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Fussball

Spanien sucht das Supertalent

Die spanische Primera Division hat mehrere Top-Talente im Angebot

Theo Hernandez (Deportivo Alaves, Linksverteidiger, Jahrgang 1997)

Im Februar 2016 ging die Defensive der Rojiblancos regelrecht am Stock. Gegen Eibar bot Simeone eine zusammengeschusterte Viererkette auf und setzte auf der linken Seite auf den jungen Hernandez. Allerdings: Auf dem Platz stand Lucas Hernandez, auf der Bank saß Theo Hernandez.

Während ersterer inzwischen fester Bestandteil des rot-weißen Bollwerks ist, legt der Weg seines jüngeren Bruders einen kleinen Umweg ein. Nach mehreren Trainingseinheiten mit der ersten Mannschaft, entschied sich Atletico dazu, Theo Hernandez für die Saison 16/17 Spielpraxis in der Liga bei Aufsteiger Alaves zu verschaffen.

Dort soll der 18-jährige Franzose mit zum Klassenerhalt beitragen und somit ganz nebenbei auch gleich die typische Denkweise Simeones einatmen. Denn wenn der Trainer sagt: "Spiel jedes Spiel als ob es dein letztes wäre", dürfte der Abstiegskampf durchaus gute Schule sein.

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Die nötigen Voraussetzungen für eine triumphale Rückkehr hat Theo genauso wie Bruder Lucas. Beide können zwischen Links- und Innenverteidigung wechseln, sind technisch solide und physisch präsent. Theo bringt dazu einen merklichen Offensivdrang mit, schließt gerne selbst aus der Distanz ab oder schaltet sich bei Standards mit ein. Erreicht er das gleiche Level an Ruhe am Ball wie sein Bruder, hat Atletico vieles richtig gemacht.

Diogo Jota (Atletico Madrid, Flügelstürmer, Jahrgang 1996)

Von einem Leihspieler Atleticos zu einem Neuzugang Atleticos. Die Rojiblancos trennten sich im Sommer vom unzufriedenen Luciano Vietto und holten sich mit Diogo Jota einen nicht unähnlichen Spielertyp ins Haus. Der junge Portugiese fühlt sich nominell am linken Flügel am wohlsten, überzeugte für Pacos de Ferreira allerdings auch über rechts oder etwas mehr im Zentrum.

Die sieben Millionen Euro investierte man dabei allerdings nicht nur in einen Kreativspieler, sondern auch in einen Knipser. Jota bringt einen herausragenden rechten Fuß ebenso mit wie ein gutes Auge und Stellungsspiel. Er setzt seine Läufe gekonnt ein, um sich Vorteile am Ball zu verschaffen und kleinere technische Mängel in Ballannahme und Behauptung zu übertünchen.

Zwölf Tore und sieben Assists in 31 Spielen der letzten Saison scheinen Diego Simeone von einem Kauf überzeugt zu haben. Obwohl weder Benfica, Sporting noch Porto ihre Finger im Spiel hatten, ist Jota mit Sicherheit eines der größten Talente im portugiesischen Fußball.

Somit ist seine Zielsetzung vielleicht durchaus ambitioniert, aber auch nicht einfach zu ignorieren: "Ich mag es, Griezmann zuzuschauen. Ich glaube, ich kann ähnliche Dinge wie er, auch körperlich sind wir uns ähnlich." Doch Griezmann ist jung und verlängerte kürzlich seinen Vertrag. Einfach wird es nicht: "Ich habe jetzt eine Feuertaufe."

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