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Fussball

"Ich war immer für die Mannschaft da"

Von Matthias Faidt
Zdravko Kuzmanovic stand in der laufenden Spielzeit in 14 Pflichtspielen für Inter auf dem Feld
© getty

Zdravko Kuzmanovic hat den Sprung aus der Bundesliga zu einem Topklub in Italien gewagt und wird für Inter Mailand immer wichtiger. Der Serbe sprach mit SPOX über seinen Klub im Umbruch, die Durststrecke der Serie A und turbulente Zeiten beim VfB Stuttgart.

SPOX: Herr Kuzmanovic, nach den Stationen Florenz und Stuttgart sind Sie wieder in die Serie A zurückgekehrt. Wie kam das zustande?

Zdravko Kuzmanovic: Nach meiner Zeit bei der Fiorentina hat mich die Bundesliga sehr gereizt, dort wollte ich unbedingt einmal spielen. In Stuttgart habe ich mich sehr wohl gefühlt, auch wenn es am Ende nicht mehr so optimal lief. Als das Angebot von Inter Mailand kam, konnte ich es nicht ausschlagen. Es war ein großer Schritt für mich zu einem Riesen-Verein, in dem es fast nur Topspieler gibt.

SPOX: Was begeistert Sie an ihrem neuen Verein am meisten?

Kuzmanovic: Sie achten sehr auf die Spieler und unterstützen uns auch in schwierigen Momenten. Der Verein steht eine Stufe höher als alle anderen Klubs, bei denen ich bislang war. Schon nach dem Triple 2010 unter Mourinho war es ein Traum für mich, für Inter zu spielen. Es ist immer noch ein Traum, hier zu sein - obwohl er jetzt Realität ist. Man spielt mit Weltklasse-Spielern wie Diego Milito, Javier Zanetti oder Walter Samuel. Das ist natürlich nicht immer einfach, aber bis jetzt ist es eine sehr gute Erfahrung. Man muss Geduld haben und kämpfen, um sich durchzusetzen.

SPOX: Der Trend im Kader bei den Nerazzurri geht Richtung Verjüngung. Wie wichtig ist die Ruhe im Umfeld in dieser Phase des Umbruchs?

Kuzmanovic: Sehr wichtig, weil man so einfacher arbeiten kann. Man spürt die Wichtigkeit der älteren Spieler, die den Jungen bei der Integration helfen. Klar ist aber auch: Inter ist ein großer Verein und die Resultate müssen stimmen. Wenn das nicht der Fall ist, knallt es hier schneller als in anderen, kleineren Vereinen.

SPOX: Auch Sie kann man inzwischen zur erfahrenen Riege zählen. Wie können Sie persönlich Ihren jungen Teamkollegen weiterhelfen?

Kuzmanovic: Klar habe ich auch schon Erfahrung, aber auch ich mache hier eine komplett neue Situation durch. Wenn man in jungen Jahren zu einem Klub mit einer so großen Konkurrenz-Situation wie Inter kommt, muss man ruhig bleiben und hart arbeiten. Wenn man immer spielen will, sollte man es vielleicht in einem anderen Verein probieren.

SPOX: Ihr Coach Walter Mazzari hat beim SSC Neapel mit Marek Hamsik und Gökhan zwei zentrale Mittelfeldspieler zu Weltklasse-Akteuren geformt. Hat er auch Sie schon besser gemacht?

Kuzmanovic: Das kann man schon sagen. Ich spiele jetzt vor der Abwehr, das liegt mir mehr. Ich habe mit Esteban Cambiasso einen anderen Spieler mit Weltformat vor mir, von dem ich auch lernen kann. Ich schaue mir viel von ihm ab.

SPOX: Wie weit ist Inter in seiner Entwicklung und dem Umbruch?

Kuzmanovic: Das alles braucht Zeit und Geduld von allen Seiten. Die wird aber auch nicht über die Maßen da sein. Die Fans erwarten Resultate. Momentan liegen wir auf einem Europapokal-Platz, wenn wir gegen die kleineren Mannschaften nicht so viele Punkte liegen gelassen hätten, wäre sogar mehr drin gewesen.

SPOX: Im Sommer stößt Nemanja Vidic von Manchester United zum Team. Sie kennen ihn bereits aus der Nationalmannschaft. Wie wichtig war diese Verpflichtung?

Kuzmanovic: Er ist ein sehr guter Spieler. Man kann auch nicht nur mit jungen Spielern agieren, sondern braucht eine gesunde Mischung mit erfahrenen Akteuren, die die Mannschaft stabilisieren. Vidic ist ein Topspieler, der sein Niveau bei den Red Devils über Jahre gezeigt hat. Er wird uns sehr helfen.

Seite 1: Umbruch bei Inter, Vorfreude auf Vidic

Seite 2: Die Begegnung mit Thohir und das Stuttgarter Trainer-Problem

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