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Fussball

Legende Le God, Südamerika-Pionier, Akademie: das ist Hasenhüttls neuer Klub FC Southampton

In 444 Pflichtspielen für den FC Southampton erzielte Matthew Le Tissier 162 Tore.
© getty

Le God, die Vereinslegende

Sein Spitzname sagt eigentlich alles: Le God. So riefen sie ihn während seiner aktiven Karriere und so rufen sie ihn auch heute noch. Matthew Le Tissier ist die größte Legende des FC Southampton.

Auf der Kanalinsel Guernsey geboren, wechselte Le Tissier 1985 mit 16 Jahren aufs Festland in die Jugendabteilung von Southampton und debütierte knapp ein Jahr später für die Profimannschaft. Der Klub war ein familiärer, und auf das Meer, mit dem er aufgewachsen war, musste Le Tessier in der Hafenstadt auch nicht verzichten. So heimisch fühlte er sich in Southampton, dass er den Klub trotz Angeboten beinahe aller Premier-League-Topvereine nie verlassen wollte.

"Ich habe das Spiel dort so gespielt, wie ich es spielen wollte", sagte Le Tissier, "und bei einem größeren Klub hätte ich das wohl nicht machen können." Le Tissier lief meist im offensiven Mittelfeld auf, er liebte die Show, war ein Unterhalter. Wie kein Zweiter dribbelte er, aber seine größte Stärke waren Distanzschüsse. "Ich liebte es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und die Leute zu begeistern", sagte Le Tissier. "Am besten ging das, wenn ich den Ball aus 22 Metern im Winkel versenkte."

Le Tissier zog Spaß und Aufmerksamkeit einer titelreichen internationalen Karriere vor. Mit Southampton spielte er nicht um Trophäen, sondern um Mittelfeldplätze. In seinen 15 Saisons landete der Klub stets zwischen Platz neun und 15. Für die englischen Nationaltrainer dieser Zeit war das zu wenig. Nur acht Mal spielte Le Tissier für England, Tor gelang ihm dabei keines.

Seine Karriere war eine Karriere für den FC Southampton und für sein 162. und letztes Pflichtspieltor (in 444 Spielen) wählte er folgerichtig einen vereinshistorisch wichtigen Moment. Beim letzten Spiel im 103-jährigen Stadion The Dell zum Ende der Saison 2000/01 gegen den FC Arsenal saß Le Tissier zunächst angeschlagen auf der Bank. Beim Stand von 2:2 wurde er eingewechselt und traf kurz darauf zum 3:2. Sportlich hatte der Sieg keine Bedeutung, aber Le Tissier stand im Mittelpunkt und wurde gefeiert.

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