Cookie-Einstellungen

300-Millionen-Schlappe und die Schlossallee: Spieler, die Real Madrid nicht bekam

 
Für viele Profis ist es ein Traum, einmal für Real Madrid aufzulaufen. Die Galacticos und das Weiße Ballett lassen grüßen. Einige wenige widerstanden jedoch dem Ruf der Königlichen. Mal mehr, mal weniger gewollt. Ein Rückblick.
© getty
Für viele Profis ist es ein Traum, einmal für Real Madrid aufzulaufen. Die Galacticos und das Weiße Ballett lassen grüßen. Einige wenige widerstanden jedoch dem Ruf der Königlichen. Mal mehr, mal weniger gewollt. Ein Rückblick.
GIANLUIGI BUFFON: Der Berater des ewigen Gigi, Silvino Martino, bestätigte im Gespräch mit Diario AS, dass Real 2005 am Juventus-Keeper interessiert war und es sogar ein Treffen mit einem engen Vertrauten des Präsidenten gab.
© getty
GIANLUIGI BUFFON: Der Berater des ewigen Gigi, Silvino Martino, bestätigte im Gespräch mit Diario AS, dass Real 2005 am Juventus-Keeper interessiert war und es sogar ein Treffen mit einem engen Vertrauten des Präsidenten gab.
Am Ende wurde ein möglicher Transfer aber nicht verhandelt. Auch Reals Erzrivale hatte Buffon auf dem Zettel – jedoch schon zu dessen Zeit in Parma. Stattdessen ging Buffon zu Juve und wurde dort eine Legende.
© getty
Am Ende wurde ein möglicher Transfer aber nicht verhandelt. Auch Reals Erzrivale hatte Buffon auf dem Zettel – jedoch schon zu dessen Zeit in Parma. Stattdessen ging Buffon zu Juve und wurde dort eine Legende.
DANI ALVES: Spielte in jungen Jahren beim FC Sevilla und zog dort das Interesse von Real auf sich. "Ich war zu 95 Prozent schon mit Madrid über einen Wechsel einig", gab der Rechtsverteidiger in einem Interview mit ESPN zu.
© getty
DANI ALVES: Spielte in jungen Jahren beim FC Sevilla und zog dort das Interesse von Real auf sich. "Ich war zu 95 Prozent schon mit Madrid über einen Wechsel einig", gab der Rechtsverteidiger in einem Interview mit ESPN zu.
Dann aber habe sich Sevilla-Präsident Del Nido in die Verhandlungen eingemischt und den Preis in die Höhe treiben wollen, weil auch Chelsea an ihm interessiert gewesen sei: "Ich musste eine Entscheidung treffen und blieb in Sevilla."
© getty
Dann aber habe sich Sevilla-Präsident Del Nido in die Verhandlungen eingemischt und den Preis in die Höhe treiben wollen, weil auch Chelsea an ihm interessiert gewesen sei: "Ich musste eine Entscheidung treffen und blieb in Sevilla."
Doch nicht nur das: Ein paar Jahre später wechselte er zum Erzrivalen Barcelona. Eine Entscheidung, für die er bis heute dankbar sei, denn: "Man soll seine Träume wahr machen, nicht seine Albträume", wie es Alves formulierte. Rums!
© getty
Doch nicht nur das: Ein paar Jahre später wechselte er zum Erzrivalen Barcelona. Eine Entscheidung, für die er bis heute dankbar sei, denn: "Man soll seine Träume wahr machen, nicht seine Albträume", wie es Alves formulierte. Rums!
CARLES PUYOL: Die Barca-Legende gab anders als Dani Alves dem königlichen Erzrivalen nach eigenen Angaben sogar gleich zweimal einen Korb, wie er bei TV3 im Jahr 2019 verriet.
© getty
CARLES PUYOL: Die Barca-Legende gab anders als Dani Alves dem königlichen Erzrivalen nach eigenen Angaben sogar gleich zweimal einen Korb, wie er bei TV3 im Jahr 2019 verriet.
"Das erste Mal, dass Madrid mich angerufen hat, war nach der ersten Saison von Figo (2001, Anm. d. Red.). Das zweite Mal, als Camacho Trainer wurde (2004, Anm. d. Red.). Sie liebten Ronaldinho und mich. Aber ich sagte Nein."
© getty
"Das erste Mal, dass Madrid mich angerufen hat, war nach der ersten Saison von Figo (2001, Anm. d. Red.). Das zweite Mal, als Camacho Trainer wurde (2004, Anm. d. Red.). Sie liebten Ronaldinho und mich. Aber ich sagte Nein."
FRANCESCO TOTTI: Festhalten, Roma-Fans! Auch der Treueste unter den treuen Fußball-Seelen wurde einst von den Königlichen in Versuchung geführt. Es war 2004, als Totti ein Angebot von Real erhielt, es aber aus einem Grund ablehnte.
© getty
FRANCESCO TOTTI: Festhalten, Roma-Fans! Auch der Treueste unter den treuen Fußball-Seelen wurde einst von den Königlichen in Versuchung geführt. Es war 2004, als Totti ein Angebot von Real erhielt, es aber aus einem Grund ablehnte.
"Es war nicht die beste Phase der Roma und Klubchef Sensi hätte alles für mich getan. Ich hatte eine 80-prozentige Intuition, zu Real zu gehen", sagte Totti dem Libero-Magazin. Warum es nicht so weit kam, lag an Raul.
© getty
"Es war nicht die beste Phase der Roma und Klubchef Sensi hätte alles für mich getan. Ich hatte eine 80-prozentige Intuition, zu Real zu gehen", sagte Totti dem Libero-Magazin. Warum es nicht so weit kam, lag an Raul.
"Niemand durfte mehr verdienen als er. Sie wollten mir alles geben, nur nicht sein Gehalt und die Kapitänsbinde", erzählte Totti, der seinem Verein am Ende treu blieb und seine Karriere 2017 dort beendete, wo sie 1993 angefangen hatte.
© getty
"Niemand durfte mehr verdienen als er. Sie wollten mir alles geben, nur nicht sein Gehalt und die Kapitänsbinde", erzählte Totti, der seinem Verein am Ende treu blieb und seine Karriere 2017 dort beendete, wo sie 1993 angefangen hatte.
NEYMAR: Die wohl größte personifizierte Transfer-Schlappe für Real-Präsident Florentino Perez. Der Brasilianer hätte nicht ein-, nicht zwei-, sondern gleich dreimal bei den Königlichen landen können. Zu einem Wechsel nach Madrid kam es aber nie.
© getty
NEYMAR: Die wohl größte personifizierte Transfer-Schlappe für Real-Präsident Florentino Perez. Der Brasilianer hätte nicht ein-, nicht zwei-, sondern gleich dreimal bei den Königlichen landen können. Zu einem Wechsel nach Madrid kam es aber nie.
Als Neymar 13 war, luden die Königlichen ihn zum Probetraining ein und wollten ihn holen. Doch nach Angaben von Neymars ehemaligem Berater Wagner Ribeiro in der L’Equipe funkte Santos-Präsident Marcelo Teixeira dazwischen.
© getty
Als Neymar 13 war, luden die Königlichen ihn zum Probetraining ein und wollten ihn holen. Doch nach Angaben von Neymars ehemaligem Berater Wagner Ribeiro in der L’Equipe funkte Santos-Präsident Marcelo Teixeira dazwischen.
"840.000 Euro" habe Santos dem Knaben damals geboten und Neymars Vater entschied sich für einen Verbleib in Brasilien. Ein paar Jahre später brach dann wegen Neymar ein Transfer-Krieg zwischen Real und dem FC Barcelona aus.
© getty
"840.000 Euro" habe Santos dem Knaben damals geboten und Neymars Vater entschied sich für einen Verbleib in Brasilien. Ein paar Jahre später brach dann wegen Neymar ein Transfer-Krieg zwischen Real und dem FC Barcelona aus.
"Florentino Perez dachte, er hätte es geschafft. Er erfüllte alles, was wir forderten und wollte Santos 40 Mio. Euro bezahlen. Aber Neymars Vater erbat sich Bedenkzeit und Real schickte drei Anwälte, die Neymar zur Unterschrift drängen wollten."
© getty
"Florentino Perez dachte, er hätte es geschafft. Er erfüllte alles, was wir forderten und wollte Santos 40 Mio. Euro bezahlen. Aber Neymars Vater erbat sich Bedenkzeit und Real schickte drei Anwälte, die Neymar zur Unterschrift drängen wollten."
Neymar habe nicht zu Real wechseln wollen, erzählte Ribeiro weiter: "Er wollte für Barca spielen. Messi und Pique hatten ihn angerufen und er wollte unbedingt mit Messi spielen." Und so kam es dann auch: 2013 ging Neymar zu Barca statt zu Real.
© getty
Neymar habe nicht zu Real wechseln wollen, erzählte Ribeiro weiter: "Er wollte für Barca spielen. Messi und Pique hatten ihn angerufen und er wollte unbedingt mit Messi spielen." Und so kam es dann auch: 2013 ging Neymar zu Barca statt zu Real.
Doch die Posse zwischen dem Superstar und Madrid hatte noch ein drittes Kapitel, wie Ribeiro verriet. Zwei Jahre, nachdem Neymar für 222 Millionen Euro zu PSG gewechselt war, machten sich Abschiedsgedanken breit.
© getty
Doch die Posse zwischen dem Superstar und Madrid hatte noch ein drittes Kapitel, wie Ribeiro verriet. Zwei Jahre, nachdem Neymar für 222 Millionen Euro zu PSG gewechselt war, machten sich Abschiedsgedanken breit.
Neymar trat dafür sogar in Trainingsstreik. "Zu dieser Zeit war er kurz davor, zu Real zu wechseln. Florentino Perez wollte 300 Mio. Euro für ihn bezahlen, aber Nasser Al-Khelaifi sagte: 'Nicht für 1000 Millionen geht er.'"
© getty
Neymar trat dafür sogar in Trainingsstreik. "Zu dieser Zeit war er kurz davor, zu Real zu wechseln. Florentino Perez wollte 300 Mio. Euro für ihn bezahlen, aber Nasser Al-Khelaifi sagte: 'Nicht für 1000 Millionen geht er.'"
DAVID SILVA: Ebenfalls mehrfach klopfte Real bei der späteren City-Legende an – erstmals sogar schon im zarten Alter von zwölf Jahren. Damals im Jahr 1998 bemühte sich Vicente Del Bosque um Silva.
© getty
DAVID SILVA: Ebenfalls mehrfach klopfte Real bei der späteren City-Legende an – erstmals sogar schon im zarten Alter von zwölf Jahren. Damals im Jahr 1998 bemühte sich Vicente Del Bosque um Silva.
"Sie riefen mich jedes Jahr an bis ich 14 war. Aber ich entschloss mich dazu, bei meinem Heimatverein zu bleiben", sagte Silva selbst in einer von Manchester City produzierten Doku mit dem Titel "Made in Gran Canaria".
© getty
"Sie riefen mich jedes Jahr an bis ich 14 war. Aber ich entschloss mich dazu, bei meinem Heimatverein zu bleiben", sagte Silva selbst in einer von Manchester City produzierten Doku mit dem Titel "Made in Gran Canaria".
Dann wurde Silva aber dennoch vorstellig beim Probetraining. Zweimal war er in Madrid, konnte jedoch laut Sixto Alonso, einem Scout in der Real-Akademie, nicht gänzlich überzeugen. Anschließend nahm ihn Valencia unter Vertrag.
© getty
Dann wurde Silva aber dennoch vorstellig beim Probetraining. Zweimal war er in Madrid, konnte jedoch laut Sixto Alonso, einem Scout in der Real-Akademie, nicht gänzlich überzeugen. Anschließend nahm ihn Valencia unter Vertrag.
Dort spielte sich Silva abermals in den Fokus der Madrilenen, doch als Real während der WM 2010 Nägel mit Köpfen machen wollte, kam ManCity und überbot die Königlichen. Der Rest ist Geschichte.
© getty
Dort spielte sich Silva abermals in den Fokus der Madrilenen, doch als Real während der WM 2010 Nägel mit Köpfen machen wollte, kam ManCity und überbot die Königlichen. Der Rest ist Geschichte.
LIONEL MESSI: War es Hybris, die Perez und die Madrilenen dazu trieb, 2013 ausgerechnet Barca-Ikone Messi einen Wechsel zu Real schmackhaft zu machen? Man weiß es nicht, aber zumindest bekamen die Königlichen eine klare Antwort.
© getty
LIONEL MESSI: War es Hybris, die Perez und die Madrilenen dazu trieb, 2013 ausgerechnet Barca-Ikone Messi einen Wechsel zu Real schmackhaft zu machen? Man weiß es nicht, aber zumindest bekamen die Königlichen eine klare Antwort.
Als Real-Abgesandte Messi vorschlugen, seine Ausstiegsklausel in Höhe von damals 250 Millionen Euro zu ziehen, soll dieser laut Gianluca Di Marzio in dessen Buch "Gran Hotel Calciomercato" folgendes geantwortet haben.
© getty
Als Real-Abgesandte Messi vorschlugen, seine Ausstiegsklausel in Höhe von damals 250 Millionen Euro zu ziehen, soll dieser laut Gianluca Di Marzio in dessen Buch "Gran Hotel Calciomercato" folgendes geantwortet haben.
"Ich gehe nicht zu Real Madrid. Ihr verschwendet Zeit", sagte Messi nach Angaben des Transferexperten. Er wolle nicht mal wissen, wie viel sie ihm bieten. Damit hatte sich das Thema dann sehr schnell erledigt.
© getty
"Ich gehe nicht zu Real Madrid. Ihr verschwendet Zeit", sagte Messi nach Angaben des Transferexperten. Er wolle nicht mal wissen, wie viel sie ihm bieten. Damit hatte sich das Thema dann sehr schnell erledigt.
FRANCK RIBERY: Der Grand Seigneur des FC Bayern wurde zwischen 2009 und 2010 von halb Europa gejagt. Er erzählte der Sport Bild, dass Real "65, 70 Millionen Ablöse" zahlen wollte: "Ich wusste wirklich nicht: Soll ich bleiben oder gehen?"
© getty
FRANCK RIBERY: Der Grand Seigneur des FC Bayern wurde zwischen 2009 und 2010 von halb Europa gejagt. Er erzählte der Sport Bild, dass Real "65, 70 Millionen Ablöse" zahlen wollte: "Ich wusste wirklich nicht: Soll ich bleiben oder gehen?"
Anstelle von Ribery beantwortete Uli Hoeneß in jenem Jahr mit großem Spott die Frage Richtung Madrid: "Die rechte Hand von Perez hat das eine oder andere Mal angerufen. Da habe ich ihn gefragt, ob er das Spiel Monopoly kennt."
© getty
Anstelle von Ribery beantwortete Uli Hoeneß in jenem Jahr mit großem Spott die Frage Richtung Madrid: "Die rechte Hand von Perez hat das eine oder andere Mal angerufen. Da habe ich ihn gefragt, ob er das Spiel Monopoly kennt."
Anschließend sagte Hoeneß dem Real-Abgesandten nach eigenen Angaben, dass "der FC Bayern vor zwei Jahren die Schlossallee gekauft hat. Und vier Hotels drauf gebaut hat." Diese gebe man nur her, "wenn man in Not oder pleite ist".
© getty
Anschließend sagte Hoeneß dem Real-Abgesandten nach eigenen Angaben, dass "der FC Bayern vor zwei Jahren die Schlossallee gekauft hat. Und vier Hotels drauf gebaut hat." Diese gebe man nur her, "wenn man in Not oder pleite ist".
Der FCB sprach Klartext, ließ Ribery nicht ziehen und der Franzose dankte es Hoeneß Jahre später mit folgenden Worten: "Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens."
© getty
Der FCB sprach Klartext, ließ Ribery nicht ziehen und der Franzose dankte es Hoeneß Jahre später mit folgenden Worten: "Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens."
MICHAEL BALLACK: Schon einige Jahre vor der Ribery-Causa hatten die Bayern den Königlichen ein Transfer-Schnippchen geschlagen. Denn Deutschlands bester Fußballer entschied sich 2002 für den FCB und gegen Real.
© getty
MICHAEL BALLACK: Schon einige Jahre vor der Ribery-Causa hatten die Bayern den Königlichen ein Transfer-Schnippchen geschlagen. Denn Deutschlands bester Fußballer entschied sich 2002 für den FCB und gegen Real.
"Es ist kein Geheimnis, dass mich Real Madrid verpflichten wollte und das sogar vor dem Finale", erzählte Ballack in einem Sky-Interview. Der Grund? Er wollte noch in Deutschland bleiben und dort sei eben Bayern "die beste Adresse" gewesen.
© getty
"Es ist kein Geheimnis, dass mich Real Madrid verpflichten wollte und das sogar vor dem Finale", erzählte Ballack in einem Sky-Interview. Der Grund? Er wollte noch in Deutschland bleiben und dort sei eben Bayern "die beste Adresse" gewesen.
"Real Madrid war immer ein Klub, den ich mir für den weiteren Karriereverlauf vorstellen konnte. Ich war ja immer noch jung und hätte es noch machen können", sagte Ballack. Das Angebot von 2002 wiederholte Real aber nicht mehr.
© getty
"Real Madrid war immer ein Klub, den ich mir für den weiteren Karriereverlauf vorstellen konnte. Ich war ja immer noch jung und hätte es noch machen können", sagte Ballack. Das Angebot von 2002 wiederholte Real aber nicht mehr.
ROBERT LEWANDOWSKI: Die bis dato wohl letzte große Transferschlappe, die Real den Bayern zu verdanken hat. Als Lewandowski im Dienste des BVB Real 2013 im Halbfinale abschoss, war den Königlichen klar: So einen brauchen wir!
© getty
ROBERT LEWANDOWSKI: Die bis dato wohl letzte große Transferschlappe, die Real den Bayern zu verdanken hat. Als Lewandowski im Dienste des BVB Real 2013 im Halbfinale abschoss, war den Königlichen klar: So einen brauchen wir!
Das Problem war aber nach Angaben des ehemaligen Lewandowski-Beraters Cezary Kucharski: "Er wäre dort nicht die Nummer eins gewesen. Als Backup für Benzema dorthin zu gehen, wäre nicht gut gewesen."
© getty
Das Problem war aber nach Angaben des ehemaligen Lewandowski-Beraters Cezary Kucharski: "Er wäre dort nicht die Nummer eins gewesen. Als Backup für Benzema dorthin zu gehen, wäre nicht gut gewesen."
Dennoch pokerte Kucharski, besonders nach Lewandowskis 4-Tore-Halbfinale gegen Real: "Der Vertrag mit Bayern war ausgehandelt, aber ich wollte einen besseren. Zwei Wochen vor dem Wechsel sagte ich Bayern, dass er zu Real geht."
© getty
Dennoch pokerte Kucharski, besonders nach Lewandowskis 4-Tore-Halbfinale gegen Real: "Der Vertrag mit Bayern war ausgehandelt, aber ich wollte einen besseren. Zwei Wochen vor dem Wechsel sagte ich Bayern, dass er zu Real geht."
Das habe die Bayern in Rage versetzt, aber Hoeneß habe dem Druck standgehalten und 25 Millionen Euro draufgepackt, wie Kucharski erzählte. Heute ist Lewandowski einer der besten BL-Stürmer aller Zeiten und Weltfußballer.
© getty
Das habe die Bayern in Rage versetzt, aber Hoeneß habe dem Druck standgehalten und 25 Millionen Euro draufgepackt, wie Kucharski erzählte. Heute ist Lewandowski einer der besten BL-Stürmer aller Zeiten und Weltfußballer.
MANUEL NEUER: Der FC Bayern fügte Real im CL-Halbfinale 2012 eine Niederlage im Elfmeterschießen zu, die der damalige Trainer Jose Mourinho noch heute als "die bitterste Niederlage meiner Karriere", bezeichnet.
© getty
MANUEL NEUER: Der FC Bayern fügte Real im CL-Halbfinale 2012 eine Niederlage im Elfmeterschießen zu, die der damalige Trainer Jose Mourinho noch heute als "die bitterste Niederlage meiner Karriere", bezeichnet.
Mourinho und Real lechzten nach dem CL-Titel, also analysierte Mou die Real-Schwächen und kam darauf, dass die Bayern in Neuer einen besseren Torhüter hatten – obgleich Iker Casillas damals noch Welttorhüter war.
© getty
Mourinho und Real lechzten nach dem CL-Titel, also analysierte Mou die Real-Schwächen und kam darauf, dass die Bayern in Neuer einen besseren Torhüter hatten – obgleich Iker Casillas damals noch Welttorhüter war.
Es heißt, Mourinho habe Real-Präsident Florentino Perez um die Verpflichtung Neuers gebeten, der wiederum vorsichtig bei seinem Freund Rummenigge nachgefragt habe. Antwort: Keine Chance. Nicht einmal Gespräche habe es gegeben.
© imago images
Es heißt, Mourinho habe Real-Präsident Florentino Perez um die Verpflichtung Neuers gebeten, der wiederum vorsichtig bei seinem Freund Rummenigge nachgefragt habe. Antwort: Keine Chance. Nicht einmal Gespräche habe es gegeben.
TIM WIESE: Also sah sich Mourinho weiter in Deutschland um und stieß auf Neuers damaligen Nationalmannschaftsvertreter Wiese. "Mourinho wollte mich unbedingt", sagte er im Interview mit Sport1.
© getty
TIM WIESE: Also sah sich Mourinho weiter in Deutschland um und stieß auf Neuers damaligen Nationalmannschaftsvertreter Wiese. "Mourinho wollte mich unbedingt", sagte er im Interview mit Sport1.
"Er sagte mir, dass ich mich beweisen kann und es einen fairen Kampf mit Casillas geben soll", erzählte Wiese weiter. Warum er trotz der Allüren nicht nach Madrid ging, lag an einer Einlassung seines Beraters Roger Wittmann.
© getty
"Er sagte mir, dass ich mich beweisen kann und es einen fairen Kampf mit Casillas geben soll", erzählte Wiese weiter. Warum er trotz der Allüren nicht nach Madrid ging, lag an einer Einlassung seines Beraters Roger Wittmann.
"Er sagte mir: 'Wenn du einmal patzt, dann bist du raus und die Fans winken dir mit weißen Taschentüchern zu. Überleg dir das gut.'" Und Wiese entschloss sich für einen Wechsel von Werder Bremen zu Hoffenheim.
© getty
"Er sagte mir: 'Wenn du einmal patzt, dann bist du raus und die Fans winken dir mit weißen Taschentüchern zu. Überleg dir das gut.'" Und Wiese entschloss sich für einen Wechsel von Werder Bremen zu Hoffenheim.
Dort versauerte er wenig später in der berüchtigten Trainingsgruppe II, saß seinen Vertrag aus, wurde Bodybuilder und begann unter dem Ringnamen "The Machine" eine kurze, aber sehr geräuschvolle Wrestling-Karriere.
© getty
Dort versauerte er wenig später in der berüchtigten Trainingsgruppe II, saß seinen Vertrag aus, wurde Bodybuilder und begann unter dem Ringnamen "The Machine" eine kurze, aber sehr geräuschvolle Wrestling-Karriere.
ANDREA PIRLO: Als er seine Karriere in der MLS ausklingen ließ, erzählte Pirlo, dass er es bereue, in seiner Karriere nie für Barca oder Real Madrid gespielt habe. Beide Klubs hätten ihn holen wollen.
© getty
ANDREA PIRLO: Als er seine Karriere in der MLS ausklingen ließ, erzählte Pirlo, dass er es bereue, in seiner Karriere nie für Barca oder Real Madrid gespielt habe. Beide Klubs hätten ihn holen wollen.
Real wurde 2006 von Landsmann Fabio Capello trainiert und wollte Milan-Regisseur Prilo als dessen verlängerten Arm auf dem Platz. "Jeder würde gerne dort spielen, aber Milan ließ mich nicht gehen", sagte Pirlo.
© getty
Real wurde 2006 von Landsmann Fabio Capello trainiert und wollte Milan-Regisseur Prilo als dessen verlängerten Arm auf dem Platz. "Jeder würde gerne dort spielen, aber Milan ließ mich nicht gehen", sagte Pirlo.
1 / 1
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung