Bad Boys der Premier-League-Geschichte: Von Vinnie Jones bis Joey Barton

 
Der englische Fußball ist bekannt für seine bisweilen recht rustikale Gangart. In der Historie der Premier League gab es so einige Akteure, die kräftig ausgeteilt haben - und zwar nicht nur auf dem Platz. Die Bad Boys der PL-Historie.
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Der englische Fußball ist bekannt für seine bisweilen recht rustikale Gangart. In der Historie der Premier League gab es so einige Akteure, die kräftig ausgeteilt haben - und zwar nicht nur auf dem Platz. Die Bad Boys der PL-Historie.
Joseph Barton (Manchester City, Newcastle, QPR, Burnley): Gefühlt lieferte "Joey" wöchentlich Material für die Regenbogenpresse. In einem Freundschaftsspiel zettelte er beispielsweise 2004 eine Massenschlägerei an.
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Joseph Barton (Manchester City, Newcastle, QPR, Burnley): Gefühlt lieferte "Joey" wöchentlich Material für die Regenbogenpresse. In einem Freundschaftsspiel zettelte er beispielsweise 2004 eine Massenschlägerei an.
Nur wenige Wochen später drückte der damalige Profi von Manchester City einem Jugendspieler eine Zigarre ins Auge. Doch damit nicht genug: Im Training der Skyblues geriet er mit Teamkollege Ousmane Dabo aneinander …
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Nur wenige Wochen später drückte der damalige Profi von Manchester City einem Jugendspieler eine Zigarre ins Auge. Doch damit nicht genug: Im Training der Skyblues geriet er mit Teamkollege Ousmane Dabo aneinander …
… und schlug diesen bewusstlos. Nach einer Schlägerei mit einem Passanten in Folge einer wilden Partynacht landete er für sechs Monate im Knast. Zudem wurde er nach über 1.200 Wetten auf Fußballspiele für 13 Monate gesperrt.
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… und schlug diesen bewusstlos. Nach einer Schlägerei mit einem Passanten in Folge einer wilden Partynacht landete er für sechs Monate im Knast. Zudem wurde er nach über 1.200 Wetten auf Fußballspiele für 13 Monate gesperrt.
Eric Cantona (Leeds, Manchester United): Durch einen Zwischenfall im Januar 1995 im Spiel gegen Crystal Palace erreichte Cantona internationale Berühmtheit. Im Kung-Fu-Stil trat er einen Fan, nachdem dieser ihn beleidigt und bespuckt hatte.
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Eric Cantona (Leeds, Manchester United): Durch einen Zwischenfall im Januar 1995 im Spiel gegen Crystal Palace erreichte Cantona internationale Berühmtheit. Im Kung-Fu-Stil trat er einen Fan, nachdem dieser ihn beleidigt und bespuckt hatte.
Anschließend entkam Cantona nur knapp einer zweiwöchigen Gefängnisstrafe und wurde von der FIFA acht Monate gesperrt. In einem Interview zeigte er aber keine Reue und bereute, den Zuschauer nicht härter getreten zu haben.
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Anschließend entkam Cantona nur knapp einer zweiwöchigen Gefängnisstrafe und wurde von der FIFA acht Monate gesperrt. In einem Interview zeigte er aber keine Reue und bereute, den Zuschauer nicht härter getreten zu haben.
Während einer Partie bei der Beachsoccer-EM im Mai 2009 schlug der Franzose dem Schweizer Ex-Nationalkeeper Jörg Stiel nach einem kurzen Wortgefecht ins Gesicht. Dieser habe ihn laut Cantona als "schwarze Sau" beschimpft.
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Während einer Partie bei der Beachsoccer-EM im Mai 2009 schlug der Franzose dem Schweizer Ex-Nationalkeeper Jörg Stiel nach einem kurzen Wortgefecht ins Gesicht. Dieser habe ihn laut Cantona als "schwarze Sau" beschimpft.
Craig Bellamy (u.a. Newcastle, Liverpool, West Ham): Vor dem CL-Achtelfinalspiel mit Liverpool gegen Barca 2007 soll er Mitspieler John Arne Riise mit einem Golfschläger attackiert haben. Beim Torjubel nach seinem 1:1 ahmte er einen Golfabschlag nach.
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Craig Bellamy (u.a. Newcastle, Liverpool, West Ham): Vor dem CL-Achtelfinalspiel mit Liverpool gegen Barca 2007 soll er Mitspieler John Arne Riise mit einem Golfschläger attackiert haben. Beim Torjubel nach seinem 1:1 ahmte er einen Golfabschlag nach.
In Newcastle sorgte er ebenfalls für Schlagzeilen. Bellamy warf John Carver einen Stuhl an den Kopf, Trainer Graeme Souness suspendierte ihn nach seiner Weigerung, im rechten Mittelfeld zu spielen. Und auch bei City kam es zu einem Skandal.
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In Newcastle sorgte er ebenfalls für Schlagzeilen. Bellamy warf John Carver einen Stuhl an den Kopf, Trainer Graeme Souness suspendierte ihn nach seiner Weigerung, im rechten Mittelfeld zu spielen. Und auch bei City kam es zu einem Skandal.
Im Stadtderby fasste Bellamy einem Anhänger von Manchester United ins Gesicht, nachdem dieser auf das Spielfeld gelaufen und bereits von den Ordnungskräften überwältigt worden war. Anschließend kam es zu Polizei-Ermittlungen.
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Im Stadtderby fasste Bellamy einem Anhänger von Manchester United ins Gesicht, nachdem dieser auf das Spielfeld gelaufen und bereits von den Ordnungskräften überwältigt worden war. Anschließend kam es zu Polizei-Ermittlungen.
Mario Balotelli (Manchester City, FC Liverpool): Vielleicht die größte noch aktive Skandalnudel. Bei City bewarf er Jugendspieler mit Dartpfeilen, von Mafiabossen ließ er sich Neapel zeigen - und er versuchte in einen Frauenknast einzubrechen, um …
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Mario Balotelli (Manchester City, FC Liverpool): Vielleicht die größte noch aktive Skandalnudel. Bei City bewarf er Jugendspieler mit Dartpfeilen, von Mafiabossen ließ er sich Neapel zeigen - und er versuchte in einen Frauenknast einzubrechen, um …
… angeblich eine Prostituierte zu beglücken. Beim anschließenden Verhör gab er zu Protokoll, er habe nicht gewusst, dass man dafür eine Erlaubnis brauche. Zudem entfachte er einen Brand in seinem eigenen Haus.
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… angeblich eine Prostituierte zu beglücken. Beim anschließenden Verhör gab er zu Protokoll, er habe nicht gewusst, dass man dafür eine Erlaubnis brauche. Zudem entfachte er einen Brand in seinem eigenen Haus.
Der Grund? Balotelli hatte Feuerwerkskörper in seinem Bad gezündet. Zum Abschluss noch einer seiner legendärsten Sprüche: Er antwortete nach einem Autounfall auf die Frage der Polizei, warum er 5.000 Pfund dabeihabe: "Weil ich reich bin".
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Der Grund? Balotelli hatte Feuerwerkskörper in seinem Bad gezündet. Zum Abschluss noch einer seiner legendärsten Sprüche: Er antwortete nach einem Autounfall auf die Frage der Polizei, warum er 5.000 Pfund dabeihabe: "Weil ich reich bin".
Vinnie Jones (Wimbledon, Leeds, Sheffield, Chelsea): Wahrscheinlich der Prototyp des Bad Boy. Bei Jones saß die (beidbeinige) Grätsche stets locker im Holster, insgesamt holte er sich 12 Platzverweise ab. Das ist deshalb kein Premier-League-Rekord, ...
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Vinnie Jones (Wimbledon, Leeds, Sheffield, Chelsea): Wahrscheinlich der Prototyp des Bad Boy. Bei Jones saß die (beidbeinige) Grätsche stets locker im Holster, insgesamt holte er sich 12 Platzverweise ab. Das ist deshalb kein Premier-League-Rekord, ...
... weil die Premier League zu Beginn seiner Karriere in der Form noch nicht existierte. Feierte sich und andere Treter der Liga 1992 in einem Video namens "Soccer's Hard Men", dafür gab es eine Geldstrafe plus Sperre.
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... weil die Premier League zu Beginn seiner Karriere in der Form noch nicht existierte. Feierte sich und andere Treter der Liga 1992 in einem Video namens "Soccer's Hard Men", dafür gab es eine Geldstrafe plus Sperre.
Kaum war Jones aus den Stollenschuhen raus, nutzte er seine "Fähigkeiten", um eine erfolgreiche Hollywood-Karriere zu starten (u.a. Snatch, X-Men). Selbstverständlich hauptsächlich als Bösewicht.
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Kaum war Jones aus den Stollenschuhen raus, nutzte er seine "Fähigkeiten", um eine erfolgreiche Hollywood-Karriere zu starten (u.a. Snatch, X-Men). Selbstverständlich hauptsächlich als Bösewicht.
Duncan Ferguson (Everton, Newcastle): Acht Rote Karten sind Premier-League-Rekord (zusammen mit Patrick Vieira und Richard Dunne). Für einen Kopfstoß gegen John McStay kam er 1994 sogar drei Monate ins Gefängnis.
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Duncan Ferguson (Everton, Newcastle): Acht Rote Karten sind Premier-League-Rekord (zusammen mit Patrick Vieira und Richard Dunne). Für einen Kopfstoß gegen John McStay kam er 1994 sogar drei Monate ins Gefängnis.
Abseits des Platzes prügelte sich "Duncan Disorderly" mehrfach mit Taxifahrern und einmal mit einem Fischer. 2001 stellte er Einbrecher in seinem Haus in Rufford - einer davon verbrachte drei Tage im Krankenhaus.
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Abseits des Platzes prügelte sich "Duncan Disorderly" mehrfach mit Taxifahrern und einmal mit einem Fischer. 2001 stellte er Einbrecher in seinem Haus in Rufford - einer davon verbrachte drei Tage im Krankenhaus.
Paolo Di Canio (Sheffield, West Ham, Charlton): Der Italiener war immer für ein Traumtor gut - oder für einen Aufreger. Als er 1998 Rot sah, schubste er Referee Alcock zu Boden. Das gab elf Spiele Sperre.
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Paolo Di Canio (Sheffield, West Ham, Charlton): Der Italiener war immer für ein Traumtor gut - oder für einen Aufreger. Als er 1998 Rot sah, schubste er Referee Alcock zu Boden. Das gab elf Spiele Sperre.
Abseits des Platzes outete sich Di Canio 2005 mit den Worten "Ich bin Faschist, kein Rassist" und huldigte in seiner Autobiographie dem "missverstandenen" Benito Mussolini. Den trägt er als Tattoo auch auf dem Rücken.
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Abseits des Platzes outete sich Di Canio 2005 mit den Worten "Ich bin Faschist, kein Rassist" und huldigte in seiner Autobiographie dem "missverstandenen" Benito Mussolini. Den trägt er als Tattoo auch auf dem Rücken.
Roy Keane (Nottingham, Manchester United): Der Hitzkopf sammelte in seiner Karriere 13 Rote Karten. Die "berühmteste" war der Tritt gegen das Knie von Alf-Inge Haaland im Manchester Derby 2001. Das gab drei Spiele Sperre.
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Roy Keane (Nottingham, Manchester United): Der Hitzkopf sammelte in seiner Karriere 13 Rote Karten. Die "berühmteste" war der Tritt gegen das Knie von Alf-Inge Haaland im Manchester Derby 2001. Das gab drei Spiele Sperre.
Als Keane in seiner Autobiographie 2002 jedoch zugab, dass er Haaland mit dem Tritt verletzen wollte, zog das weitere fünf Spiele Sperre nach sich. Keane war es egal - er würde es wieder tun: "Er hatte es verdient. Auge um Auge."
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Als Keane in seiner Autobiographie 2002 jedoch zugab, dass er Haaland mit dem Tritt verletzen wollte, zog das weitere fünf Spiele Sperre nach sich. Keane war es egal - er würde es wieder tun: "Er hatte es verdient. Auge um Auge."
Luis Suarez (Liverpool): Dreieinhalb Jahre bei den Reds reichten für so manchen Skandal. Im Oktober 2011 beleidigte er Uniteds Patrice Evra rassistisch und wurde dafür acht Spiele gesperrt. 2013 biss er Branislav Ivanovic vom FC Chelsea ...
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Luis Suarez (Liverpool): Dreieinhalb Jahre bei den Reds reichten für so manchen Skandal. Im Oktober 2011 beleidigte er Uniteds Patrice Evra rassistisch und wurde dafür acht Spiele gesperrt. 2013 biss er Branislav Ivanovic vom FC Chelsea ...
... was sogar Premierminister David Cameron auf den Plan rief, der eine harte Sperre forderte. Zehn Spiele Sperre wurden es am Ende. Gelernt hatte er daraus nicht, was Italiens Giorgio Chiellini bei der WM 2014 feststellen sollte ...
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... was sogar Premierminister David Cameron auf den Plan rief, der eine harte Sperre forderte. Zehn Spiele Sperre wurden es am Ende. Gelernt hatte er daraus nicht, was Italiens Giorgio Chiellini bei der WM 2014 feststellen sollte ...
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