SPOX-Liveticker

Wer den spanischen Supercup trotzdem mitverfolgen möchte, kann dies mit einem unserer Liveticker tun. Wir sind sowohl bei beiden Halbfinals, als auch beim Finale am Sonntag live mit dabei.

Die Begegnungen in der Übersicht

  • Halbfinals:
DatumTeam 1Team 2
08.01., 20 UhrFC ValenciaReal Madrid
09.01., 20 UhrFC BarcelonaAtletico Madrid
  • Finale:
DatumTeam 1Team 2
12.01., 19 UhrValencia/RealBarcelona/Atletico

Supercopa: Kritik am Turnier - nur wenige Tickets verkauft

Schon im Vorfeld hatte die Entscheidung, die dem spanischen Verbandes in den drei Jahren, in denen das Turnier an den Golfstaat vergeben wurde, immerhin 120 Millionen Euro einbringen solll, für reichlich Kritik gesorgt.

Der Präsident des spanischen Verbandes, Luis Rubiales, hat für die Kritik hingegen wenig Verständnis und wies stolz darauf hin, dass man sich für die Frauen im Land eingesetzt habe. Erst seit dem vorigen Jahr dürfen weibliche Fans im Königreich Fußballspiele im Stadion anschauen. Nun habe man erreicht, so Rubiales, dass Frauen gratis ins Stadion dürfen. "Mit Fußball kann man eine Gesellschaft verändern", hieß es in einer Mitteilung des Verbandes.

Dennoch scheint das Turnier nicht wirklich viele Schaulustige in die 62.000 Zuschauer fassenden König-Abdullah-Sports-City von Dschidda zu treiben. Bis Ende vergangener Woche waren nicht einmal zehn Prozent der Eintrittskarten für die Halbfinals zwischen Valencia und Real (heute ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) sowie zwischen Barca und Atlético (Donnerstag, ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) verkauft.

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