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Mauricio Pochettino bereit für neuen Trainerjob – und zufrieden mit seinem Nachfolger Jose Mourinho bei Tottenham Hotspur

Von SPOX
Mauricio Pochettino ist seit November ohne Verein.

Mauricio Pochettino (48) ist bereit für einen neuen Trainerjob. "Die Akkus sind komplett aufgeladen", sagte der im November bei Tottenham Hotspur entlassene Argentinier. Pochettino will auf der Suche nach einem neuen Verein keine Optionen ausschließen.

"Natürlich liebe ich England und die Premier League. Ich glaube immer noch, dass die Premier League die beste Liga der Welt ist. Sie ist eine der Optionen, aber ich bin offen", sagte Pochettino dem Guardian. Aktuell lebt er mit seiner Familie weiterhin in Nordlondon.

Mauricio Pochettino zufrieden mit Nachfolger Jose Mourinho

Die vergangenen Monate habe er gemeinsam mit seinem Co-Trainer Jesus Perez vor allem damit verbracht, zu reflektieren und analysieren: "die Trainingseinheiten, die Spiele, unsere Methodik, unsere Trainingsmodelle". Darüber habe sich Pochettino sogar mit Ex-Arsenal-Trainer Unai Emery ausgetauscht. Den Spanier ereilte bei Arsenal dasselbe Schicksal wie Pochettino bei den Spurs. Zehn Tage liegen zwischen den beiden Entlassungen.

Während bei den Gunners Mikel Arteta übernahm, installierte Tottenham Jose Mourinho als neuen Trainer. "Ich bin glücklich, dass er bei Tottenham ist", sagte Pochettino. Er und Mourinho schätzen sich.

Pochettino erzählt Pyjama-Anekdote über Mourinho

2012, als The Special One noch Trainer bei Real Madrid und Pochettino bei Espanyol Barcelona war, kamen in Spanien Gerüchte auf, Pochettino sei Reals Wunschtrainer, um den strauchelnden Mourinho zu ersetzen. Vor dem Duell zwischen Real und Espanyol in der Liga spielte Pochettino die Gerüchte herunter. Seine zwei Kinder würden in Espanyol-Pyjamas schlafen. Deshalb könne er einen Wechsel gar nicht mit sich vereinbaren.

Mourinho bedankte sich vor dem Spiel bei Pochettino für seine Aussage. "Er schenkte mir eine sehr schöne Flasche französischen Rotwein und zwei kleine Trikots von Real Madrid", erzählte Pochettino: "Jose sagte: 'Die sind für deine Kinder, sie sollen sie von nun an tragen.' Seitdem haben wir ein gutes Verhältnis."

Pochettino: "Wir haben eben nicht bei Bayern München angefangen"

Rund sieben Jahre später war es schließlich Mourinho, der Pochettino ersetzte und nicht anders herum. Tottenhams Entscheidung, ihn zu entlassen, kann Pochettino jedoch nachvollziehen. "Ein solches Ende wollte niemand, aber es musste sein." Sein gutes Verhältnis zu Tottenham und Spurs-Präsident Daniel Levy im Besonderen werde für immer bestehen, sagte Pochettino.

Der Argentinier sieht das verlorene Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool im vergangenen Sommer als den Knackpunkt seiner Ära bei den Spurs an. Mit dem Ausgang des Endspiels hadert er noch immer: "Wir waren viel besser als Liverpool. Ich war danach so enttäuscht. Es war schwierig, mit dem Weinen aufzuhören." Nach fünf Jahren harter Arbeit, "bei der Art und Weise, wie intensiv wir arbeiten", sei der Dämpfer zu groß gewesen.

Als großer Verlierer sieht sich Pochettino dennoch nicht. Er sieht vor allem die Entwicklung der Spurs, Titel könne er noch immer holen. Er erinnerte etwa an Claudio Ranieri. "Er gewann seinen ersten Titel in Leicester, als er fast am Ende seiner Karriere stand", sagte Pochettino. "Mein Trainerteam und ich haben eben nicht bei Bayern München angefangen. Wenn man das tut, ist es völlig anders, als wenn man bei Nürnberg anfängt, bei allem Respekt vor Nürnberg."

Mauricio Pochettinos Trainerstationen:

ZeitraumTeamSpielePunkteschnitt
Januar 2009 - November 2012Espanyol Barcelona1601,23
Januar 2013 - Mai 2014FC Southampton601,45
Mai 2014 - November 2019Tottenham Hotspur2931,84
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