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Fussball

Magischer Özil lässt Türkei zittern

SID
Mesut Özil (l.) traf gegen Deportivo La Coruna zum ersten Mal für Real Madrid
© Getty

Nationalspieler Mesut Özil hat sich mit seinem ersten Tor für Real Madrid auf das am Freitag anstehende EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei eingestimmt. Seine Leistung beim 6:1 gegen Deportivo La Coruna brachte Spanien zum Schwärmen - und das Land seiner Vorfahren zum Zittern.

Erstes Tor für Real Madrid, Lob von Trainer Jose Mourinho, stehend dargebrachte Ovationen der Fans: DFB-Regisseur Mesut Özil hat rechtzeitig zum EM-Qualifikationsspiel am Freitag in Berlin gegen die Türkei Galaform erreicht.

Beim 6:1 (3:0) der Königlichen am Sonntagabend gegen Deportivo La Coruna brachte der 21-Jährige seine Kritiker zum Schweigen - und das Land seiner Vorfahren zum Zittern. "Özil hat für die magischen Momente gesorgt", schrieb die spanische Sporttageszeitung Sport voller Bewunderung.

"Ich bin sehr glücklich, dass ich mein erstes Tor für Real erzielt habe. Wir haben gut nach vorn gespielt und hätten sogar noch höher gewinnen können. Aber 6:1 ist ein gutes Ergebnis. Man merkt, dass wir uns mit jeder Trainingseinheit verbessern", sagte Özil, der gegen den überforderten Gegner das zwischenzeitliche 2:0 erzielt hatte.

Bei Auswechslung von den Fans gefeiert

Bei seiner Auswechslung in der 69. Minute wurde der frühere Bremer von den Real-Anhänger überschwänglich gefeiert. "Sie waren wohl zufrieden", meinte Özil.

Am Montag setzte sich der Jubelsturm über die Leistung des Spielmachers auch in den spanischen Medien fort. Die Zeitungen AS und Marca gaben Özil jeweils Bestnoten.

"Özil verschönert das Spiel von Real. Seine Präzision beim letzten Pass ist einfach wunderbar", schrieb "AS". Marca erklärte den Deutschen neben Cristiano Ronaldo, dem Özil das 1:0 per Ecke aufgelegt hatte, Gonzalo Higuain und Angel Di Maria gar zum Kreis der "Unantastbaren". Sami Khedira wurde hingegen nach 45 Minuten ausgewechselt.

Ein Assist und ein Tor gegen La Coruna

Viel wichtiger als das Lob der Presse dürfte Özil aber das Urteil seines Trainers sein.

"Sein Spiel hat mir gefallen. Die Fans lieben ihn und er fühlt sich bei mir sehr wohl. Özil hat einen wichtigen Schritt gemacht. Ich habe ihm sehr viele Freiheiten gegeben, damit er sich möglichst viel an unserem Umbauprozess beteiligen kann", urteilte Mourinho, der seinen Regisseur unter der Woche in der Champions League beim AJ Auxerre noch zu Spielbeginn auf der Bank gelassen hatte.

Doch schon gegen die Franzosen war Özil am Ende doch maßgeblich am 1:0-Sieg beteiligt und hatte den Siegtreffer von Di Maria stark vorbereitet. Gegen La Coruna folgte nun eine weitere Steigerung.

"Nach seinen Vorlagen kommen jetzt seine Tore. Özil bewegt sich mit Leichtigkeit und Klasse. Er zeigt sich momentan von seiner besten Seite", schrieb Marca und belegte das Lob auch statistisch. Von 47 Özil-Pässen erhielten 41 das Prädikat "gut". El Pais bezeichnete den Regisseur fast folgerichtig als "Strippenzieher einer großartigen Mannschaft".

Mourinho: Özil ist unentbehrlich

Mourinho wollte die Euphorie um sein Juwel jedoch nicht zu groß werden lassen. "Özil muss bei uns mehr arbeiten als in Deutschland. So lange seine Kraft reicht, ist er für uns unentbehrlich. Spiele über 90 Minuten sind aber noch sehr hart für ihn", meinte der Portugiese und erwartet noch mehr von seinem Schützling: "Er wird sein Optimum erst noch erreichen."

Bundestrainer Joachim Löw dürfte hingegen schon zufrieden sein, wenn Özil am Freitag seine Leistung vom Wochenende wiederholen kann. Dass es dann ausgerechnet gegen die Türkei geht, will der gebürtige Gelsenkirchener nicht überbewerten.

"Es ist ein Fußballspiel, es geht um drei Punkte auf dem Weg zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine", sagte Özil dem Nachrichtenmagazin Focus und ließ es dabei bewenden. Der Magier will einfach nur zaubern.

Primera Division: Standing Ovations für Mesut Özil

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