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Fussball

Premier League: Brasilianischer Verband lässt Stars von Liverpool, ManCity und Chelsea sperren

Von Neil Jones / Tim Ursinus

Der Streit zwischen den Klubs der Premier League und dem brasilianischen Fußball-Verband geht in die nächste Runde: Nach Informationen von SPOX und Goal werden fünf Vereinen gleich acht Stars am kommenden Wochenende nicht zur Verfügung stehen.

Das Liverpooler Trio Alisson Becker, Fabinho und Roberto Firmino sind ebenso betroffen wie das Manchester-City-Duo Gabriel Jesus und Ederson, Fred von Manchester United, Chelsea-Verteidiger Thiago Silva und Raphinha von Leeds United.

Everton-Stürmer Richarlison darf aufgrund der starken Beziehung der Toffees zum brasilianischen Verband hingegen spielen. Wie SPOX und Goal erfahren haben, hat die FIFA die Vereine informiert, dass der brasilianische Verband die umstrittene "Fünf-Tage-Regel" durchsetzen wird. Somit werden die acht brasilianischen Nationalspieler daran gehindert, am kommenden Wochenende in der englischen Liga aufzulaufen.

Die "Fünf-Tage-Regel" soll internationale Teams vor unnötigen, vereinsbeeinflussten Austritten schützen. Spieler, die nicht für die Nationalmannschaft abgestellt worden sind, dürfen gemäß der FIFA für einen Zeitraum von fünf Tagen nach Abschluss der Länderspiele für ihre Vereine nicht spielen. In diesem Fall umfasst dieser Zeitraum den 10. bis 14. September.

Bei Verstoß gegen die Regel droht dem Team, das einen vom Verband aus dem Verkehr gezogenen Spieler eingesetzt hat, eine automatische Niederlage und eine Geldstrafe. Die eingesetzten Profis können ebenfalls mit Sanktionen belegt werden

Premier League will gegen "Fünf-Tage-Regel" vorgehen

Die Liga wird sich nach Informationen von SPOX und Goal gegen die Entscheidung einsetzen und hofft darauf, eine Lösung zu finden.

Vor der Länderspielpause hatte der Liga-Verband nach Absprache mit den Klubs entschieden, dass die Spieler nicht für Länderspiele freigegeben werden, die im September in Ländern der "Roten Liste" der britischen Regierung stattfinden. Auch Chile, Mexiko und Paraguay haben die FIFA um die Anwendung der Fünf-Tage-Regel gebeten, wodurch Englands Vereinen weitere Spieler fehlen könnten.

Hinzu kommen die argentinischen Nationalspieler Emiliano Martinez, Emiliano Buendia (beide Aston Villa), Cristiano Romero und Giovani Lo Celso (beide Tottenham Hotspur), die vor dem WM-Qualfikationsspiel gegen die Selecao auf dem Einreiseformular nicht angegeben hatten, dass sie sich in den letzten 14 Tagen in England aufgehalten hatten, einem der vier Länder auf Brasiliens roter Pandemie-Liste. So umgingen sie eine Zwangs-Quarantäne von 14 Tagen.

Während des Spiels hatten Beamte der brasilianischen Behörde für Gesundheitsüberwachung Anvisa sowie der Bundespolizei anschließend den Rasen gestürmt und für einen Abbruch der Partie gesorgt.

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