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Fussball

Cristiano Ronaldo knackt die 100-Tore-Marke in der Nations League: "Meilenstein eines Monsters"

SID
Ist auch mit 35 Jahren noch immer hungrig auf Tore: Cristiano Ronaldo von Juventus Turin.

Die Fußballwelt verneigt sich mal wieder vor Cristiano Ronaldo. Angestachelt von einer Debatte über ihn erreichte der Portugiese als erster Europäer in Länderspielen die 100-Tore-Marke. Der Weltrekord ist nur eine Frage der Zeit.

Beim Wort "Rekord" huschte ein verräterisches Lächeln über Cristiano Ronaldos Lippen, doch der Unersättliche fing sich schnell wieder. "Es ist keine Besessenheit. Ich denke, Rekorde kommen ganz natürlich", sagte der portugiesische Superstar betont unaufgeregt im TV-Interview.

Doch kleine Zeichen verrieten: Ronaldo war mächtig stolz darauf, als erster Europäer die magische Marke von 100 Länderspieltoren erreicht zu haben. Für falsche Bescheidenheit bestand auch überhaupt kein Grund. Nachdem Ronaldo beim 2:0-Nations-League-Sieg in Schweden seine Treffer Nummer 100 und 101 im 165. Länderspiel erzielt hatte, verneigte sich die Fußballwelt vor dem 35-Jährigen. Wieder einmal.

Das sei "der Meilenstein eines Monsters", meinte Portugals Ex-Nationalspieler Deco, und für Nani ist der frühere Teamkollege "der Größte aller Zeiten". Brasiliens Ikone Pele, dem dies auch nachgesagt wird, huldigte Ronaldo für den "neuen Höhenpunkt auf deiner Reise".

Nicht viel deutet darauf hin, dass sich Ronaldos Reise in die Fußball-Annalen dem Ende neigt. Den Weltrekord von 109 Länderspieltoren des Iraners Ali Daei, der in der Bundesliga für Arminia Bielefeld, Bayern München und Hertha BSC spielte, dürfte Ronaldo schon in dieser EM-Saison knacken. "Nur Gott weiß, was in der Zukunft passieren wird", sagte der Ausnahmekönner: "Aber ich fühle mich gut und bin glücklich."

CR7 bringt die Kritiker erneut mit Zauber-Toren zum Schweigen

Und er ist hochmotiviert - gegen Schweden ganz besonders. Im Vorfeld der Partie war öffentlich diskutiert worden, ob Portugal ohne Ronaldo vielleicht sogar besser sei als mit ihm. Ohne den am Zeh verletzten Dominator hatte der Europameister zuvor Vizeweltmeister Kroatien mit 4:1 deklassiert. Ronaldos Antwort? Zwei Zauber-Tore (die Highlights gib'ts hier im Video). Ein herrlich direkt verwandelter Freistoß und ein überragender Schlenzer.

Der fünfmalige Weltfußballer empfand die Debatte als "Provokation", aber jeder könne "seine Meinung haben". Ihn tangiere das angeblich nicht, "ich muss nichts beweisen, nichts und niemandem", betonte er: "Meine Ergebnisse sprechen für mich."

In der Tat hat Ronaldo alle Argumente auf seiner Seite, Tore pflastern seinen Weg. Erst bei Sporting Lissabon (5), dann bei Manchester United (118), später bei Real Madrid (450), jetzt bei Juventus Turin (65) - und immer in Portugals Nationalteam. Seinem Debüt-Treffer bei der Heim-EM 2004 gegen den späteren Europameister Griechenland (1:2) folgten 100 weitere. Zum Vergleich: Im DFB-Team führt Miroslav Klose das Ranking mit 71 Toren an. Aber was noch beeindruckender ist: Lediglich 17 Treffer erzielte Ronaldo in Freundschaftsspielen. Der Mann ist ein Wettkämpfer.

Und genau deshalb vermisst er die Fans im Stadion so sehr, ja sogar seine vielen Hater. "Wenn ich auswärts spiele, dann mag ich es, ausgepfiffen zu werden. Das motiviert mich", sagte Ronaldo. Der aktuelle Zuschauerausschluss wegen Corona sei "traurig", meinte er: "Das ist wie ein Zirkus ohne Clowns, wie ein Garten ohne Blumen." Oder auch: wie ein Torrekord ohne Applaus.

Cristiano Ronaldo: Statistiken bei Portugal, Real, United und Juve

MannschaftSpieleToreTorvorlagen
Portugal (Nationalmannschaft)16510140
Juventus Turin896518
Real Madrid438450133
Manchester United29211869
Sporting Lissabon3153
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