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Fussball

Chelsea hält City auf Distanz

Von Daniel Reimann
Chelsea und Manchester City lieferten sich ein spannendes Duell
© getty

Der FC Chelsea hat am 23. Spieltag der Premier League gegen Manchester City ein 1:1 (1:1) geholt. Damit beträgt der Abstand in der Tabelle zwischen dem Spitzenreiter und den Citizens weiterhin fünf Punkte.

Vor 41.798 Zuschauern an der Stamford Bridge besorgte Loic Remy die Führung für die Blues (41.). Nur wenige Minuten später glich David Silva aus (45).

In der Schlussphase wurde Frank Lampard für Fernandinho an alter Wirkungsstätte eingewechselt und wurde von beiden Fanlagern mit Applaus und Gesängen gefeiert (78.). Kurz vor Abpfiff gab der 19-jährige Ruben Loftus-Cheek sein Premier-League-Debüt bei Chelsea.

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City bleibt damit im dritten Ligaspiel in Folge sieglos, für die Blues ist der Punkt hingegen deutlich wertvoller: Chelsea hat weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf den Gast aus Manchester.

Gleichzeitig ist durch das 1:1 eine lange Serie der Gastgeber gerissen: Nach zehn Siegen vor heimischer Kulisse gaben die Blues erstmals wieder Punkte an der Stamford Bridge ab.

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Die Blues müssen auf Costa (gesperrt nach Tritt gegen Can) sowie Cesc Fabregas und Filipe Luis verzichten. Im Sturm darf Remy ran, Drogba sitzt wie auch Cahill nur draußen. Schürrle ist nicht einmal auf der Bank. Lampard sitzt bei seiner Rückkehr nur auf der Bank.

City beginnt wie erwartet, einzig Sagna statt Zabaleta als Rechtsverteidiger kommt etwas überraschend. Toure und Bony sind noch beim Afrika Cup, Nasri ist nach wie vor verletzt.

8.: Dicke Möglichkeit für die Citizens! Ivanovic verliert die Kugel in der eigenen Hälfte an Fernandinho, der Silva rechts mitnimmt. Der Versuch des Spaniers wird noch abgefälscht und geht haarscharf links am Pfosten vorbei. Die anschließende Ecke bringt keine Gefahr.

23.: Schlimmer Ballverlust von Ivanovic in der eigenen Hälfte. Milner schnappt sich die Kugel vom Serben und bedient Agüero, der auf halblinks in den Sechzehner zieht. Zouma verfolgt ihn, kann den Schuss auf spitzem Winkel aber nicht verhindern. Courtois ist da und wehrt die Kugel mit beiden Händen ab.

32.: Ramires steckt an der Strafraumgrenze für Hazard durch und schießt Demichelis die Kugel dabei aus kurzer Distanz an die Hand. Die Blues protestieren, während City schon kontert. Agüero geht von rechts alleine auf Courtois zu und hat die Führung auf dem Fuß. Doch der Argentinier verzieht knapp und setzt das Leder Zentimeter neben den linken Pfosten.

41., 1:0, Remy: Und die Blues schnappen sich die Führung! Ivanovic flankt unbedrängt aus dem rechten Halbfeld auf den zweiten Pfosten, wo Hazard die Situation sofort erkennt und das Leder direkt mit links flach vors Tor bringt. Kompany passt in der Mitte nicht auf, Remy steht hinter ihm und schiebt locker aus fünf Metern ein.

45., 1:1, Silva: City gleicht postwendend aus! Navas zieht eine Flanke von der rechten Seite an den Fünfer, wo Courtois am Ball vorbeispringt. Agüero steht im Rückraum und zieht volley mit links ab, Silva hält noch den Fuß rein und trifft zum Ausgleich!

56.: Navas schaufelt den Ball von rechts in den Rückraum, wo Fernandinho mit dem Kopf hingeht. Das Ding kommt als Aufsetzer aufs Tor von Courtois, der übergreifen muss und zur Ecke klärt.

88.: Silva steckt auf der linken Seite noch mal für Milner durch, der aus spitzem Winkel mit links abzieht. Leicht verzogen, der Ball geht deutlich rechts vorbei.

Fazit: City hätte sich aufgrund der Spielanteile auch einen Sieg verdient, agierte aber vor allem in der ersten Hälfte zu harmlos im Abschluss. Mourinhos Chelsea glänzt durch Effektivität.

Der Star des Spiels: Nemanja Matic. Ganz wichtiger Faktor im Mittelfeld der Blues. Räumte konsequent ab und machte Silva und Co. das Leben schwer. Stark in Antizipation und Zweikampfverhalten. Am Ende mit acht Tacklings und fast 80 Prozent gewonnenen Duellen.

Der Flop des Spiels: Branislav Ivanovic. Leistete sich früh im Spiel zwei gruslige Ballverluste, die in beiden Fällen zu Großchancen von City führten. Vor dem 1:1 hob er obendrein das Abseits auf. Lichtblick: Seine tolle Flanke auf Hazard vor dem 1:0. Neben ihm erwischte auch Oscar einen schwachen Tag.

Der Schiedsrichter: Mark Clattenburg. Bleib anfangs lange konsequent, ließ sich aber im Laufe des Spiels schneller durch Theatralik der Spieler beeinflussen. Chelsea haderte ein wenig mit Clattenburg, als vor dem 1:1 der Ball womöglich nicht im Aus war, es aber Einwurf für City gab. Manchester wiederum wurde ein Eckball verweigert und Milner in vielversprechender Position wegen angeblicher Abseitsstellung zurückgepfiffen.

Das fiel auf:

  • Beide Teams machten von Anfang an ordentlich Tempo, allerdings fehlte es vor allem Chelseas Spiel an Struktur. Vieles wirkte wie Stückwerk, angetrieben von den Kreativköpfen Hazard und Willian. All das führte zu vielen Ballverlusten und Fehlpässen in der Anfangsphase.
  • Auch City kam über die individuelle Qualität, vor allem Agüero wirbelte Chelseas Abwehr auseinander. Ab und zu brachen die Skyblues durch schnelle Kombinationen über die Halbräume in den Sechzehner durch. Bei frühen Ballverlusten der Gastgeber schaltete City meist blitzschnell um und erspielte sich vielversprechende Chancen.
  • Bei den Blues machte sich das Fehlen von Costa und Fabregas bemerkbar. Remy schaffte es kaum, vorne Bälle festzumachen und sich Raum zu verschaffen. Und die genialen Pässe von Cesc hätte Chelsea verdammt gut gebrauchen können.
  • Auch nach Wiederanpfiff wirkte City leicht überlegen, aber Chelseas Viererkette stand nun sicherer. Die Blues wiederum litten unter den 120 Minuten League Cup, die ihnen noch in den Knochen steckten. Am Ende mauerte Mou und brachte sogar Cahill für Remy, um den Punkt über die Zeit zu retten.

Chelsea - Manchester City: Die Zahlen zum Spiel

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