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Messi, Gerrard & Pirlo: 9 Stars, die Abramovich nicht bekam

 
Roman Abramovich investierte viel Geld in den FC Chelsea. Er holte Top-Stars, erneuerte einen gesamten Klub und feierte große Erfolge. Doch alle Wünsche des Russen wurden nicht erfüllt. SPOX zeigt die Spieler, die Abramovich nicht bekam.
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Roman Abramovich investierte viel Geld in den FC Chelsea. Er holte Top-Stars, erneuerte einen gesamten Klub und feierte große Erfolge. Doch alle Wünsche des Russen wurden nicht erfüllt. SPOX zeigt die Spieler, die Abramovich nicht bekam.
Der große Chelsea-Wahnsinn begann im Sommer 2003 mit dem Einkauf des damals 18-jährigen Glen Johnson. Allein in den ersten zehn Jahren soll Abramovich rund zwei Milliarden Euro für Spieler und Gehälter ausgegeben haben.
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Der große Chelsea-Wahnsinn begann im Sommer 2003 mit dem Einkauf des damals 18-jährigen Glen Johnson. Allein in den ersten zehn Jahren soll Abramovich rund zwei Milliarden Euro für Spieler und Gehälter ausgegeben haben.
Direkt im ersten Transferfenster wurden elf Spieler für 144 Millionen Euro geholt. Darunter Topstars wie Makelele, Crespo und Veron. Über die Jahre folgten Robben, Drogba, Carvalho, Essien, Shevchenko ... Doch alle bekam er nicht.
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Direkt im ersten Transferfenster wurden elf Spieler für 144 Millionen Euro geholt. Darunter Topstars wie Makelele, Crespo und Veron. Über die Jahre folgten Robben, Drogba, Carvalho, Essien, Shevchenko ... Doch alle bekam er nicht.
ALESSANDRO NESTA: Kurz nach dem Einstieg Abramovichs buhlten die Londoner intensiv um den italienischen Innenverteidiger. Mit 42 Millionen Euro Ablöse sollte er zum teuersten Verteidiger aller Zeiten werden, doch die Anfrage kam ungelegen.
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ALESSANDRO NESTA: Kurz nach dem Einstieg Abramovichs buhlten die Londoner intensiv um den italienischen Innenverteidiger. Mit 42 Millionen Euro Ablöse sollte er zum teuersten Verteidiger aller Zeiten werden, doch die Anfrage kam ungelegen.
Nesta war erst im Sommer zuvor zu Milan gewechselt und gewann auf Anhieb die Champions League. Der Rest ist Geschichte: Nesta blieb noch zehn weitere Jahre und wurde Milan-Legende. Chelsea holte 2004 stattdessen Carvalho und wurde Meister.
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Nesta war erst im Sommer zuvor zu Milan gewechselt und gewann auf Anhieb die Champions League. Der Rest ist Geschichte: Nesta blieb noch zehn weitere Jahre und wurde Milan-Legende. Chelsea holte 2004 stattdessen Carvalho und wurde Meister.
STEVEN GERRARD: Der frischgebackene Champions-League-Sieger sollte beim FC Liverpool vorzeitig verlängern, doch "nur" zwei Jahre und "nur" 120.000 Pfund erschienen ihm zu wenig, schrieb Gerrard später in seiner Kolumne.
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STEVEN GERRARD: Der frischgebackene Champions-League-Sieger sollte beim FC Liverpool vorzeitig verlängern, doch "nur" zwei Jahre und "nur" 120.000 Pfund erschienen ihm zu wenig, schrieb Gerrard später in seiner Kolumne.
Liverpool verkündete die Verhandlungen für gescheitert, die Klub-Bosse nahmen sogar öffentlich Abschied. Chelsea verdrehte Gerrard den Kopf, vor lauter Anspannung nahm er "Paracetamol wie Smarties", schrieb er später.
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Liverpool verkündete die Verhandlungen für gescheitert, die Klub-Bosse nahmen sogar öffentlich Abschied. Chelsea verdrehte Gerrard den Kopf, vor lauter Anspannung nahm er "Paracetamol wie Smarties", schrieb er später.
Doch die Reaktionen der Fans und seine Verbundenheit zum Klub führten zum Umdenken. Mitten in der Nacht rief Gerrard seinen Berater an und ließ ausrichten, dass er doch bleiben wolle. Während Chelsea Titel holte, gewann Gerrard keinen einzigen mehr.
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Doch die Reaktionen der Fans und seine Verbundenheit zum Klub führten zum Umdenken. Mitten in der Nacht rief Gerrard seinen Berater an und ließ ausrichten, dass er doch bleiben wolle. Während Chelsea Titel holte, gewann Gerrard keinen einzigen mehr.
RONALDINHO: Sein Last-Second Wechsel von Paris nach Barcelona statt Manchester ist bekannt. Doch Chelsea war im Sommer 2003 ebenfalls hinter ihm her. Das gab er später selbst zu.
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RONALDINHO: Sein Last-Second Wechsel von Paris nach Barcelona statt Manchester ist bekannt. Doch Chelsea war im Sommer 2003 ebenfalls hinter ihm her. Das gab er später selbst zu.
2007 klopften Abramovich und Co. noch einmal bei Ronaldinho an, nachdem er für Barca in 49 Spielen an 38 Toren beteiligt war. Doch erneut lehnte der Brasilianer ab. Stattdessen ging er ein Jahr später nach Mailand und Chelsea holte Florent Malouda.
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2007 klopften Abramovich und Co. noch einmal bei Ronaldinho an, nachdem er für Barca in 49 Spielen an 38 Toren beteiligt war. Doch erneut lehnte der Brasilianer ab. Stattdessen ging er ein Jahr später nach Mailand und Chelsea holte Florent Malouda.
ROBERTO CARLOS: Wer würde besser nach London passen als ein Galactico. Mit 34 zwar sicher schon etwas alt, aber für die Premier League schillernd genug. Chelsea saß mit dem Brasilianer 2007 am Tisch und verhandelte.
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ROBERTO CARLOS: Wer würde besser nach London passen als ein Galactico. Mit 34 zwar sicher schon etwas alt, aber für die Premier League schillernd genug. Chelsea saß mit dem Brasilianer 2007 am Tisch und verhandelte.
"Mit Chelsea war es schon fast fix. Alles war schon vereinbart worden, ich musste nur noch hin und unterschreiben", erinnerte sich der Brasilianer. Doch dann ging alles schief, "es gab ein Problem mit einem Anwalt", sagte er und wechselte nach Istanbul.
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"Mit Chelsea war es schon fast fix. Alles war schon vereinbart worden, ich musste nur noch hin und unterschreiben", erinnerte sich der Brasilianer. Doch dann ging alles schief, "es gab ein Problem mit einem Anwalt", sagte er und wechselte nach Istanbul.
KAKA: Und dann wackelte 2008 plötzlich ein Weltrekord! 94 Millionen Euro machte Abramovich für den Weltfußballer locker, mit Chelsea-Trainer und Landsmann Felipe Scolari soll für Kaka alles gestimmt haben.
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KAKA: Und dann wackelte 2008 plötzlich ein Weltrekord! 94 Millionen Euro machte Abramovich für den Weltfußballer locker, mit Chelsea-Trainer und Landsmann Felipe Scolari soll für Kaka alles gestimmt haben.
Doch Milan-Coach Carlo Ancelotti - der übrigens ein Jahr später zu Chelsea wechselte - wollte seinen wichtigsten Spieler unbedingt halten. Milan verkaufte nicht und ließ Kaka stattdessen ein Jahr später für rund 67 Millionen Richtung Madrid ziehen.
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Doch Milan-Coach Carlo Ancelotti - der übrigens ein Jahr später zu Chelsea wechselte - wollte seinen wichtigsten Spieler unbedingt halten. Milan verkaufte nicht und ließ Kaka stattdessen ein Jahr später für rund 67 Millionen Richtung Madrid ziehen.
ANDREA PIRLO: Bleiben wir kurz bei Carlo Ancelotti. Der konnte nämlich seinen Mittelfeldstrategen beinahe von Milan mitnehmen. "Carlo war meine Motivation, nach London zu gehen", gab Pirlo später zu, doch diesmal stellte sich der Klub quer.
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ANDREA PIRLO: Bleiben wir kurz bei Carlo Ancelotti. Der konnte nämlich seinen Mittelfeldstrategen beinahe von Milan mitnehmen. "Carlo war meine Motivation, nach London zu gehen", gab Pirlo später zu, doch diesmal stellte sich der Klub quer.
Die strenge Vereinspolitik bei der Verpflichtung von Spielern, die älter als 30 Jahre sind, erwies sich damals als entscheidender Stolperstein. Chelsea lehnte den 30-jährigen Weltmeister ab.
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Die strenge Vereinspolitik bei der Verpflichtung von Spielern, die älter als 30 Jahre sind, erwies sich damals als entscheidender Stolperstein. Chelsea lehnte den 30-jährigen Weltmeister ab.
NEYMAR: Anstelle eines Superstars kramten Abramovichs Gehilfen 2010 plötzlich einen brasilianischen Teenager aus Santos aus ihren Akten. "Sie haben ein Angebot gemacht, wir haben es geprüft, aber wir haben das nicht entschieden", erzählte sein Berater.
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NEYMAR: Anstelle eines Superstars kramten Abramovichs Gehilfen 2010 plötzlich einen brasilianischen Teenager aus Santos aus ihren Akten. "Sie haben ein Angebot gemacht, wir haben es geprüft, aber wir haben das nicht entschieden", erzählte sein Berater.
Stattdessen sollte Neymar gemeinsam mit seinem Vater entscheiden. 30 Millionen Euro Ablöse standen im Raum, doch der Transfer fiel ins Wasser. Chelsea holte hingegen den 20-Jährigen Benayoun aus Liverpool, der ein Jahr später schon wieder gehen musste.
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Stattdessen sollte Neymar gemeinsam mit seinem Vater entscheiden. 30 Millionen Euro Ablöse standen im Raum, doch der Transfer fiel ins Wasser. Chelsea holte hingegen den 20-Jährigen Benayoun aus Liverpool, der ein Jahr später schon wieder gehen musste.
LUKA MODRIC: Im Jahr 2011 war der Kroate gerade im Urlaub, als ihn seine Berater plötzlich mit Chelseas großem Angebot aus allen Entspannungen herausholte, schrieb Modric in seiner Autobiografie.
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LUKA MODRIC: Im Jahr 2011 war der Kroate gerade im Urlaub, als ihn seine Berater plötzlich mit Chelseas großem Angebot aus allen Entspannungen herausholte, schrieb Modric in seiner Autobiografie.
Modric wollte Titel gewinnen und sah die Chancen dafür im Westen Londons besser als im Norden. Es kam zu einem Meeting auf Abramovichs Yacht, ein Transfer schien unausweichlich. Ehe Spurs-Chef Daniel Levy alles daran setzte, ihn zu halten.
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Modric wollte Titel gewinnen und sah die Chancen dafür im Westen Londons besser als im Norden. Es kam zu einem Meeting auf Abramovichs Yacht, ein Transfer schien unausweichlich. Ehe Spurs-Chef Daniel Levy alles daran setzte, ihn zu halten.
Modric gehörte schon damals zu den besten seiner Zunft. Und so gnadenlos die Geschichte manchmal ist: Modric wechselte ein Jahr später nach Madrid und begann das Gewinnen, Tottenham hingegen holte seitdem keinen einzigen Titel.
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Modric gehörte schon damals zu den besten seiner Zunft. Und so gnadenlos die Geschichte manchmal ist: Modric wechselte ein Jahr später nach Madrid und begann das Gewinnen, Tottenham hingegen holte seitdem keinen einzigen Titel.
LIONEL MESSI: Und was wäre Chelsea bloß, wenn es nicht wenigstens einmal beim vielleicht besten aller Zeiten angeklopft hätte? 2014 wollte Abramovich den damals noch vierfachen Weltfußballer unbedingt in London auflaufen sehen.
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LIONEL MESSI: Und was wäre Chelsea bloß, wenn es nicht wenigstens einmal beim vielleicht besten aller Zeiten angeklopft hätte? 2014 wollte Abramovich den damals noch vierfachen Weltfußballer unbedingt in London auflaufen sehen.
Chelsea kontaktierte Freunde und Geschäftspartner in Messis Umgebung und versuchte, den Argentinier unbedingt von einem Wechsel zu überzeugen, deckte Journalist Fabrizio Romano Anfang März 2022 auf. Messi blieb aber in seiner zweiten Heimat Barcelona.
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Chelsea kontaktierte Freunde und Geschäftspartner in Messis Umgebung und versuchte, den Argentinier unbedingt von einem Wechsel zu überzeugen, deckte Journalist Fabrizio Romano Anfang März 2022 auf. Messi blieb aber in seiner zweiten Heimat Barcelona.
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