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Fussball

FIFA: Sperren gegen Blatter und Valcke verlängert

SID
Josef Blatter wird von der FIFA angeklagt.

Die Sperren gegen den früheren FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter (85) und den ehemaligen Generalsekretär Jerome Valcke (60) sind von der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission des Weltverbandes verlängert worden.

Wie die FIFA mitteilte, werden die beiden Ex-Funktionäre aufgrund verschiedener Verstöße für weitere sechs Jahre und acht Monate von allen fußballbezogenen Tätigkeiten ausgeschlossen.

Die Ermittlungen hatten sich insbesondere auf Bonuszahlungen im Zusammenhang mit FIFA-Wettbewerben, die an leitende FIFA-Funktionäre geleistet wurden, verschiedene Änderungen und die Verlängerung von Arbeitsverträgen sowie die Erstattung privater Anwaltskosten durch die FIFA im Fall von Valcke fokussiert. Zudem wurde jeweils eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Schweizer Franken verhängt.

Blatter, der sich nach gesundheitlichen Problemen in einer Rehaklinik erholt, wurde von der Entscheidung nach eigenen Angaben überrumpelt und bezeichnete diese als "schmerzhaften und nicht nachvollziehbaren Nackenschlag. Die Ethikkommission in ihrer jetzigen Form hat mit einer unabhängigen Instanz nichts mehr zu tun - sie ist viel mehr der verlängerte Arm des FIFA-Präsidenten (Gianni Infantino, Anm. d. Red.) und nicht viel mehr als eine Schein-Justiz", sagte er auf SID-Anfrage.

Blatter und Valcke, der als rechte Hand des früheren Chefs des Weltverbandes galt, sitzen derzeit ohnehin Strafen der FIFA ab. Die Sperre gegen Blatter aus dem Jahr 2015 läuft für insgesamt sechs Jahre und endet am 8. Oktober, Valckes Zehn-Jahres-Sperre gilt bis ins Jahr 2025. Die neuen Sanktionen treten erst nach Ablauf der vorherigen in Kraft.

Blatter war 2015 gemeinsam mit Michel Platini, einst Präsident der UEFA, zunächst für acht Jahre gesperrt worden, die Sperre wurde anschließend um zwei Jahre verkürzt. Im Fokus stand dabei eine Millionenzahlung der FIFA an Platini. Valcke soll sich unter anderem beim Ticketverkauf für WM-Endrunden persönlich bereichert haben und war zunächst für zwölf Jahre gesperrt worden. Das Strafmaß wurde ebenfalls um zwei Jahre reduziert.

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