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Fussball

Die Mär vom neuen Barca-Style

Zwei Schlüsselspieler und der neue Barca-Architekt: Andres Iniesta, Neymar und Tata Martino (v.l.)
© getty

Das Defensivverhalten

Ein zentraler Punkt in Martinos Philosophie ist die Präsenz seiner Spieler in der gegnerischen Hälfte. "Das Geschehen soll sich vor dem Tor unseres Gegners abspielen. Es sollen sich möglichst viele Spieler in der Hälfte unseres Kontrahenten aufhalten", sagte der Barca-Coach vor seinem Amtsantritt.

Eine Veränderung betrifft daher das Verhalten bei gegnerischem Ballbesitz: Barca geht in dieser Saison vermehrt ins Pressing, vor allem dann, wenn sich der Gegner im Aufbau für den Pass auf eine der beiden Seiten entscheidet. In diesem Fall gehen die Flügelspieler oder ein Spieler auf den Halbpositionen (z. B. Iniesta) den ballführenden Außenverteidiger an, der Rest rückt im Block nach vorne. So sollen unkontrollierte Bälle aus der gegnerischen Viererkette provoziert werden.

Auch die Rückwärtsbewegung geschieht im Kollektiv, wobei konsequent Jagd auf den Ball gemacht wird. Dadurch verlieren die Barca-Spieler mitunter den Blick für das Schließen des freien Raums. Und dann ist Barca zu knacken (siehe Rayos Angriff in der Diashow).

Barca kann aber auch anders verteidigen: kompakt und abwartend. Dann wird ein 4-1-4-1 gebildet, indem sich die Flügelspieler auf die Höhe der zentralen Mittelfeldspieler zurückziehen. Die gesamte Barca-Mannschaft verschiebt im Kollektiv ballorientiert, der Sechser hält die Abstände zur Mittelfeldkette vor ihm.

Teil 1: Der Spielaufbau

Teil 2: Das Defensivverhalten

Teil 3: Neymars Rolle

Teil 4: Es lebe das Tiki-Taka!

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