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Fussball

Der Anti-Gündogan: Die Flucht von Pep Guardiolas erstem Manchester-City-Flop Nolito

Von Emma Smith
Das passt perfekt - dachten sich City-Trainer Pep Guardiola und sein Wunschspieler. Doch gut ein Jahr später flüchtete Nolito wieder aus Manchester.

Das passt perfekt - dachten sich City-Trainer Pep Guardiola und sein Wunschspieler. Doch gut ein Jahr später flüchtete Nolito wieder aus Manchester.

2016 begann die Ära von Pep Guardiola bei Manchester City, knapp sechs Jahre später ist der Star-Trainer immer noch für die Citizens verantwortlich. Schon vor seinem Amtsantritt kümmerte sich Guardiola persönlich darum, dass ihm schon in seinem ersten Jahr in der Premier League eine mehr als ordentliche Truppe zur Verfügung steht. Seine erste Verpflichtung war die von Ilkay Gündogan von Borussia Dortmund, die zweite die von Nolito von Celta de Vigo.

Viel deutlich könnte damit der Unterschied zwischen Top und Flop nicht sein: Während Gündogan immer noch ein Leistungsträger bei Man City ist, suchte Nolito schon nach etwas mehr als einem Jahr wieder das Weite.

Dabei gab es durchaus Vorzeichen, die dafür sprachen, dass es mit dem Flügelspieler im Etihad klappt. Er hatte bereits unter Guardiola für den FC Barcelona gespielt, danach bei Celta mit 39 Toren in 100 Liga-Spielen eine durchaus respektable Ausbeute in Spaniens höchster Liga. Mit Nolito - und natürlich vor allem Guardiola selbst - sollte ein wenig Barca- und Spanien-Flair auch nach Manchester kommen.

Und doch gab es natürlich auch Warnzeichen: Nolito war bereits 29 Jahre und hatte in seiner Karriere noch nie für einen Klub außerhalb Spaniens und Portugals gekickt. Mit einer schwierigen und langwierigen Anpassung war also durchaus zu rechnen. Als Flügelspieler, der sich vor allem auf seine Schnelligkeit verlässt, hatte er außerdem seinen Tempo-Zenit bereits überschritten.

Manchester-City-Flop Nolito: "... als ob sie in einer Höhle leben würde"

Diese bösen Omen spielten zu Beginn seiner City-Zeit aber keine Rolle: Nolito traf viermal in den ersten elf Pflichtspielen für seinen neuen Klub. Doch schon nach einem halben Jahr sah es für den Flügelspieler auf einmal ganz anders aus, denn Guardiola ließ ihn nach lustlosen Vorstellungen im Training nun außen vor.

Nach dem Jahreswechsel kamen 2017 nur noch 39 Premier-League-Minuten hinzu - und Nolito bettelte nach einer sehr enttäuschenden Saison im Sommer in den spanischen Medien geradezu darum, dass sich ein Klub für ihn interessiert und ihn aus Manchester erlöst.

"Ich hoffe, dass ich gehen kann, egal, ob Leihe, Transfer oder was auch immer", flehte Nolito bei Cadena COPE. "Es gibt mehrere Teams, zu denen ich gerne gehen würde", lautete ein weiterer Satz, der allen Beteiligten klar machte, dass es für ihn kein Zurück zu City mehr gab.

England als solches mit der Sprache, dem Wetter und der Kultur gefielen ihm außerdem überhaupt nicht. "Ich hab nur ganz wenig Englisch gelernt. Nur 'tomorrow', 'good morning', 'good afternoon' und noch ein paar andere Sachen", gestand er Onda Cero. "Meine Tochter hat eine ganz andere Gesichtsfarbe hier. Es sieht aus, als ob sie in einer Höhle leben würde", fügte er hinzu.

City und Guardiola war schnell klar, dass ein Weiterarbeiten mit einem derart unzufriedenen und unmotivierten Nolito nicht mehr sinnvoll war. Knapp 13 Monate nach seiner Verpflichtung für 18 Millionen Euro ging es für den Offensivspieler für nur 7 Millionen Euro wieder zurück nach Spanien zum FC Sevilla. Ein teures Missverständnis - aber es kann halt nicht jeder Transfer so einschlagen wie der von Ilkay Gündogan.

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