Ferdinand hält an Vorwürfen gegen Terry fest

SID
John Terry soll Anton Ferdinand im vergangenen Jahr rassistisch beleidigt haben
© Getty

Anton Ferdinand wirft John Terry unverändert rassistische Beschimpfungen vor. "Wenn jemand die Hautfarbe ins Spiel bringt, erreicht es eine neue Ebene und ist sehr verletzend", sagte der dunkelhäutige Profi von den Queens Park Rangers zum Auftakt des Prozesses gegen Terry am Montag in London.

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Terry vom FC Chelsea soll Ferdinand im Premier-League-Spiel gegen Queens Park im Oktober 2011 rassistisch beleidigt haben. Chelseas Verteidiger selbst, dem bei einer Verurteilung eine Geldstrafe von 2.500 Pfund (rund 3.150 Euro) droht, äußerte sich am ersten Verhandlungstag nicht.

Ferdinand berichtete, er habe die Diskriminierungen während des Spiels zunächst gar nicht als solche wahrgenommen, sonst wäre er gleich zum Schiedsrichter gegangen. Ihm seien die rassistischen Beleidigungen erst bewusst geworden, als er die Szenen im Video gesehen habe. Deshalb habe er seine Meinung geändert und sei zur Polizei gegangen, fügte der 27-Jährige hinzu. Staatsanwalt Duncan Penny warf Terry am Montag vor, die Äußerungen seien eindeutig rassistisch und verletzend gewesen.

Terry war wegen der Vorwürfe im Februar 2012 zum zweiten Mal als Kapitän der englischen Nationalmannschaft abgesetzt worden. Infolgedessen trat Fabio Capello als Trainer des Teams zurück und wurde im Mai durch Roy Hodgson ersetzt.

Anton Ferdinand im Steckbrief

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