Fussball

FC Arsenal: Mesut Özil wehrt sich angeblich gegen Gehaltsverzicht

Von SPOX
Mesut Özil ist Arsenals bester Verdiener.

Die Saga schien beendet: Der FC Arsenal gab am Montag bekannt, dass die Profis sowie das Trainerteam auf 12,5 Prozent ihres Gehalts verzichten werden. Nun tauchten jedoch Berichte auf, wonach sich drei Stars gegen den Gehaltsverzicht wehren sollen - darunter Mesut Özil.

Man habe sich auf die Kürzung der Jahresgehälter geeinigt, "um den Verein in dieser kritischen Zeit zu unterstützen", hieß es in einer Mitteilung der Gunners. Wie das Boulevardblatt Mirror berichtet, seien drei Arsenal-Stars aber noch immer gegen einen Gehaltsverzicht. Von den drei Spielern nennt das Blatt allerdings nur Özil.

Özils Berater Erkut Sögüt sorgte bereits im Vorfeld mit seinen Aussagen für Aufsehen. "Ein Gehaltsaufschub ist eine Option. Aber jetzt einer Kürzung zuzustimmen, obwohl der Klub möglicherweise denselben Umsatz wie im letzten Jahr erwirtschaftet, wäre verfrüht", sagte Sögüt. Eine solche Entscheidung könne man erst treffen, wenn die finanziellen Auswirkungen auf den Verein absehbar seien. Özil ist Arsenals Bestverdiener. Sein Wochensalär beträgt 350.000 Pfund.

Arsenal plant Rückzahlung bei Erreichen sportlicher Ziele

Arsenals Vereinbarung mit seinen Spielern kam erst im Zuge zäher, tagelanger Verhandlungen zustande. Sie sieht vor, das die Gehälter bis März 2021 um 12,5 Prozent reduziert werden. Arsenal wolle das Geld jedoch vollständig zurückzahlen, wenn sich die Mannschaft in dieser oder in der kommenden Spielzeit für die Champions League qualifiziert. Aktuell stehen die Gunners auf Platz neun, acht Punkte hinter dem Viertplatzierten Chelsea.

Beim Erreichen der Europa League (aktuell fünf Punkte Rückstand) will der Verein 7,5 Prozent des eingesparten Gelds zurückzahlen.

Sögüt kritisierte im Steilcast-Podcast die Vorgehensweise der Arsenal-Führung bei den Verhandlungen mit der Mannschaft. Der Berater monierte, dass die Konditionen dieser Vereinbarung lediglich mit einer Teamvertretung ausgehandelt wurde. Daraufhin sollte die Zustimmung der restlichen Mannschaft folgen. "So sollten keine individuellen Vertragsverhandlungen stattfinden", sagte Sögüt.

Mesut Özil erntet Kritik: "Unentschuldbar"

Obwohl weder Özil selbst noch sein Berater sich bisher konkret zu den Anschuldigungen des Mirror geäußert haben, schlägt das Gerücht in England hohe Wellen.

Die Sky-Experten Jamie Carragher und Gary Neville kritisierten Özil. Carragher bezeichnete Sögüts Aussagen als "unglücklich" und "massives PR-Eigentor". Seiner Meinung nach sollte Özil als das bestbezahlte Teammitglied eigentlich als gutes Beispiel vorangehen.

Neville ergänzte: "Das ist unentschuldbar. Man ist eine Mannschaft - auf und neben dem Platz."

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