Fussball

Troy Deeney - Nach Fernbleiben vom Training: Hassbotschaften für Watford-Kapitän

SID
Kapitän Troy Deeney vom FC Watford hat nach seinem Verzicht auf die Rückkehr in den Trainingsbetrieb zahlreiche Hassbotschaften erhalten.

Kapitän Troy Deeney vom FC Watford hat nach seinem Verzicht auf die Rückkehr in den Trainingsbetrieb zahlreiche Hassbotschaften erhalten. In den sozialen Netzwerken des Angreifers mehrten sich in den vergangenen Tagen Beleidigungen und Bedrohungen gegen ihn und seinen fünf Monate alten Sohn.

Deeney war aus Sorge vor einer Coronainfektion und einer möglichen Ansteckung seines an Atembeschwerden leidenden Kindes nicht mit seinen Teamkollegen auf den Trainingsplatz zurückgekehrt.

"Ich habe einige Kommentare zu meinem Sohn gesehen. Die Leute schreiben: 'Ich hoffe, ihr Sohn bekommt Corona'", sagte Deeney dem Fernsehsender CNN Sport: "Das ist wirklich hart für mich. Aber wenn du darauf reagierst, denken die Leute 'jetzt haben wir ihn' und machen einfach weiter."

Es gehe aktuell nur um die Gesundheit der Menschen, so der 31-Jährige weiter. Er und Newcastles Danny Rose hätten nur das ausgesprochen, was vielfach in der Öffentlichkeit gefordert wurde.

Deeney: "Jetzt wird auf uns eingeprügelt und eingeschlagen"

"Wir haben uns getraut, etwas zu sagen, und jetzt wird auf uns eingeprügelt und eingeschlagen. Nicht nur wir, sondern sogar unsere Frauen erhalten persönliche Nachrichten." Englands Nationalspieler Rose hatte bemängelt, dass die Profis lediglich "wie Versuchskaninchen oder Laborratten" behandelt würden.

In England werden alle Spieler und der gesamte Trainer- und Betreuerstab wie auch in Deutschland regelmäßig auf Corona getestet. Insgesamt wurden bei den durchgeführten Testreihen bislang zwölf Personen positiv getestet. Nach anfänglichem Kleingruppentraining unter Einhaltung der Mindestabstände kehren die Teams nun nach und nach ins normale Mannschaftstraining unter Vollkontakt zurück.

 

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