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Fussball

Real nutzt Barca-Schwäche - 1:0 gegen Murcia

SID
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© Getty

Madrid - Trainer Bernd Schuster hat mit Real Madrid den Ausrutscher des FC Barcelona genutzt: Auf dem Weg zum 31. spanischen Meistertitel bauten die "Königlichen" den Vorsprung auf den Erzrivalen auf neun Punkte aus.

Die Königlichen bezwangen trotz mehr als einstündiger Unterzahl vor heimischer Kulisse Real Murcia mit 1:0. Barcelona war am Vortag nicht über ein 2:2 bei Recreativo de Huelva hinausgekommen.

Den entscheidenden Treffer für Madrid erzielte der herausragende Wesley Sneijder in der 59. Minute mit seinem achten Saisontreffer. Zu diesem Zeitpunkt agierte die Schuster-Mannschaft bereits rund vierzig Minuten mit einem Spieler weniger. Denn in der 20. Minute hatte Miguel Torres wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte gesehen.

"Es war sicher nicht einfach, mit einem Mann weniger die meiste Zeit zu spielen", meinte Madrids Kapitän Raul: "Es war ein wirklich wichtiger Sieg für uns." In der Tabelle verteidigte Madrid sechs Spieltage vor Schluss der Primera Division mit nunmehr 69 Punkten klar die Führung. Barcelona holte bislang 60 Zähler.

Valencia rutscht in die Abstiegszone 

Der FC Valencia verpatzte unterdessen seine Generalprobe für das Endspiel des spanischen Fußballpokals. Das Team des deutschen Nationaltorwarts Timo Hildebrand erlitt vier Tage vor dem Pokalfinale gegen den FC Getafe eine 1:2-Heimpleite gegen Racing Santander. Damit gehören die Valencianer, die zu Saisonbeginn als Titelanwärter angetreten waren, nun zu den Abstiegskandidaten.

"Nicht einmal ein Pokalsieg kann dieses Team noch retten", meinte die Sportzeitung "Marca". Das Konkurrenzblatt "As" gab Hildebrand die schlechteste zu vergebende Note. Das Publikum im Mestalla-Stadion hatte am Vorabend lautstark die Entlassung von Trainer Ronald Koeman gefordert. Der Niederländer denkt jedoch nicht an einen Rücktritt.

"Ich gehöre nicht zu denen, die weglaufen", sagte der Coach. Er machte für die Schlappe einen Linienrichter verantwortlich, der bei Santanders Siegtreffer durch Mohammed Tchité (83. Minute) eine Abseitsstellung des Torschützen nicht angezeigt hatte.

"Todesurteil" für Barca

Der FC Barcelona wurde bei seinem 2:2 bei Recreativo de Huelva Opfer eines Linienrichter-Irrtums. Auf Hinweis seines Assistenten hatte der Schiedsrichter Huelvas Ausgleichstreffer zum 1:1 anerkannt, obwohl der Ball die Torlinie nicht überschritten hatte.

Mit dem Remis verspielte Barça sechs Spieltage vor Saisonschluss wohl die letzte Chance auf einen Titelgewinn. "Die Pleite von Huelva ist wie ein Todesurteil", meinte das Fachblatt "Sport". Samuel Eto'o (1./46.) hatte die Katalanen zweimal in Führung gebracht, aber Marco Rubén (41./71.) glich beide Male aus.

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