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Fussball

Manchester United schließt neuen Super-League-Anlauf aus

SID
Der englische Rekordmeister Manchester United hat einen zweiten Versuch einer europäischen Super League ausgeschlossen.

Der englische Rekordmeister Manchester United hat einen zweiten Versuch einer europäischen Super League ausgeschlossen.

"Ich kann Ihnen versichern, dass wir unsere Lektion gelernt haben und kein Revival der Pläne anstreben", sagte Geschäftsführer Ed Woodward bei einem Treffen mit erzürnten Fans. Er bedauere es, vor der Entscheidung nicht das Gespräch mit den Anhängern gesucht zu haben.

United war einer von zwölf Klubs, die vor einer Woche die Super League aus der Taufe gehoben hatten. Diese war allerdings nach heftigen Protesten nach nur 48 Stunden kollabiert. Woodward hatte schon während der heftigen Proteste angekündigt, sein Amt zum Jahresende nach 16 Jahren niederzulegen.

Viele United-Fans sind damit aber noch nicht zufrieden und fordern auch den Rücktritt von Klubboss Joel Glazer. Der Amerikaner war bei der Super League als Vize-Präsident vorgesehen.

United: Hass gegen Spieler im Netz um 350 Prozent gestiegen

Bei Manchester United ist der Hass im Netz gegen eigene Spieler seit 2019 um 350 Prozent angestiegen. Diese Zahl veröffentlichte der Klub am Freitag, bevor sich aus Protest gegen Online-Hass und Hetze mehrere Vereine, Sportler und Verbände in einen viertägigen Social-Media-Boykott begaben.

Manchester schrieb zudem, dass 86 Prozent der Angriffe im Netz rassistisch geprägt seien, acht Prozent seien homo- oder transphob gewesen. Die meisten Beleidigungen verzeichnete der Klub im Januar 2021.

Vereine aus der englischen Premier League hatten die Initiative gestartet, die vom 30. April bis zum 3. Mai dauern soll. In dieser Zeit werden keine Postings auf den verschiedenen Kanälen in den sozialen Medien veröffentlicht.

Auch die deutschen Profiklubs TSG Hoffenheim und FC St. Pauli sowie die Europäische Fußball-Union UEFA kündigten an, sich dem Boykott anzuschließen. Aus der Formel 1 schloss sich zudem unter anderem Rekordweltmeister Lewis Hamilton an, auch der Tennis-Weltverband ITF verzichtet auf Posts.

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