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Fussball

Cristiano Ronaldo bei Manchester United: Fragen und Antworten zu den ersten Wochen des Rückkehrers

Von Maximilian Lotz

Cristiano Ronaldo hat Manchester United mit seinem Last-Minute-Treffer in der Champions League gegen den FC Villarreal den Sieg gerettet - es war schon sein fünftes Tor seit seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Zeit für ein Zwischenfazit.

CR7: Wie liefen seine ersten Wochen bei Manchester United?

Kaum war seine Rückkehr zu Manchester United Ende August perfekt, pulverisierte Ronaldo auch schon Rekorde. Allein innerhalb der ersten zwölf Stunden soll das Trikot mit der Rückennummer 7 laut lovethesales.com einen Umsatz von 32,5 Millionen Pfund (37,93 Millionen Euro) erzielt haben. Nach der ersten Woche soll der Umsatz demnach bei 220 Millionen Euro gelegen haben. Den Titel als weltweit meistverkauftes Trikot innerhalb einer Saison hat Ronaldos Shirt damit schon jetzt sicher.

Der Hype um seine Rückkehr zwölf Jahre nach seinem Abschied war riesig. Doch auch sportlich hat der 36-Jährige gleich geliefert. Bei seinem Debüt am 11. September bei Newcastle United (4:1) gelang ein Doppelpack. Auch im darauffolgenden Premier-League-Spiel bei West Ham United traf CR7. Bei der 0:1-Niederlage gegen Aston Villa am vergangen Wochenende blieb er torlos.

In der Champions League war der Portugiese in beiden Spielen erfolgreich. Während sein Tor bei der 1:2-Niederlage bei den Young Boys Bern nicht zu einem Punktgewinn reichte, war er mit seinem Last-Minute-Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit gegen den FC Villarreal am Mittwoch der Matchwinner. Es war zugleich sein 136. Treffer im 178. Einsatz in der Königsklasse - beides alleinige Rekorde. In Summe steht Ronaldo bei fünf Toren in fünf Spielen für United - eine Top-Bilanz.

Ronaldo: Wie lief es für Manchester United seit der Rückkehr?

Durchwachsen. Dass das Team von Trainer Ole Gunnar Solskjaer allein wegen Ronaldo jeden Gegner in Grund und Boden spielt, ist nicht der Fall. Abgesehen von Ronaldos Debütspiel in Newcastle endeten alle weiteren Partien mit nur einem Tor Differenz. Sowohl gegen West Ham als auch unlängst gegen Villarreal rettete ein Last-Minute-Tor ManUnited den Sieg. "Wenn wir die drei Punkte nicht geholt hätten, wäre es schwer geworden mit dem Weiterkommen. Jetzt ist alles möglich", sagte Ronaldo anschließend.

Doch ohne den Gegnern zu nahe treten zu wollen, die ganz großen Kaliber waren noch nicht dabei. Nach der Pleite in Bern, dem Aus im League Cup gegen West Ham und der Liga-Niederlage gegen Aston Villa wuchs in der englischen Presse bereits die Kritik an Solskjaer.

Aktuell liegt sein Team auf Platz vier in der Premier League, der Rückstand auf Spitzenreiter FC Liverpool beträgt nur einen Punkt. Das Duell mit Tabellennachbar FC Everton am Samstag (13.30 Uhr im LIVETICKER) hat für die Red Devils daher einen richtungsweisenden Charakter.

Premier League: Die Tabellenspitze nach sechs Spieltagen

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.FC Liverpool615:41114
2.Manchester City612:11113
3.FC Chelsea612:21013
4.Manchester United613:5813
5.FC Everton612:7513

ManUnited: Welche Teamkollegen profitieren von Ronaldo?

"Wenn man von Gewinnern spricht, könnte man die gesamte Mannschaft als Gewinner bezeichnen", sagt Charlotte Duncker, United-Korrespondentin von Goal. "Sie haben einen ausgewiesenen Torjäger in ihren Reihen und einen Top-Profi, von dem sie lernen können."

Tim Sherwood, ehemaliger Trainer von Tottenham und Aston Villa, sagte über Ronaldo kürzlich bei Ladbrokes: "Dieser Junge wird zu 100 Prozent Trainer werden. Ich würde darauf wetten, dass er in 18 Monaten Trainer von Manchester United ist." Auch Duncker hat bei Ronaldo schon Eigenschaften erkannt, die ihm bei einer späteren Karriere an der Seitenlinie helfen könnten. "Man sieht, dass Ronaldo auf dem Platz eine Führungspersönlichkeit ist und seinen Mitspielern während der Spiele und im Training gerne hilft, was eine gute Eigenschaft ist, falls er Trainer werden möchte."

Bei Paul Pogba führte Ronaldos Wechsel offenbar zu einem Umdenken. Der in der Vergangenheit bei United nie ganz glücklich gewesene Mittelfeldstar soll laut The Athletic nun dazu tendieren, seinen 2022 auslaufenden Vertrag nun doch zu verlängern. Mit keinem anderen seiner neuen Kollegen interagierte Ronaldo in seinen ersten Spielen so viel wie mit Pogba: Laut The Athletic passte Ronaldo 14-mal zu Pogba und erhielt 23 Zuspiele von ihm. Zum Vergleich: Jadon Sancho passte nur dreimal auf Ronaldo und erhielt den Ball von CR7 ebenfalls nur dreimal.

CR7: Wer sind die Verlierer des Transfers?

Jadon Sancho galt im Sommer zunächst als Uniteds Königstransfer. Und in Bezug auf die Ablösesumme von 85 Millionen Euro für den früheren BVB-Star ist der 21-Jährige das sicherlich noch immer. Doch Sancho hat mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Gegen Villarreal blieb der Flügelstürmer auch in seinem achten Spiel für ManUnited ohne Torbeteiligung.

Ein weiterer Verlierer ist Edinson Cavani, nicht nur weil er seine Rückennummer 7 an Ronaldo abtreten musste. Der Uruguayer kam - auch verletzungsbedingt - nur auf 62 Einsatzminuten bislang. Auch Anthony Martial bleibt aktuell nur die Rolle des Ergänzungsspielers. Martial wurde zuletzte mit dem BVB in Verbindung gebracht.

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