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Fussball

Blitzstarter Benteke beglückt Klopp

Von SPOX
Jürgen Klopp war beim Sieg in Sunderland mit vollem Einsatz dabei
© getty

Die Premier League dreht seit Wochen durch - und auch der 19. Spieltag hat einiges parat: Leicester und Manchester City trennen sich mit einem 0:0. Arsenal siegt auch dank Mesut Özil und schnappt sich die Tabellenführung. Everton und Stoke feiern ein Torfestival mit Bundesliga-Flair, die Spurs gewinnen spät. Im Topspiel zwischen United und Chelsea gibt es viele Stars, aber keine Tore. Für Jürgen Klopp und Liverpool gab's bei Kellerkind Sunderland einen verdienten Sieg.

Manchester United - FC Chelsea 0:0

Krisengipfel im Old Trafford: Statt der erwarteten Taktikschlacht sahen die 76.500 Zuschauer über weite Phasen des Spiels erfrischenden Offensivfußball.

Hauptverantwortlich dafür waren die Red Devils, bei denen Bastian Schweinsteiger nach seiner Sperre ein weitgehend unauffälliges Comeback gab. Bereits nach drei Minuten hätte der Gastgeber in Führung gehen können, doch Juan Mata scheiterte am Qerbalken. Wenig später scheiterte auch Anthony Martial am Aluminium (14.).

Schweinsteiger und van Gaal: Das letzte Hurra der Auswanderer

Auch im weiteren Verlauf agierten die Gastgeber mit ungewohnt hohem Tempo, fanden aber regelmäßig im glänzend aufgelegten Thibaut Courtois ihren Meister. David de Gea stand seinem Gegenüber in nichts nach und verhinderte mit einem Weltklasse-Reflex gegen Eden Hazard den Führungstreffer der Gäste (48.).

In der Schlussphase warf Manchester nochmal alles nach vorne, der Siegeswille war dem Team von Louis van Gaal deutlich anzumerken. Einzig zwingende Torchancen sprangen nicht mehr heraus. So blieb Chelsea zwar auch im zweiten Spiel unter Guus Hiddink unbesiegt, wartet aber weiterhin auf den ersten Sieg.

Bei United dürfte nach der Punkteteilung das Rätselraten um die Zukunft von van Gaal hingegen weitergehen. Der Trainer selbst freute sich jedenfalls über die Leistung seines Teams: "Man hat gesehen, dass die Spieler für mich kämpfen. Ich danke ihnen dafür, das gibt auch den Fans eine Menge Hoffnung."

FC Arsenal - AFC Bournemouth 2:0 (1:0)

Tore: Gabriel Paulista (27.), 2:0 Özil (63.)

Eine knappe halbe Stunde lang schienen die Jungs von Trainer Arsene Wenger mit den Gedanken noch bei der 0:4-Klatsche gegen Southampton zu sein, leichte Feldvorteile waren das einzig nennenswerte Ergebnis der Gunners-Bemühungen.

Eine Standardsituation, gleichzeitig auch die echte Torgelegenheit im Spiel, musste also herhalten: Ein Eckball von Mesut Özil landet bei Gabriel Paulista, der aus kurzer Distanz in den rechten Winkel zur Führung einköpfte - es war bereits der 16. Assist des deutschen Nationalspielers in dieser Saison.

Der Treffer verlieh Arsenal ordentlich Rückenwind und die Hausherren waren fortan deutlich überlegen. Nach der Pause sorgte erneut Özil für einen Glanzmoment. Mit einem schönen Doppelpass mit Olivier Giroud tanzte der 27-Jährige drei Bournemouth-Spieler aus und schloss cool zur 2:0-Führung ab. Auch danach hielt Arsenal den Druck hoch und fuhr verdiente drei Punkte ein.

FC Watford - Tottenham Hotspur 1:2 (1:1)

Tore: 0:1 Lamela (17.), 1:1 Ighalo(41.), Son (89.)

Rote Karte: Nathan Ake (Watford/ 63.)

Nach zuletzt zwei Siegen reiste Tottenham mit ordentlich Selbstvertrauen zum FC Watford und war in der ersten Halbzeit auch das spielbestimmende Team.

Die Gäste belohnten sich früh für den engagierten Auftritt: Erik Lamela besorgte in der 17. Minute nach einer feinen Einzelleistung die verdiente Führung. Watford, das aus einer geordneten Defensive heraus auf Konter lauerte, schlug kurz vor der Pause allerdings zurück. Der Torschütze war wenig überraschend Odion Ighalo, der in seinen letzten acht Einsätzen sieben Treffer erzielen konnte und sein insgesamt 14. Saisontreffer erzielte.

Auch in Hälfte zwei hatte Tottenham mehr vom Spiel, zumal die Hornets nach einer Roten Karte gegen Nathan Ake (63.) nach etwas über einer Stunde zudem in Unterzahl agieren mussten.

Der Gastgeber war darauf bedacht, das Unentschieden über die Zeit zu retten, was ihnen auch fast gelang. Die Rechnung hatten sie allerdings ohne den Ex-Leverkusener Heung-Min Son gemacht, der kurz vor Schluss eine Flanke mit der Hacke ins Hornets-Tor lenkte (89.).

FC Everton - Stoke City 3:4 (1:2)

Tore: 0:1 Shaqiri (16.), 1:1 Lukaku (22.), 1:2 Shaqiri (45.), 2:2 Lukaku (64.), 3:2 Deulofeu (71.), 3:3 Joselu (80.), 3:4 Arnautovic (90./Elfmeter)

Im Duell der punktgleichen Tabellennachbarn wollten beide Teams einen weiteren Satz nach oben machen. Stoke ging nach dem überzeugenden Sieg gegen Manchester United selbstbewusst und offensiv in die Partie.

Nach der ersten guten Chance durch Marko Arnautovic, der knapp verzog, legten die Gäste sofort nach und belohnten sich mit dem Führungstreffer. Ex-Bayern-Profi Xherdan Shaqiri verwandelte ein Zuspiel von Arnautovic ins rechte Eck (16.). Die Antwort folgte jedoch prompt, der 14. Saisontreffer von Romelu Lukaku sorgte für den schnellen Ausgleich (22.).

Als alle mit einem Unentschieden zur Halbzeitpause rechneten, schlug erneut Shaqiri zu. Einen weiten Diagonalball verwertete das kleine Kraftpaket mit einem spektakulären Heber über Everton-Keeper Howard (45.).

Nach der Pause erhöhten die Toffees aber den Druck: Wiederum Lukaku stellte seine Torjägerqualitäten unter Beweis, als er den Ball im Strafraum freistehend versenkte (64.). Nur sieben Minuten später brachte Gerard Deulofeu die Hausherren sogar erstmals in Führung (71.). Die Vorarbeit von Ross Barkley musste der Spanier nur noch ins leere Tor bugsieren.

Doch die verrückten 90 Minuten waren längst noch nicht vorbei: Der eingewechselte Joselu, der bereits für Hoffenheim, Frankfurt und Hannover in der Bundesliga am Ball war, hämmerte das Leder zunächst per Direktabnahme unter die Latte (80.).

Dann zeigte der Referee nach einem harten Einsteigen von Evertons John Stones in der Nachspielzeit auch noch auf den Punkt. Marko Arnautovic blieb cool (90.+1) und sicherte Stoke City so einen wichtigen Dreier.

Leicester City - Manchester City 0:0

Nach einer guten, ausgeglichenen Anfangsphase drückte der Gast aus Manchester stetig aufs Tempo und verzeichnete die besten Chancen der ersten halben Stunde: Raheem Sterling und Kevin de Bruyne scheiterten jedoch am glänzend aufgelegten Kasper Schmeichel.

Kurz vor der Halbzeit hatten die Foxes selbst die Doppelchance zur Führung: Erst vergab Marc Albrighton am zweiten Pfosten nach einer scharfen Hereingabe von Christian Fuchs kläglich. Direkt im Anschluss vertändelte Fernandinho den Ball gegen Danny Drinkwater, der sofort auf Jamie Vardy ablegte. Doch auch der Toptorjäger verfehlte sein Ziel.

Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Gäste, die anfangs die besseren Chancen hatten. Bei einer flachen Hereingabe von de Bruyne kam Sergio Agüero vor Leicesters Torwart an den Ball, traf das Leder aber nicht perfekt und beförderte dieses knapp über die Latte. Nach einer Stunde waren die Hausherren wieder im Glück: Agüero zog über rechts in den Strafraum und wurde von Gökhan Inler plump zu Fall gebracht. Schiedsrichter Craig Pawson entschied auf Eckball, allerdings wäre Elfmeter die richtige Entscheidung gewesen, denn der Schweizer hatte nur Agüeros Schienbein, nicht aber den Ball getroffen.

So blieb es, trotz guter Chancen, bis zum Ende ohne Tore im Spitzenspiel. Damit verlieren die Foxes die Tabellenführung vor dem Jahresende endgültig an Arsenal, die Skyblues bleiben auf Schlagweite.

Sunderland - Liverpool 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Benteke (46.)

Die erste Halbzeit war arm an Höhepunkten, doch nach dem Seitenwechsel hatte es Liverpool verdammt eilig. 22 Sekunden dauerte es, bis Christian Benteke nach Pass von Lallana den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte und Jürgen Klopp und seinen Spielern Anlass zum Jubeln bot.

In Hälfte eins hatte es 25 Minuten nur wenig Aufregendes zu sehen gegeben. Doch dann fasste sich Roberto Firmino ein Herz und feuerte aus 25 Metern einen Schuss auf das AFC-Gehäuse ab. Mit den Fingerspitzen verhinderte Schlussmann Vito Mannone die LFC-Führung und lenkte den Ball an den Pfosten.

Vom Krachen des Aluminiums wurden die Hausherren wachgerüttelt. Sunderland agierte in den folgenden Minuten etwas offensiver und Fabio Borini verpasste die Führung nur knapp (33.). Liverpool hatte die Gastgeber zuvor am Strafraum engeschnürt, ohne wirklich Torgefahr auszustrahlen. Bis zur Pause musste Mannone dann nur noch einmal eingreifen und parierte den Kopfball von Firmino stark.

Nach dem Seitenwechsel verpassten es die Reds, nach der Führung Ruhe in ihr Spiel zu bekommen. Stattdessen steigerte sich Sunderland noch einmal, biss sich aber an der Abwehr der Reds die Zähne aus. Und so steht der FC Liverpool am Ende des 19. Spieltags punktgleich mit Manchester United auf Platz sieben. Sunderland hingegen steckt tief im Tabellenkeller fest.

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