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Fussball

Kai Havertz erklärt: Darum trage ich die Rückennummer 29

Von Philipp Schmidt
Havertz schoss gegen City das entscheidende Tor im CL-Finale.

Kai Havertz vom FC Chelsea hat erklärt, warum er die Rückennummer 29 trägt. Zudem sprach der deutsche Nationalspieler über die hohen Erwartungen bei den Blues sowie blickte im Gespräch mit The Athletic auf sein entscheidendes Tor im Champions-League-Finale zurück.

Als Grund dafür, dass Havertz bis heute mit der 29 aufläuft, nennt er seinen Bruder. "Als ich jung war, spielte ich immer FIFA oder Pro Evolution Soccer mit meinem Bruder. Wir haben immer mit uns selbst gespielt." Während Havertz stets die Nummer 10 mit goldenen Schuhen getragen habe, wählte sein Bruder die 29.

Vor seinem ersten Profispiel für Bayer Leverkusen habe er sich daran erinnert: "Ich fragte, welche Nummer gerade frei ist. Als sie 29 nannten, sagte ich direkt, dass ich sie nehme - wegen meines Bruders. Ich mag die Nummer und jetzt bringt mich jeder mit ihr in Verbindung."

Diese Bekanntheit hat spätestens nach dem Sieg im Champions-League-Finale gegen Manchester City nochmal zugenommen, als er das entscheidende Tor erzielte. Zwar musste er den Ball nach starker Vorarbeit von Mason Mount nur noch an City-Keeper Eduardo vorbei legen, dennoch sagte er: "Auf dem Platz ist es immer etwas anders. Auf dem Bildschirm denkst du, dass es ein einfaches Tor ist, aber in deinem Kopf siehst du nicht den ganzen Freiraum, den du hast."

Havertz: "Wenn du als 80-Millionen-Euro-Spieler kommst ..."

Havertz hofft, dass sich das Zusammenspiel mit Vorlagengeber Mount weiter verbessert, denn: "Er ist ein unfassbarer Spieler mit so viel Talent. Unser Verständnis füreinander ist gut, aber kann noch besser werden, wenn wir uns besser kennen. Ich liebe es mit ihm zu spielen." Wie Mount sieht sich Havertz primär als "Mittelfeldspieler, aber ich mag es in die Box zu gehen und Tore erzielen mit dem ersten oder zweiten Ballkontakt".

Eine genaue Rolle - auch Trainer Thomas Tuchel sieht den ehemaligen Leverkusener als "Hybrid-Spieler" - sei im heutigen Fußball auch gar nicht mehr nötig: "Das Spiel hat sich ein wenig verändert. Es gibt keine klare Struktur mehr, wo sich jeder Spieler aufhalten muss. Wenn du den Ball hast, musst du deine Position anpassen." Dies mache er wie Mitspieler Mount gerne und bereite so dem Gegner Probleme: "Wir sind wie Geister für die Verteidiger. Es ich nicht einfach, uns zu greifen."

In seiner ersten Saison auf der Insel kam Havertz 45-mal zum Einsatz und steuerte jeweils neun Tore und Vorlagen bei, dennoch sei der Start alles andere als einfach gewesen: "Vor meinem ersten Spiel hatte ich eineinhalb Wochen mit der Mannschaft trainiert. Keiner hat mich gekannt und wusste, wie ich spiele. Es war für jeden schwer." Die Erwartungen an ihn seien auch aufgrund der Transfersumme hoch gewesen. "Wenn du als 80-Millionen-Euro-Spieler kommst, verlangen die Leute, dass du auch so spielst, auch wenn du keine Zeit hast, dich anzupassen."

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