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Fussball

FC Chelsea wollte Neymar - und ihn auf Michael-Jordan-Level bringen

Von Daniel Buse
Neymar wechselte 2013 vom FC Santos zum FC Barcelona.

Im Rennen um den damaligen Youngster von Santos waren viele Top-Klubs im Rennen. Chelsea punktete bei Neymar und seinem Vater dabei mit einer Ansage.

Den Scouts im Fußball gelingt es immer wieder, unglaublich talentierte Kicker aus allen Winkeln der Welt in die ganz großen Ligen Europas zu bringen. 2011 benötigte man allerdings keinen Scout, um zu erkennen, dass Neymar der nächste Superstar im internationalen Fußball wird.

Der Brasilianer von Santos war alles andere als ein Geheimtipp - und deswegen standen die Superklubs Europas bei seinem Verein und bei Neymars Vater, der gleichzeitig einer seiner Berater war, Schlange.

Und Neymars Vater gefiel sich in der Rolle als Vertreter des begehrtesten Fußballers auf diesem Planeten. Je mehr Interessenten auftauchten und persönlich bei ihm vorsprachen, desto klarer wurde ihm, dass er das ganz große Geschäft mit seinem Jungen machen konnte. Und den Klubs wurde nach und nach deutlich, dass es womöglich mehr als nur ein herausragendes Angebot brauchte, um das Mega-Talent von einem Wechsel zu überzeugen.

Chelsea mischte sich ebenfalls in das Rennen um Neymar ein und schickte seinen Fußball-Boss Michael Emenalo nach Santos, um dort sein Glück zu versuchen. Und der Blues-Vertreter wählte einen alternativen Ansatz, um in Brasilien Erfolg zu haben, wie sich der Fußball-Anwalt Marcos Motta, der bei den Gesprächen dabei war, im Guardian erinnerte. Emenalo lieferte laut Motta eine der besten Präsentationen ab, die er jemals gesehen hatte - und Michael Jordan spielte eine zentrale Rolle dabei.

Chelsea-Boss vergleicht Neymar mit dem NBA-Star

"Das war das erste Mal, dass Neymars Vater jemandem 30 Minuten ununterbrochen zuhörte, ohne zwischendurch auf sein Handy zu schauen", berichtete Motta. Emenalo erzählte die Geschichte der unterdurchschnittlichen Chicago Bulls, die sich erst durch die Ankunft von Michael Jordan langsam zum Spitzenteam und dann zu der Mannschaft entwickelten, die reihenweise Titel in der NBA gewann.

Neymar sollte der Michael Jordan des FC Chelsea werden - so die Kernaussage Emenalos. "Du wirst Chelsea bis ganz nach oben führen", sagte er dem Brasilianer.

Dumm nur für die Blues, dass sich Neymar schon entschieden hatte. Die anderen Vereine konnten machen und erzählen, was sie wollten: Neymar wollte nur zum FC Barcelona - und bekam schließlich 2013 seinen Willen. Mit Messi, Xavi, Iniesta und Co. holte er zahlreiche Titel. Zum Michael Jordan der Katalanen wurde er aber mit Sicherheit nicht.

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